Lochen am See

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Lochen am See
Wappen von Lochen am See
Lochen am See (Österreich)
Lochen am See
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 33,28 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 13° 11′ O48.03333333333313.183333333333516Koordinaten: 48° 2′ 0″ N, 13° 11′ 0″ O
Höhe: 516 m ü. A.
Einwohner: 2.561 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 5221
Vorwahl: 07745
Gemeindekennziffer: 4 04 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstraße 14
5221 Lochen am See
Website: Gemeinde Lochen am See
Politik
Bürgermeister: Johann Schweiberer (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
13 ÖVP, 8 SPÖ, 4 FPÖ
Lage der Gemeinde Lochen am See im Bezirk Braunau am Inn
Altheim Aspach Auerbach Braunau am Inn Burgkirchen Eggelsberg Feldkirchen bei Mattighofen Franking Geretsberg Gilgenberg am Weilhart Haigermoos Handenberg Helpfau-Uttendorf Hochburg-Ach Höhnhart Jeging Kirchberg bei Mattighofen Lengau Lochen am See Maria Schmolln Mattighofen Mauerkirchen Mining Moosbach Moosdorf Munderfing Neukirchen an der Enknach Ostermiething Palting Perwang am Grabensee Pfaffstätt Pischelsdorf am Engelbach Polling im Innkreis Roßbach St. Georgen am Fillmannsbach St. Johann am Walde St. Pantaleon (Oberösterreich) St. Peter am Hart St. Radegund St. Veit im Innkreis Schalchen Schwand im Innkreis Tarsdorf Treubach Überackern Weng im Innkreis OberösterreichLage der Gemeinde Lochen am See im Bezirk Braunau am Inn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Lochen am See ist eine österreichische Gemeinde im Innviertel in Oberösterreich mit 2561 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.

Geografie[Bearbeiten]

Lochen am See grenzt an den Mattsee auf einem Hochplateau, wobei der Tannberg im Süden der Gemeinde liegt. Die Gemeinde hat eine Fläche von 33,3 km².

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 33 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Ainhausen (85)
  • Astätt (179)
  • Babenham (167)
  • Bergham (56)
  • Daxjuden (14)
  • Dirnham (23)
  • Edenplain (20)
  • Feldbach (137)
  • Gebertsham (27)
  • Gunzing (52)
  • Gutferding (38)
  • Hofstätt (6)
  • Intenham (37)
  • Kerschham (229)
  • Koppelstätt (26)
  • Kranzing (19)
  • Laßberg (19)
  • Lochen (648)
  • Niedertrum (18)
  • Oberhaft (51)
  • Oberweißau (44)
  • Petersham (47)
  • Rackersing (14)
  • Reitsham (85)
  • Scherschham (153)
  • Schimmerljuden (4)
  • Sprinzenberg (6)
  • Stein (50)
  • Stullerding (83)
  • Tannberg (91)
  • Unterlochen (18)
  • Wichenham (37)
  • Zeisental (5)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Lochen, Oberweissau, Tannberg und Wichenham.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits aus der Jüngeren Steinzeit liegen Depotfunde in Lochen vor. In der Foge sind auch Funde aus der Hallstattzeit und der La-Tène-Zeit nachzuweisen, in denen Illyrer und Kelten das Land besiedelten. Römische Siedlungen konnten auch in Lochen gesichert werden, wobei hier die Straße nach Castra Batava verlief. Nach der Völkerwanderungszeit besiedelten Bajuvaren ab dem 6. Jahrhundert das Gebiet.

Lochen am See wurde das erste Mal im Jahre 903 in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Madalwin urkundlich erwähnt. Lochen gehörte - wie aus einer Personalzinsurkunde hervorgeht - zum Stift Mattsee. Durch den Frieden von Teschen im Jahre 1779 kam das gesamte Innviertel mit Lochen von Bayern zu Österreich. Im Zuge dieser Veränderung kam Lochen 1785 von der Diözese Passau zur Diözese Linz.[2]

Lochen am See wurde im Jahr 1974 als Standort für den Salzburger Airport vorgeschlagen.

Wappen[Bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Silber auf grünem Schildfuß zwischen zwei grünen Hügeln eine grüne, stammlose, bis zum Schildrand reichende, dreieckförmige Tanne. Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün.

Filialkirche in Gebertsham, spätgotischer Flügelaltar

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lochen am See
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Lochen mit berühmtem barocken Hochaltar von Meinrad Guggenbichler
  • Filialkirche zum Hl. Kreuz in Gebertsham: Die spätgotische Kirche ist ein einschiffiger Bau mit westseitigem Dachreiter aus der Zeit um 1500. Der Gebertshamer Flügelaltar aus dem Jahre 1515/20 wird der Werkstatt des Meisters Gordian Guckh zugeschrieben. Der Altar zeigt im Mittelschrein eine figurenreiche Kreuzigungsdarstellung und auf den Tafeln der Flügelinnenseiten die Legende vom Hl. Kreuz. Im Jahr 1986 wurden in der Kirche Wandmalereien entdeckt. 178 mehrfarbige Pflanzenornamente, mehrere Weihekreuze und vier Wandbilder wurden wiederhergestellt. Im Jahr 1988 fand in der Kirche die Hochzeit von Deutschlands ehemaligem Bundespräsidenten Walter Scheel statt.
  • Filialkirche Hl. Johannes der Täufer (Astätt)
  • Keltische Vierecksschanze: Da bei einer Grabungskampagne 2007 keine entsprechenden Funde gesichert werden konnten, dürfte die Bezeichnung La-Téne-zeitliche Vierecksschanze falsch sein, vermutlich wurde die Anlage bei den österreichisch-bayerischen Grenzstreitigkeiten im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges errichtet.[3]
Richtstätte in Astätt
  • Der Richtstättenweg Lochen wurde 30. September 2012 eingerichtet, er führt vom Kirchweg in Lochen zur Köpfstattsäule in Astätt, wo 1762 die letzte Hinrichtung stattfand; die letzte Hingerichtete war die minderjährige Magdalena Bischelsroider aus Seeham.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Peter E. Steiner (* 1926), Professor für Schrift und Typografie, entwarf fast 70 Briefmarken und -stempel für die Deutschen Bundespost, später der Deutschen Post AG.
  • Harald Unverdorben (* 1981), Fußballspieler

Literatur[Bearbeiten]

  • * Christian K. Steingruber: Eine kritische Betrachtung des Historisch-Topographischen Handbuches der Wehranlagen und Herrensitze Oberösterreichs. Ober-Österreichisches Landesarchiv, Linz 2013.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Reinhard Weidl: Lochen – Gebertsham – Astätt. Salzburger Druckerei (Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 145): Salzburg, 1985.
  3. Christian K. Steingruber, 2013, S. 212.
  4. Richtstättenweg in Lochen eröffnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lochen, Upper Austria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien