Lohmen (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Lohmen führt kein Wappen
Lohmen (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lohmen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 41′ N, 12° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Güstrow-Land
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 34,77 km2
Einwohner: 766 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18276
Vorwahl: 038458
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 067
Adresse der Amtsverwaltung: Haselstraße 4
18273 Güstrow
Webpräsenz: www.lohmen.de
Bürgermeister: Bernd Dikau
Lage der Gemeinde Lohmen im Landkreis Rostock
RostockSchwerinLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis Ludwigslust-ParchimAdmannshagen-BargeshagenBartenshagen-ParkentinBörgerende-RethwischHohenfelde (Mecklenburg)Nienhagen (Landkreis Rostock)ReddelichRetschowSteffenshagenWittenbeckBaumgarten (Warnow)BernittBützowDreetz (Mecklenburg)JürgenshagenKlein BelitzPenzinRühnSteinhagen (Mecklenburg)Tarnow (Mecklenburg)Warnow (bei Bützow)ZepelinBroderstorfBlankenhagenPoppendorf (Mecklenburg)Roggentin (bei Rostock)BroderstorfThulendorfAltkalenBehren-LübchinBoddinFinkenthalGnoienLühburgWalkendorfBehren-LübchinGlasewitzGroß SchwiesowGülzow-PrüzenGutowKlein UpahlKuhsLohmen (Mecklenburg)Lüssow (Mecklenburg)MistorfMühl RosinPlaazReimershagenSarmstorfDiekhofDolgen am SeeHohen SprenzLaageWardowDobbin-LinstowHoppenradeKrakow am SeeKuchelmißLalendorfLalendorfAlt SührkowDahmenDalkendorfGroß RogeGroß WokernGroß WüstenfeldeHohen DemzinJördenstorfLelkendorfPrebberedeSchorssowSchwasdorfSukow-LevitzowThürkowWarnkenhagenAlt BukowAm SalzhaffBastorfBastorfBiendorf (Mecklenburg)CarinerlandKirch MulsowRerikBentwischBlankenhagenGelbensandeMönchhagenRövershagenBenitzBröbberowKassowRukietenSchwaanVorbeckWiendorf (Mecklenburg)Cammin (bei Rostock)GnewitzGrammowNustrowSelpinStubbendorf (bei Tessin)Tessin (bei Rostock)ThelkowZarnewanzElmenhorst/LichtenhagenKritzmowLambrechtshagenPapendorf (Warnow)PölchowStäbelowZiesendorfBad DoberanDummerstorfGraal-MüritzGüstrowKröpelinKühlungsbornNeubukowSanitzSatowTeterowKarte
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Lohmen ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Güstrow-Land mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Güstrow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Lohmen vom Kirchturm, im Hintergrund der Lohmer See 2011

Die Gemeinde Lohmen liegt im nördlichen Endmoränengebiet der Mecklenburgischen Seenplatte zwischen den Städten Güstrow und Goldberg. Sie grenzt an den Landkreis Ludwigslust-Parchim, hat Flächen im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide und im Naturpark Sternberger Seenland. Im Gemeindegebiet liegen mehrere Seen, unter anderem der Garder See und der Nienhäger See, die beide von der Bresenitz durchflossen werden, und der Lohmer See.

Zu Lohmen gehören die Ortsteile Altenhagen, Garden, Gerdshagen, Lähnwitz, Nienhagen, Oldenstorf und Rothbeck.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lohmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der jetzigen Gemeinde wurde aber schon vor wenigstens 5000 Jahren besiedelt. Davon zeugen Megalith- und Hügelgräber in der Umgebung des Ortes, darunter ein größeres Gräberfeld aus mindestens zehn bronzezeitlichen Grabhügeln im Waldgebiet Lohmer Stüde, welche aus den Jahren 1200 bis 600 vor Christi stammen.

