Ljantor

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Stadt
Ljantor
Лянтор
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ural
Region Autonomer Kreis der Chanten und Mansen/Jugra
Rajon Surgut
Bürgermeister Sergei Machinja
Gegründet 1967
Stadt seit 1992
Fläche 61 km²
Bevölkerung 38.992 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 639 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 40 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7) 34638
Postleitzahl 628449
Kfz-Kennzeichen 86, 186
OKATO 71 126 605
Geographische Lage
Koordinaten 61° 37′ N, 72° 10′ OKoordinaten: 61° 37′ 0″ N, 72° 10′ 0″ O
Ljantor (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Ljantor (Autonomer Kreis der Chanten und Mansen/Jugra)
Red pog.svg
Lage im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen/Jugra‎
Liste der Städte in Russland

Ljantor (russisch Лянтор) ist eine Stadt in Westsibirien, im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen/Jugra (Russland) mit 38.992 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Westsibirischen Tiefland nördlich des Ob an dessen Nebenfluss Pim, etwa 80 km nordwestlich von Surgut. Das Klima ist kontinental.

Die Stadt Ljantor ist administrativ dem Rajon Surgut unterstellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1932 entstand am Ufer des Flusses Pim ein gleichnamiges Fischerdorf. 1965 wurde in der Umgebung mit Erkundungsbohrungen begonnen; die entdeckte Erdöllagerstätte erhielt nach einem nahe gelegenen See den Namen Ljantorskoje (Лянторское месторождение). Seit 1967 entstand eine Geologen- und Erdölarbeitersiedlung, die 1978 den offiziellen Namen Ljantorski (Лянторский) und 1980 den Status einer Siedlung städtischen Typs erhielt. 1984 wurde das alte Dorf Pim Teil der Siedlung. Seit 1992 besitzt der Ort Stadtrecht.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1989 22.071
2002 33.011
2010 38.992

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ljantor gibt es seit 1989 ein Ethnografisches Museum zur Kultur des indigenen Volkes der Chanten, zu dem auch eine Freiluftexposition gehört.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ljantor ist ein Zentrum der Erdölförderung auf den Lagerstätten Ljantorskoje und Nischnesortymskoje (Нижнесортымское, Unterer Sortym). Die hier ansässige Firma Ljantorneft (Лянторнефть) gehört zum Konzern Surgutneftegas (Сургутнефтегаз).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ljantor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien