Lola Artot de Padilla

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Lola Artôt de Padilla
vor September 1905
Lola Artòt de Padilla vor 1930

Lola Artôt de Padilla (* 5. Oktober 1876 in Sèvres bei Paris; † 12. April 1933 in Berlin; eigentlich Dolores de Padilla) war eine französisch-spanische Sopranistin, die aber hauptsächlich in Deutschland auftrat.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Tochter der bekannten belgischen Mezzosopranistin Désirée Artôt de Padilla und des spanischen Baritons Mariano Padilla y Ramos (1842–1906) erhielt sie ein exklusives Gesangsstudium bei ihrer Mutter und erlebte ihr Debüt 1902 in einem Konzert in Paris. Nach Gastspielen am Hoftheater in Wiesbaden (in der Titelrolle von Ambroise Thomas' Mignon), an der Königlichen Oper in Stockholm und an der Philharmonie in Warschau wurde sie 1905–1908 an der Komischen Oper in Berlin engagiert. Hier war sie an der Uraufführung der Oper Romeo und Julia auf dem Dorf von Frederick Delius beteiligt.

Nach einjähriger Gastspielreise in Europa wurde sie 1909 als Charaktersopranistin Mitglied des Ensembles des Königlichen Opernhauses in Berlin und erhielt 1913 den Titel einer königlich preußischen Kammersängerin. Hier sang sie 1911 in der Erstaufführung des Rosenkavalier von Richard Strauss den Octavian, im gleichen Jahr die Gänsemagd in Engelbert Humperdincks Königskinder, 1916 den Komponisten in Ariadne auf Naxos von Richard Strauss, 1921 in der Premiere der Oper Turandot von Ferruccio Busoni. Außerdem gastierte sie in Holland und Skandinavien. 1927 verließ sie die Theaterbühne, wo sie sich vor allem als Mozart-Interpretin bewiesen hatte (so u.a. als Cherubino und Gräfin in Figaros Hochzeit und als Zerlina in Don Giovanni). Weiterhin gestaltete sie in einem breiten Repertoire erfolgreich verschiedenste Rollen: Marie in Bedřich Smetanas Verkaufter Braut, Charlotte in Jules Massenets Werther, Micaela in Georges Bizets Carmen, Amelia und Oscar in Ein Maskenball und Violetta in La Traviata von Giuseppe Verdi. Zuletzt wirkte sie in Berlin als Gesangspädagogin.

Ihre letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]