Lohmen wurde als Lomene erstmals am 28. August 1227 als Güterbesitz des Klosters Dobbertin urkundlich erwähnt.[2] Seit Verleihung des Archidiakonats der Kirche zu Lohmen [3] durch den Schweriner Bischof Brunward am 27. Oktober 1234 an das Kloster Dobbertin [4] gehörte auch das Dorf dem Kloster bis zu dessen Auflösung 1919. Fürst Nicolaus von Rostock beurkundete am 23. November 1237 in Güstrow den Dobbertiner Nonnen mit den Grenzen des Klosters auch ihren Besitz am Dorf Lohmen.[5] 1263 nahm Papst Urban IV. das Kloster Dobbertin, dessen Güterbesitz und Rechte, darunter das Patronat von ius patronatus im dorffe Lumene in seinen Schutz.[6]

Lohmen leitet sich vom altslawischen Wort Lomu für Bruch, Wind- und Steinbruch ab.[7] Da der heutige Begriff Bruch vieldeutig ist, wäre eine Deutung als Sumpf- und Feuchtwiesenort entsprechend den alten Flurbezeichnungen wahrscheinlicher.[8] Lohmens Ortsteile Garden und Lähnwitz sind slawischer Herkunft, was ihr Namen verrät. Die Ortsteile Oldewinesthorp (Oldenstorf), Gerardershagen (Gerdshagen), Woluerameshagen (Altenhagen) und Nienhagen wurden durch deutsche Siedler während der Ostkolonisation gegründet.

Wirtschaftlich blieb das Kirchdorf über die Jahrhunderte an das Kloster Dobbertin gebunden. 1594 wurde Chim Möller wegen schlechter Bewirtschaftung seines Katens und Pferdediebstahls durch das Dobbertiner Klosteramtsgericht aus Lohmen ausgewiesen.[9]

Auch nach der Reformation, als das Kloster ab 1572 zu einem Damenstift umgewandelt wurde. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde der Ort von der Pest heimgesucht. Den Dreißigjährigen Krieg überlebte nur die Witwe des Dorfschulzen mit ihren Söhnen und von den vormals 17 Bauernstellen des Dorfes waren im Jahr 1690 erst sieben wieder besetzt.

Lohmen entwickelte sich in den nächsten Jahrhunderten wieder zu einem der zentralen Orte im Klosteramt. Viele der im Dobbertiner Kloster beschäftigten Arbeiter wohnten in Lohmen. Im 19. Jahrhundert gab es in Lohmen 200 Einwohner und einige landwirtschaftliche und handwerkliche Betriebe wie Fischerei, Ziegelei, Schmiede, Dorfkrug mit Kolonialwarenhandel und eine Stellmacherei. Das Kloster richtete eine Revierförsterei ein und siedelte Forstarbeiter an. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden im Ort eine Molkerei und 1903 durch den Amtsmaurermeister Andreas ein Tanzsaal am Kruggehöft gebaut.[10]

Im April 1945 wurde die alte Schule auf dem Küstergehöft durch eine Fliegerbombe zerstört.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verdreifachte Lohmen durch Flüchtlinge, Umsiedler und andere Zuzüge seine Einwohnerzahl.

Am 1. Juli 1950 wurden die bisher eigenständigen Gemeinden Altenhagen, Garden und Oldenstorf eingegliedert.

Am 25. Januar 1953 wurde im Ort die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) „Bernhard Quandt“ gegründet. Durch den Zusammenschluss der LPG mit anderen Genossenschaften stieg der Bedarf an Wohnraum. Dieser wurde durch die Erweiterung der Siedlungsfläche gedeckt. So entstanden rund 70 Eigenheime westlich der heutigen Chausseestraße, der Landstraße nach Bützow. Hier wurden auch eine Schule mit Turnhalle, ein Sportplatz, ein Kindergarten, eine Kinderkrippe und ein Einkaufszentrum errichtet. In den 1970er Jahren entstanden am Garder See ein Campingplatz, Ferienhäusern und zwei Kinderferienlager im Ortsteil Garden.

Durch die Wende änderte sich die wirtschaftliche und soziale Struktur. Es entstanden ein Wohn- und Pflegezentrum für Senioren, eine Reha-Klinik und ein Hotel. Es siedelten sich verschiedene gewerbliche Betriebe und Dienstleister an. Lohmen entwickelte sich zu einem Wirtschaftsstandort im ländlichen Raum, was mit einer hohen Beschäftigungsrate und stabiler Bevölkerungsentwicklung verbunden ist.

Eine überregionale Bekanntheit erlangte Lohmen 2017 durch den NDR-Film 7 Tage... im Auftrag des Herrn.[11]

Altenhagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1237 beurkundete Fürst Nikolaus von Rostock die nördlichen Grenzen des Dobbertiner Klostergebietes auch mit Wolframshagen, womit der Raum der Ortschaften Altenhagen und Nienhagen bezeichnet wurde.[12] 1267 verkaufte der Dobbertiner Propst Vollrath den Bauern zu Wolframshagen ein Gehölz auf Erbpacht.[13] Altenhagen gehörte zu den fruchtbaren Landschaften im nördlichen Klostergebiet.

In den Steuerlistendes Klosters von 1441 waren Altenhagen und Nienhagen mit vierzehn Hufen und einen Katen, 1540 nur noch mit sieben Hufen und einem Katen verzeichnet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde auch Altenhagen stark verwüstet. 1776 gab es vor dem Klosteramtsgericht in Dobbertin einen Prozess gegen Joachim Sievert und Johann Gall wegen Diebstahls an Joachim Knevow aus Altenhagen.[14] 1799 konnte der vom Klosterhauptmann Rittmeister Gottfried Hartwig von Weltzien auf Benthen zugesagte Bau des neuen Bauernhauses nicht fertig gestellt werden, da das Baumaterial für das in Lexow abgebrannte Gebäude und die vom Wind umgeworfene Scheune in Mestlin benötigt wurden.[15] 1805 ließ das Klosteramt einen zweihischigen Kathen, ein eingeschossiges Gebäude mit zwei Wohnungen [16] und 1811 eine Scheune für den Hauswirth, den Bauern Koepcke errichten.[17] Mit großer Umsicht ließen die Herren Klostervorsteher 1815 noch ein neues Bauernhaus errichten.[18] Bei der Volkszählung 1819 hatte Altenhagen 126 Einwohner, darunter auch ein Schulmeister mit seiner Familie. 1827 gab es die Hufen I. - VI.

Dorfschulzen in Folge waren:

  • 1820 Dieckmann
  • 1856 Koepcke
  • 1882 Sohn Johann Koepcke, Hufe 1
  • 1914 Johann Dieckmann zu Nienhagen, noch 1920.

1857 hatte das Dorf 176 Einwohner, darunter neun Erbpächter, ein Schmied [19] und einen Lehrer. 1861 verkaufte Mühlenmeister Querhammer seine Hufe IV. an Eickelberg. [20] 1890 gab es sogar eine Dorfordnung.[21] Der im Sommer 1904 durch Blitzschlag abgebrannte Katen wurde 1905 in alter Gestalt wieder hergestellt.[22] Nach dem Zweiten Weltkrieg verließen einige Landwirte um 1950 ihre Höfe, 1955 wurde die LPG gegründet und 1958 mit den umliegenden Ortschaften zu einer Genossenschaft vereint.[23] Heute existieren im Ort keine Landwirtschaftsbetrieben mehr.

Garden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garden wurde schon 1227 [24] durch den See Gardone urkundlich erwähnt, doch erst 1237 [25] kam Garden ohne die Mühle in Klosterbesitz.

Gerdshagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fürst Nikolaus von Rostock beurkundete 1237 [26] die nördlichen Grenzen des Dobbertiner Klosteramtsgebietes, darunter waren auch die vierzig Hufen in Gerdesshagen.

Lähnwitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lähnwitz ist eine kleine Siedlung westlich von Garden gelegen. Das slawische Dorf Lonnewitz muss bereits sehr früh untergegangen sein. Am 25. April 1414 wurde von den Cramons aus Borkow, Ruchow und Sternberg bezeugt, dass Magdalene Rodenbeke wegen 450 Mark lübisch Schulden ihren Hof und das Dorf Lenzen und sechs Hufen zu Lenneitz verpfändet.[27] Der Propst Nicolaus Behringer und die Priorin Anne Wamekowen vom Kloster Dobbertin erwarben am 15. August 1447 den Hof zu Lenzen mit vier Hufen und sechs Hufen auf der Wüstung Lennevitz mit Rechten und Gericht für 700 Stralmark.[28] 1448 kaufte das Dobbertiner Nonnenkloster weiter vier Hufen dieser Feldmark. Weitere zehn Hufen des wüsten dorfes Lennevitze erwarb das Kloster 1471.

Der Name des untergegangenen Dorfes aber lebte in der Ziegeley von Laehnwitz, die erstmals 1642 genannt wurde und später Forsthaus wurde. In den Jahren von 1600 bis 1695 war der Pächter der Garder Mühle verpflichtet, den Ton für die Ziegelei heranzufahren und erhielt dafür vom Klosteramt jährlich zehn Gulden.

In dem ehemaligen Forsthaus und dem Schafstall am Lähnwitzer See befinden sich heute Ferienwohnungen des Forstamtes für einen Landurlaub.

Nienhagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dobbertiner Klosterpropst Vollrath verkaufte 1267 [29] den Bauern aus Wolfsramshagen, eine Waldfläche, worauf sich einst ein slawische Dorf befand. Auf diesem Flurstück entstand Nienhagen. Um 1630 soll es dort vier Hufen und ein Katen gegeben haben. 1797 gab es dort sieben Bauernhöfe und ab 1842 wurden fünf Erbpachthöfe geschaffen.[30] Nach 1850 verkaufte der Erbzinsmann Fründt seine Erbpachtstelle an Joachim Knevow aus Altenhagen.[31] Der alte Ortskern lag am Südufer des Nienhäger Sees. Nienhagen ist als Dorf heute nicht mehr erkennbar und wird mit seinen zwei Resthöfen als Wohnsiedlung genutzt.

Einer Sage nach sollen im Nienhäger zwei Glocken von der ersten Dobbertiner Klosterkirche versenkt worden sein.[32]

Oldenstorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oldenstorf wurde 1237 [33] bei der Bestätigung des nördlichen Dobbertiner Klostergebietes erstmals als muhle Odewinesthorp genannt. 1277 [34] kam dann auch das dorff Oldenssdorp in Besitz des Klosters Dobbertin. 1345 wurde dem Klosterpropst Thidericus nochmals der Besitz des Dorfes und der Mühle Oldenstorf durch Fürst Johann III. von Werle-Goldberg bestätigt. 1402 verkaufte Balthasar als Herr von Werle mit Zustimmung seiner Gemahlin Euphemia alle fürstlichen Rechte auch am Dorf Oldenstorf samt der Mühle daselbst an Propst Nicolaus Mestorp und die Priorissin Ludgard von Preen vom Nonnenkloster Dobberin. Danach wurde in unmittelbarer Nähe der Mühle das neue Dorf mit drei Katen errichtet.[35] Nicolaus Mestorp kam als Stiftskanoniker vom Güstrower Dom nach Dobbertin und starb dort 1417 als Propst des Nonnenklosters. Seine Grabplatte steht heute noch im südlichen Kreuzgangflügel der Klausurgebäude im Kloster Dobbertin.

