Llívia

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Gemeinde Llívia
LliviaGeneral.jpg
Blick auf Llívia vom Turó del Castell
Wappen Karte von Spanien
Llívia (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Katalonien
Provinz: Girona
Comarca: Cerdanya
Koordinaten 42° 28′ N, 1° 59′ OKoordinaten: 42° 28′ N, 1° 59′ O
Höhe: 1223 msnm
Fläche: 12,84 km²
Einwohner: 1.417 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einw./km²
Gemeindenummer (INE): 17094
Verwaltung
Bürgermeister: Josep Pous i Rodríguez
Website: www.llivia.org
Lage der Gemeinde
Localización de Llívia - Gerona.png

Llívia (katalanisch [ˈʎiβiə]) ist eine spanische Exklave in den Pyrenäen, die von französischem Staatsgebiet umgeben ist. Die Gemeinde hat 1417 Einwohner (Stand 1. Januar 2019) und liegt auf 1223 msnm Höhe unmittelbar hinter der spanisch-französischen Grenze in der Nähe von Puigcerdà, dem Hauptort der Comarca.

Geographisch ist sie der Alta Cerdanya, administrativ jedoch der katalanischen Comarca Cerdanya (die auch als Baixa Cerdanya bezeichnet wird) in der Provinz Girona zugeordnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die römische Festung Iulia Lybica lag an der Strata Ceretana, die (als Strata Confletana von Narbonne kommend) durch das strategisch wichtige Hochtal des Segre-Flusses führte und in Lleida endete. Der Name des Ortes soll auf Julius Caesar zurückgehen, der ihm das Gemeinderecht zuerkannt hatte. Schon früh entwickelte sich die Gemeinde zum Hauptort des Hochtals.

Im 8. Jahrhundert wurde Llívia als Hauptort der Grafschaft Cerdanya angesehen, doch diese Funktion verlor es schon 1177, als fünf Kilometer westlich Puigcerdà gegründet und zur Hauptstadt der Cerdanya ernannt wurde.

1528 erhielt der Ort von Karl V. die Rechte einer Kleinstadt. Nach dem Pyrenäenfrieden von 1659, der festlegte, dass alle 33 Dörfer des Ostteils der Cerdanya an Frankreich fallen sollten, berief sich Llívia auf diese Stadtrechte und verblieb daher bei Spanien.

Bei dem von Spanien für verfassungswidrig erklärten Unabhängigkeitsreferendum von 2017 stimmten rund 95 Prozent der Einwohner Llívias für die Selbständigkeit Kataloniens.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Llívia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Oliver Neuroth: Separatisten-Hochburg Llívia. Gespannter Blick auf die Katalonien-Wahl, Deutschlandfunk, 18. Dezember 2017, abgerufen am 6. Februar 2022