Lochband

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lochband ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Datenträger siehe Lochstreifen.

Ein Lochband ist ein gelochtes Stahl- oder Kunststoffband als Versteifungs-, Verbindungs- oder Befestigungselement im Holz-, Elektro- und Sanitärbau. Lochbänder existieren in verschiedenen Stärken und Breiten und mit unterschiedlichem Lochmuster. Teils werden sie Montageband genannt.

Windrispenband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Windrispenband ist ein etwa 2 mm starkes und 40 bis 60 mm breites Lochband, das die hölzerne Windrispe ersetzt. Sie dient der diagonalen Versteifung von Dachkonstruktionen und wirkt somit einer parallelen Verschiebung (Scherung) der Sparren entgegen.

Das Windrispenband wird meist an der Oberseite der Sparren eingebaut. Da das Windrispenband nur Zugkräfte aufnehmen kann, müssen mindestens zwei diagonal-gegenläufige Bänder pro Dachfläche eingesetzt werden. Damit Windlasten gleichmäßig in das Windrispenband geleitet werden, muss zum Beispiel eine Firstpfette (Längsholz) eingebaut werden; dadurch werden die Kräfte durch die gesamte Konstruktion geleitet. Das Windrispenband muss straff gespannt werden.

Ausführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • nach DIN 1052 (Holzbau)
  • Anschluss über Knagge zwischen den Sparren
  • Endanschluss mehr als 12 Sondernägel 4 × 40 mm

Variante 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Windlasten werden konzentriert an Kopf- und Fußpunkt (konzentrierte Nagelung in diesen Bereichen) in das Windrispenband eingeleitet. Dadurch gleichbleibende Zugkraft im Windrispenband.

Variante 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dachlattung dient zur Weiterleitung der Windlasten in das Windrispenband. Das Windrispenband wird zur Lastaufnahme an jeden Sparren mit mindestens zwei Nägeln befestigt. Die Belastung im Windrispenband baut sich kontinuierlich auf. Nur am Fußpunkt ist eine konzentrierte Nagelung zur Lasteinleitung notwendig.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Schneider (Hrsg.), Bautabellen für Ingenieure, Werner Verlag