Mitte des 17. Jahrhunderts gab es in Oldenstorf zehn Bauern und sieben Kossaten als Kleinbauern mit geringem Landanteil. 1819 wurden im Dorf 177 Einwohner gezählt. Darunter waren acht Bauern mit ihren Familien, Knechten, Mägde und Tagelöhner sowie ein Weber, ein Schneider und der Schulmeister mit seiner Familie. Mit neun Erbpächtern der Hufen I. bis IX.[36] blieb Oldenstorf bis in das 20. Jahrhundert hinein eines der größeren Bauerndörfern in dieser Region.[37] Von 1841 bis 1876 führten auch die Erbpächter von Oldenstorf Prozesse gegen das Klosteramt Dobbertin wegen Mahl- und Schmiedezwang.[38]

Dorfschulzen in Folge waren:

  • 1856 Roloff, Joachim
  • 1870 Roloff, Joachim, sein Sohn
  • 1898 Roloff, Fritz, Hufe II.
  • 1924 Peters, Hufe VI.

Zusammen mit Gerdshagen und Lohmen bildet Oldenstorf den Schwerpunkt der Agrarwirtschaft in der Gemeinde Lohmen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Lohmen
  • Archäologischer Lehrpfad
  • Dorf Museum Lohmen mit Ausstellungen an sechs Standorten im Ort. Es zeigt heimatkundliche und technische Sammlungen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lohmen sind mehrere Vereine tätig, so der Sportverein SV 90 und der Kulturverein Lohmen „Herz Mecklenburg“ e. V. Der Kulturverein hat neben seinen Veranstaltungen und Hobbyzirkeln auch eine große Sparte „Gesundheits- und Rehasport“. Er ist Träger der Landesarbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde in Mecklenburg-Vorpommern und Träger des Dorf Museum Lohmen. Auch der Verein Protour e. V., der sich mit der Entwicklung kommunaler und regionaler Tourismus- und Marketingkonzepte befasst, hat seinen Sitz in Lohmen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfschulzen und Bürgermeister

  • 1595 - 0000 Claus Rolof [39]
  • 1860 - 1866 Wischmann.[40]
  • 1866 - 1866 Fritz Roloff.
  • 1907 - 1918 Johann Schult, tritt mit 72 Jahren zurück.
  • 1918 - 1919 Hans Peters
  • 1919 - 0000 Richard Cords

Persönlichkeiten, die in Lohmen tätig waren.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Abzweigung der Verbindungsstraße von Goldberg (Bundesstraße 192) nach Bützow sowie nach Güstrow. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in der 15 Kilometer entfernten Kreisstadt Güstrow. Nach Güstrow gelangt man mit dem Bus, welcher jedoch nur an Wochentagen verkehrt.

Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Charte von den Besitzungen des Klosters Dobbertin, Abteilung I. 1822, enthält Lohmen, Altenhagen angefertigt nach den vorhandenen Gutskarten Anno 1822 durch I. H. Zebuhr.
  • Offizielle Rad- und Wanderkarte des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide, 2010.
  • Preußische Landes-Aufnahme 1880, Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin 1882, Dobbertin Nr. 946.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Koch: Lohmen. Kleine Chronik einer Gemeinde im Herzen Mecklenburgs. Heft 3/Teil 1, Lohmen 2016.
  • Heinz Koch: Lohmen. In: Die Bauern- und Waldarbeiterdörfer im Naturpark und seinem Umfeld. Heft 7 (Aus Kultur und Wissenschaft), Hrsg.: Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, Karow 2012, S, 98–101.
  • Fred Beckendorff, Reinhard Schaugstat: Lohmen. In: Die Dorf-, Stadt- und Klosterkirchen im Naturpark und seinem Umfeld. Heft 3 (Aus Kultur und Wissenschaft), Hrsg.: Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, Karow 2003, S. 46–47.
  • Fred Ruchhöft: Die Entwicklung der Kulturlandschaft im Raum Plau-Goldberg im Mittelalter. Hrsg.: Kersten Krüger/Stefan Kroll: Rostocker Studien zur Regionalgeschichte. Band 5, Rostock 2001. ISBN 3-935319-17-7
  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Mecklenburg-Vorpommern. München, Berlin 2000 ISBN 3-422-03081-6 S. 312.
  • ZEBI e. V., START e. V.: Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Güstrow. Bremen, Rostock 1997, S. 57–58.
  • Herbert Remmel: Landschaft mit Herz, Lohmen und dass Dobbertiner Seengebiet. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 1996, 13, S. 13.
  • Wilhelm Mastaler: Die Wassermühlen des Kreises Güstrow. Güstrow 1990.
  • Franz Engel: Deutsche und slawische Einflüsse in der Dobbertiner Kulturlandschaft. Siedlungsgeographie und wirtschaftliche Entwicklung eines mecklenburgischen Sandgebietes. Kiel 1934, Schriften des Geographischen Instituts der Universität Kiel, Band II, Heft 3.
  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. IV. Band: Die Amtsgerichtsbezirke Schwaan, Bützow, Sternberg, Güstrow, Krakow, Goldberg, Parchim, Lübz und Plau. Schwerin 1901, Neudruck 1993 ISBN 3-910179-08-8 S. 382–387.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ungedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landeshauptarchiv Schwerin
    • LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin.
    • LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Dobbertin.
    • LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin.
    • LHAS 5.11-2 Landtagsverhandlungen, Landtagsversammlungen, Landtagsprotokolle und Landtagsbeschluß.
    • LHAS 5.12-4/3 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Abt. Siedlungsamt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lohmen (Mecklenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2017 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. MUB I. (1863) Nr. 343.
  3. LHAS 2.12-3/2 Klöster und Ritterorden, Dobbertin. Nr. 299 Patronatskirchen des Klosters.
  4. MUB I. (1863) Nr. 425.
  5. MUB I. (1863) Nr. 469.
  6. MUB II. (1864) Nr. 983.
  7. Paul Kühnel: Die slawischen Ortsnamen in Mecklenburg. MJB 46 (1881) S. 86.
  8. Heinz Koch: Lohmen. 2012, S. 98.
  9. LHAS 10.63-1 Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Nr. 275 Clagebuch des Klosters Dobbertin 1593 - 1598.
  10. LHAS 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nr. 4698.
  11. http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/7_tage/7-Tage-im-Auftrag-des-Herrn,sendung626726.html
  12. MUB I. (1863) Nr. 469.
  13. MUB II. (1863) Nr. 1110.
  14. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3297.
  15. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 19. November 1799, Nr. 2.
  16. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 21. November 1804, Nr. 7.
  17. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 28. November 1811, Nr. 2.
  18. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 2. Dezember 1814, Nr. 6.
  19. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3305.
  20. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3301.
  21. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 4702.
  22. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 14. November 1905, Nr. 19.
  23. Heinz Koch: Altenhagen. 2012, S, 48.
  24. MUB I. (1863) Nr. 343.
  25. MUB I. (1863) Nr. 469.
  26. MUB I. (1863) Nr. 469.
  27. LHAs 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 99.
  28. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster /Klosteramt Dobbertin. Nr. 135.
  29. MUB II. (1874) Nr. 1110.
  30. Heinz Koch: Nienhagen 2012, S. 120.
  31. LHAS 3.1-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 4105.
  32. Horst Alsleben: Die Glocken der Dobbertiner Kirche im Nienhäger See versenkt. SVZ Lübz 16. Dezember 1994, Mecklenburg-Magazin 23. Dezember 1994.
  33. MUB I. (1863) Nr. 469.
  34. MUB II. (1864) Nr. 1440.
  35. LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin. Regesten Nr. 81.
  36. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 4121.
  37. Heinz Koch: Oldenstorf. 2012, S. 124, 125.
  38. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 4111.
  39. LHAS 10.63-1 Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Nr. 275 Clagebuch Kloster Dobbertin 1593 - 1598.
  40. LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 450 Schulzenamt 1856 - 1921.
  41. Horst Alsleben: Lohmens dichtender Pfarrer. SVZ Schwerin, Mecklenburg-Magazin, 13. April 2018.