Lohma (Nöbdenitz)

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Koordinaten: 50° 52′ 56″ N, 12° 17′ 20″ O

Lohma
Gemeinde Nöbdenitz
Höhe: 223 (222–244) m ü. NN
Einwohner: 150
Eingemeindung: 1. Mai 1951
Postleitzahl: 04626
Vorwahl: 034496
Lohma (Thüringen)
Lohma

Lage von Lohma in Thüringen

Dorfkirche

Dorfkirche

Lohma ist ein Ortsteil der Gemeinde Nöbdenitz im Landkreis Altenburger Land in Thüringen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Lohma liegt nordwestlich von Nöbdenitz an der Bundesstraße 7 und nah an der südlich verlaufenden Bundesautobahn 4 im Acker- und ehemaligen Bergbaugebiet um Ronneburg und Schmölln.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lohma wurde erstmals urkundlich am 23. Februar 1254 genannt.[1] Im Jahr 1662 wurde der Altenburger Kanzler Wolfgang Conrad von Thumbshirn vom Herzog Friedrich Wilhelm II. für seine Verdienste mit dem Rittergut Lohma belehnt. Eingemeindet wurde das Dorf am 1. März 1951 nach Nöbdenitz. Derzeit wohnen im Dorf 150 Personen.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche Lohma wurde 1738 als Gutsherrenstiftung gebaut. Sie ist eine rechteckige, flachgedeckte Saalkirche mit Korbbogenfenstern sowie Walmdach und Dachreiter. Restaurierungen erfolgten 1884 und 1956. Im Inneren befindet sich die letzte Orgel - und einst die größte - aus der Werkstatt Wilhelm Leberecht Herbrig (Sachsen) von 1861. Das Instrument wurde 1844 von C. E. Jehmlich, Dresden, aus Kötzschenbroda nach hier umgesetzt. Webseite Kulturwerkstatt Stolpen e. V. Die Kirche besitzt eine bescheidene, barocke Ausstattung aus der Bauzeit.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lohma (Nöbdenitz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christiane Nienhold: ... und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln! Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten - Teil I. Katalog zur Ausstellung Museum Burg Posterstein 2007, Pöge Druck Leipzig, Posterstein 2007; S. 26-27, 98, umfangreiche Beschreibung des Ritterguts Lohma

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5. Auflage. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 169.
  2. Nöbdenitz auf der Webseite der Verwaltungsgemeinschaft Sprottental Abgefragt am 6. Mai 2012
  3. Georg Dehio, bearbeitet von Stephanie Eißing u. a.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 775.