Lokaltermin (Stanisław Lem)

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Lokaltermin ist ein Roman von Stanisław Lem aus dem Jahr 1982, in dem der Weltraumpilot Ijon Tichy die Hauptrolle spielt. Die deutsche Übersetzung von Hubert Schumann erschien 1987.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Rückkehr zur Erde fährt Tichy zum Urlaub in die Schweiz, wo er von einer Behörde (dem Ministerium für Außerirdische Angelegenheiten) erfährt, die sich der extraterrestrischen Diplomatie verschrieben hat und in einem riesigen Computer versucht, die Geschichte ferner Völker und Planeten zu simulieren.

In seinen Sterntagebüchern hat Tichy von seiner Reise zu Entia berichtet, war jedoch nicht auf Entia selbst, sondern lediglich auf einem Entia umkreisenden Vergnügungssatelliten gelandet, wie er bei einem Besuch des MfAA erfährt. Zunächst betreibt Tichy in der Schweiz akribische Studien zu Entia, mit der Absicht Entia später selbst zu bereisen.

Während der Reise auf die Entia unterhält sich Ijon Tichy mit den Persönlichkeitskopien von Karl Popper, Paul Feyerabend, Bertrand Russell und zuletzt William Shakespeare.

Im letzten Teil des Romans kommt Tichy nach einer langen Raumfahrt in Entia an und besucht die beiden dort ansässigen von Vögeln abstammenden Völker, die Kurdländer und die Losannier. Die Kurdländer wohnen in Riesenechsen, den sogenannten Stadtschreitwerken. Die Losannier haben ihre Umwelt mit intelligenten Nanobots, den Gripsern, ausgestattet, die Gewalt und Leid verhindern.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stanisław Lem: Lokaltermin. Roman (= Phantastische Bibliothek. Bd. 200). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-518-37955-0.