Lodovico Altieri

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Kardinal Altieri

Lodovico Altieri (* 17. Juli 1805 in Rom; † 11. August 1867 in Albano) war ein Kardinal der Katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altieri empfing am 24. März 1833 die Priesterweihe. Am 11. Juli 1836 zum Titularerzbischof von Ephesus ernannt, spendete ihm von Papst Gregor XVI. am 17. Juli 1836 die Bischofsweihe, Mitkonsekratoren waren Giovanni Soglia Ceroni, Lateinischer Patriarch von Konstantinopel und Sekretär der Kongregation für die Bischöfe und Regularkleriker, und Erzbischof Giovanni Giacomo Sinibaldi, Präsident der Päpstlichen Kirchlichen Akademie. Altieri war von 1836 bis 1845 Apostolischer Nuntius in Wien.[1]

Er wurde von Papst Gregor XVI. am 14. Dezember 1840 in pectore zum Kardinal kreiert, was nach seinem Rücktritt als Nuntius am 21. April 1845 publiziert wurde. Er wurde Kardinaldiakon von Santa Maria in Portico. 1845 wurde er pro hac vice zum Kardinalpriester seiner Titeldiakonie erhoben. Danach wurde er Mitglied der römischen Kurie, zunächst Sekretär, seit 5. September 1861 Präfekt der Indexkongregation. Am 17. Dezember 1860 wurde er Kardinalbischof des suburbikarischen Bistums Albano. Er nahm am Konklave von 1846 teil, das Kardinal Giovanni Maria Mastai-Ferretti zum Papst wählte. Pius IX. ernannte ihn am 8. März 1863 zum Erzpriester der Basilica di San Giovanni in Laterano.

Er pflegte Kranke und Sterbende während einer Choleraepidemie, die das Bistum Albano getroffen hatte, und zog sich dabei selbst die Krankheit zu, an der er schließlich starb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang J. Bandion, Rüdiger Feulner: Die apostolische Nuntiatur in Wien. Apostolische Nuntiatur in Österreich, Wien 2005, ISBN 3-222-12945-3.
Vorgänger Amt Nachfolger
Costantino Patrizi Naro Kardinalbischof von Albano
1860–1867
Camillo di Pietro