Ljubomir Vranjes

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Ljubomir Vranjes
Ljubomir Vranjes

Ljubomir Vranjes (2016)

Spielerinformationen
Spitzname „Ljubo“
Geburtstag 3. Oktober 1973 (47 Jahre)
Geburtsort Göteborg, Schweden
Staatsbürgerschaft SchwedeSchwede Schwedisch
Körpergröße 1,66 m
Spielposition Rückraum Mitte
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein SchwedenSchweden IFK Kristianstad
SlowenienSlowenien Slowenien
Vereine in der Jugend
von – bis Verein
0000–1989 SchwedenSchweden Kortedala IF
1989–1992 SchwedenSchweden Redbergslids IK
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
1992–1999 SchwedenSchweden Redbergslids IK
1999–2001 SpanienSpanien BM Granollers
2001–2006 DeutschlandDeutschland HSG Nordhorn
2006–2009 DeutschlandDeutschland SG Flensburg-Handewitt
Nationalmannschaft
Debüt am 27. November 1996
gegen JapanJapan Japan in Nagoya
  Spiele (Tore)
SchwedenSchweden Schweden 165 (451)[1][2]
Stationen als Trainer
von – bis Station
2010–2017 DeutschlandDeutschland SG Flensburg-Handewitt
5/2013–10/2013 SerbienSerbien Serbien
2017–10/2018 UngarnUngarn Telekom Veszprém
2017–10/2018 UngarnUngarn Ungarn
3/2019–12/2020 SchwedenSchweden IFK Kristianstad
12/2019– SlowenienSlowenien Slowenien
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaft 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaft 3 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze

Stand: 19. Dezember 2020

Ljubomir Vranjes (* 3. Oktober 1973 in Göteborg) ist ein schwedischer Handballtrainer und ehemaliger schwedischer Handballnationalspieler. Er spielte – trotz seiner für einen Handballspieler geringen Körpergröße von 1,66 m – auf der Position Rückraum Mitte. Als Trainer ist er für die slowenische Nationalmannschaft tätig.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

September 2007: Ljubomir Vranjes beim Torwurf während eines Bundesligaspiels beim VfL Gummersbach
November 2017: Vranjes (ganz rechts) während einer Auszeit mit Telekom Veszprém beim CL-Auswärtsspiel bei PSG Handball

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1989 spielte Vranjes bei Kortedala IF. Von dort wechselte er in seine Heimatstadt Göteborg, wo er bis 1999 bei Redbergslids IK spielte und fünfmal schwedischer Meister wurde. Dann führte ihn sein Weg in die spanische Liga ASOBAL zu BM Granollers, wo er zwei Spielzeiten spielte, bevor er seine Karriere bei der HSG Nordhorn fortsetzte. Mit Nordhorn wurde er 2002 deutscher Vizemeister und erreichte 2002 und 2005 das Final Four des DHB-Pokals. 2006 wechselte Vranjes zur SG Flensburg-Handewitt, mit der er 2007 erneut das Final Four des DHB-Pokals erreichte, dort aber im Halbfinale gegen den THW Kiel ausschied. Ebenfalls 2007 stand er mit Flensburg im Finale der Champions League, wo die SG in einem deutsch-deutschen Finale erneut dem THW unterlag. 2009 beendete er seine Laufbahn als Spieler.

Vranjes bestritt 165 Länderspiele für die schwedische Nationalmannschaft, in denen er 451 Treffer erzielte, und mit der er an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney teilnahm, wo das Team die Silbermedaille gewann. Außerdem wurde er mit Schweden 1999 Weltmeister sowie 1998, 2000 und 2002 Europameister.

Als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich wollte Ljubomir Vranjes 2009, mit seiner Frau Maria und seinen beiden Kindern, wieder nach Schweden gehen, um Trainer beim Erstligisten IFK Skövde HK zu werden. Jedoch löste er den Vertrag auf und übernahm im Sommer 2009 den Posten des Teammanagers in Flensburg. Im November 2010 übernahm er nach der Beurlaubung des Flensburger Trainers Per Carlén zusätzlich das Traineramt bei der SG Flensburg-Handewitt.[3] 2012 gewann Flensburg den Europapokal der Pokalsieger, 2014 die EHF Champions League gegen den THW Kiel, gegen den Vranjes sieben Jahre zuvor als Spieler noch verloren hatte, und 2015 im fünften Anlauf den DHB-Pokal, nachdem die SG unter seiner Leitung von 2011 bis 2014 viermal hintereinander das Pokalfinale erreicht aber jeweils verloren hatte. 2017 wurde er vom schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther mit der Sportplakette des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet.[4]

Von Mai 2013 bis Oktober 2013 trainierte er zusätzlich die serbische Nationalmannschaft.[5][6]

Zur Saison 2017/18 wechselte er zum ungarischen Handballverein Telekom Veszprém.[7] Zusätzlich übernahm er im Sommer 2017 das Traineramt der ungarischen Nationalmannschaft.[8] Die Zusammenarbeit mit dem Handballverein KC Veszprém wurde am 1. Oktober 2018 vorzeitig beendet.[9] Wenige Tage später trennte sich auch der ungarische Handballverband von ihm.[10] Ab dem 11. März 2019 trainierte er den schwedischen Erstligisten IFK Kristianstad.[11] Im Dezember 2019 übernahm er zusätzlich das Traineramt der slowenischen Nationalmannschaft.[12] Im Dezember 2020 beendete er seine Trainertätigkeit beim IFK Kristianstad.[13]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vranjes ist serbischer Abstammung.[14][15] Sein Hobby ist die Fotografie. Im Jahr 2007 war er als Fotograf an der Entstehung des Mannschaftskalenders der SG Flensburg-Handewitt beteiligt.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Spieler
als Trainer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ljubomir Vranjes – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matchstatistik Ljubomir Vranjes. In: handboll.capmind.se. Abgerufen am 9. Mai 2020 (schwedisch).
  2. Spelarstatistik. In: handbollslandslaget.se. Svenska Handbollslandslaget, abgerufen am 9. Mai 2020 (schwedisch).
  3. Flensburg beurlaubt Carlén – Vranjes Nachfolger vom 11. November 2010, abgerufen am 4. Juni 2014
  4. Sportplakette an Ljubomir Vranjes und Dr. Tim Rausche verliehen: Ministerpräsident Günther: „Sport als Teamleistung voranbringen“. In: schleswig-holstein.de. 10. Juli 2017, abgerufen am 25. April 2019.
  5. Serbien: Serbien benennt Vranjes als neuen Nationaltrainer – Flensburg dementiert vom 24. Mai 2013, abgerufen am 4. Juni 2014
  6. Serbien präsentiert neuen Nationaltrainer vom 30. Oktober 2013, abgerufen am 4. Juni 2014
  7. handball-world.com: Vranjes offiziell bis 2020 in Veszprem vom 1. Februar 2017, abgerufen am 1. Februar 2017
  8. handball-world.news: Ljubomir Vranjes wird Nationaltrainer Ungarns vom 2. Februar 2017, abgerufen am 28. April 2019
  9. handball-world.news: Veszprem zieht die Reißleine: Aus für Chefcoach Vranjes und Sportdirektor Eklemovics vom 1. Oktober 2018, abgerufen am 1. Oktober 2018
  10. handball-world.news: Binnen einer Woche zweite Entlassung für Ljubomir Vranjes vom 5. Oktober 2018, abgerufen am 5. Oktober 2018
  11. handball-world.news: Ljubomir Vranjes unterzeichnet langfristigen Vertrag bei IFK Kristianstad vom 31. Januar 2019, abgerufen am 31. Januar 2019
  12. handball-world.news: Ljubomir Vranjes wird Nationaltrainer Sloweniens vom 17. Dezember 2019, abgerufen am 17. Dezember 2019
  13. ifkkristianstad.se: Ljubomir Vranjes lämnar IFK Kristianstad vom 19. Dezember 2020, abgerufen am 19. Dezember 2020
  14. sueddeutsche.de: Interview mit Ljubomir Vranjes vom 29. April 2007, abgerufen am 4. Juni 2014
  15. sg-flensburg-handewitt.de: Das „Rote Sofa“: Handball-Stars plaudern über Persönliches vom 13. September 2007, abgerufen am 4. Juni 2014