Lohe (Bad Oeynhausen)

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Lohe
Koordinaten: 52° 10′ 48″ N, 8° 48′ 2″ O
Höhe: 154 m ü. NN
Fläche: 6,59 km²
Einwohner: 3389 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 514 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 32545
Vorwahl: 05731
Bad Oeynhausen (Stadtzentrum) Dehme Eidinghausen Lohe Rehme Volmerdingsen Werste WulferdingsenKarte
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Lage von Lohe in Bad Oeynhausen

Lohe (bis 1926 Niederbecksen, plattdeutsch: Nienbiesen) ist ein Stadtteil der Stadt Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lohe liegt südlich des Wiehengebirges. Im Osten grenzt Lohe an den Stadtteil Rehme, im Norden an das Oeynhauser Stadtzentrum sowie im Westen und Süden an den Kreis Herford.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Niederbecksen, die etwa 1860 durch die Aufteilung der bisherigen Gemeinde Rehme-Niederbecksen entstanden ist, wurde am 1. April 1926 in Lohe umbenannt.[1] Anlässlich der kommunalen Neugliederung, die am 1. Januar 1973 in Kraft trat, wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lohe mit einer Gesamtfläche von rund 6,59 km² sowie 2657 Einwohnern nach Bad Oeynhausen eingemeindet.[2] Vorher gehörte sie zum Amt Rehme mit dem Amtssitz Werste im Kreis Minden. Aktuell wird hier der altgermanische Versammlungsort Marklohe vermutet.[3]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil wird oft auch die Lohe genannt; außerdem sagt man angesichts der hohen Lage beispielsweise weniger „Er wohnt in Lohe“ als vielmehr „Er wohnt auf der Lohe“.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Zahlen von 1961 und 1970 handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (nur Erstwohnsitze).[4] Bei den Angaben von 2001 bis 2011 sind die Zweitwohnsitze mit enthalten.[5]

Jahr Einwohner
1961 (6. Juni) 2228
1970 (27. Mai) 2642
1972 (31. Dezember) 2657
2001 (31. Dezember) 3360
2002 (31. Dezember) 3368
2003 (31. Dezember) 3318
2004 (31. Dezember) 3303
2005 (31. Dezember) 3283
Jahr Einwohner
2006 (31. Dezember) 3457
2007 (31. Dezember) 3467
2008 (31. Dezember) 3462
2009 (31. Dezember) 3433
2010 (31. Dezember) 3389
2011 (31. Dezember) 3396
Grundschule Lohe (Hintergrund) mit Martin-Luther-Kirche und dem Kindergarten
Ev.-luth. Martin-Luther-Kirche im Bad Oeynhausener Ortsteil Lohe

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule auf dem Hellerhagen (Hellerhagener Straße/Valdorfer Straße) wurde in den Jahren 1904 bis 1905 errichtet und war die südlichste des Kreises Minden. Die Loher Schule (an der Loher Straße, heute Wohnhaus) wurde 1912 gebaut. Nach dem Neubau (heutiges Schulgebäude an der Loher Straße) und der Zusammenlegung der Schulen im Jahre 1956 wurde das Schulgebäude Hellerhagen verkauft. Seit 1969 ist die Schule eine Grundschule. [6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Lohe wurde 1889 von Rehme abgepfarrt, die Martin-Luther-Kirche 1892 eingeweiht. Sie wurde in den Jahren 1964 bis 1966 renoviert. Der Backsteinbau wurde dabei verputzt, aus einer bis dahin roten Backsteinfassade wurde ein weißer Putzanstrich. Im Januar 1990 wurde der 16 Meter hohe Turmhelm durch einen Orkan vom Turmschaft gerissen und danach in der früheren Form wieder aufgebaut. Die von Kaiserin Auguste Viktoria gestiftete Altarbibel ist noch heute vorhanden. [7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lohe im Kulturatlas Westfalen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 259.
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 115.
  3. A. Hunecke, R. Quaschny: Rehme, 1250 Jahre Orts- und Heimatgeschichte. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003, ISBN 3-89534-465-6, S. 50.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 326.
  5. »Zahlen/Daten« auf der Website der Stadt Bad Oeynhausen laut Einwohnermeldeamt Stadt Bad Oeynhausen; die Zahlen enthalten auch die mit zweitem Wohnsitz gemeldeten Einwohner
  6. Schulchronik auf der Website der Grundschule Lohe (Memento vom 16. August 2005 im Internet Archive)
  7. Website der Kirchengemeinde Lohe (im Kirchenkreis Vlotho)