Loffenau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Loffenau
Loffenau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Loffenau hervorgehoben
Koordinaten: 48° 46′ N, 8° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rastatt
Höhe: 319 m ü. NHN
Fläche: 17,07 km²
Einwohner: 2505 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 76597,
76332 (Plotzsägemühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07083
Kfz-Kennzeichen: RA, BH
Gemeindeschlüssel: 08 2 16 029
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Dorfstraße 1
76597 Loffenau
Webpräsenz: www.loffenau.de
Bürgermeister: Erich Steigerwald
Lage der Gemeinde Loffenau im Landkreis Rastatt
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Über dieses Bild

Loffenau ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg. Der Ort gehörte lange Zeit zum württembergischen Landkreis Calw und kam mit der Kreisreform 1973 zum badischen Landkreis Rastatt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Teufelsmühle über Loffenau ins vordere Murgtal auf Gaggenau und weiterführend auf die Rheinebene bei Rastatt

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der staatlich anerkannte Erholungsort Loffenau liegt am Westhang des nördlichen Schwarzwaldes in einem Seitental des Murgtals unterhalb des Bergs Teufelsmühle. Die Höhenlage reicht von 215 bis 940 m ü. NN.

Nachbarkommunen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loffenau grenzt im Osten an die Stadt Bad Herrenalb (Landkreis Calw), im Norden an die große Kreisstadt Gaggenau sowie im Süden und Westen an die Stadt Gernsbach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Loffenau gehören das Dorf Loffenau und die Häuser Albtaljagdhaus, Auf der Miß, Plotzsägmühle und Teufelsmühle. Im Gemeindegebiet liegt die abgegangene Ortschaft Neusägmühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loffenau schaut auf eine über 700 Jahre währende Geschichte zurück. Zwischen Loffenau und der Nachbargemeinde Gernsbach verläuft die historische Grenze zwischen Baden und Württemberg. Zunächst aber unterstand das Dorf den Herren von Eberstein, die es 1297 an das Kloster Herrenalb verkauften, wodurch es 1338 zu Württemberg kam. Zum Klosteramt Herrenalb gehörte Loffenau bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Mit der Neugliederung nach den Gebietszuwächsen aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses wurde die Gemeinde dem Oberamt Neuenbürg zugeordnet, das 1938 im Landkreis Calw aufging. Im Rahmen der Kreisreform von 1973 kam der Ort als einzige Gemeinde dieses Kreises zum Landkreis Rastatt.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Heilig-Kreuz-Kirche

Seit Einführung der Reformation in Württemberg ist auch Loffenau evangelisch geprägt. So waren 1860 nur zwei der gut 1.200 Einwohner römisch-katholischer Konfession. Auch heute gibt es nur wenige Katholiken, für diese ist die in den 1960er Jahren erbaute Kirche St. Theresia zuständig. Hingegen gibt es mit der evangelisch-methodistischen Kirche und der neuapostolischen Kirche inzwischen zwei weitere protestantische Gemeinschaften im Ort.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1400: 150
  • 1662: 180
  • 1760: 600
  • 1830: 810
  • 1871: 1265
  • 1910: 1481
  • 1946: 1650
  • 1970: 2370
  • 1990: 2625
  • 2005: 2703
  • 2013: 2489
  • 2014: 2498 [3]
Loffenau von der Teufelsmühle
Blick vom Naturdenkmal Bockstein, einem Granitfelsen, auf Loffenau und den Merkur

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loffenau erhielt 1977 das Prädikat „staatlich anerkannter Erholungsort“.

Bei der Teilnahme am Bundeswettbewerb Unser Dorf soll schöner werden/ Unser Dorf hat Zukunft hat Loffenau 1983, 1985, 1989 und 2007 eine Goldmedaille gewonnen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist neben Weisenbach Mitglied einer Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Gernsbach.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:

Freie Wählergemeinschaft 36,5 % + 2,2 % 4 Sitze ±0
CDU 33,0 % - 4,3 % 4 Sitze – 1
SPD/Aktive Loffenauer Bürger 30,5 % + 2,1 % 4 Sitze + 1

Der Gemeinderat besteht aus den zwölf gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loffenau pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Hostienmühle“-Fresko in der Heilig-Kreuz-Kirche
Aussichtsturm auf dem Loffenauer Hausberg Teufelsmühle

Eine besondere Sehenswürdigkeit Loffenaus befindet sich in der evangelischen Heilig-Kreuz-Kirche.[4] In dieser 1843 im neugotischen Stil neu errichteten Emporenbasilika[5] blieb der mittelalterliche Turmchor mit 550 Jahre alten Fresken erhalten. Neben den zahlreichen Abbildungen von Aposteln und Heiligen ist die „Hostienmühle“ an der Nordwand der Kirche, als eine der wenigen erhaltenen Darstellungen der spätmittelalterlichen Legende über die „mystische Mühle“, besonders bemerkenswert.

Auf dem 908 m ü. NHN hohen Loffenauer Hausberg Teufelsmühle bietet ein Aussichtsturm einen Blick über Loffenau und das untere Mugtal bis hinein in die Rheinebene.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loffenau verfügt über eine Grundschule und zwei Kindergärten. Weiterführende Schulen befinden sich in den Nachbargemeinden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meryl Streep (* 22. Juni 1949), US-amerikanische Schauspielerin, Oscar-Preisträgerin, ihre Ururgroßeltern stammten aus Loffenau

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Loffenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 171–172
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLoffenau/Mitteilungsblatt 2015. Abgerufen am 16-06-2015.
  4. Artikelserie von Veronika Gareus-Kugel im Badischen Tagblatt vom 20. bis 25. August 2004 (Memento vom 12. März 2007 im Internet Archive)
  5. Clemens Kieser, Karlfriedrich Ohr, Wolfgang Stopfel, Martin Walter: Kunst- und Kulturdenkmale im Landkreis Rastatt und in Baden-Baden. Konrad-Theiss Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1599-5, S. 247.