London Underground S Stock

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London Underground S Stock
S Stock at platform.jpg
Hersteller: Bombardier Transportation
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Breite: 2.920 mm
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Stromsystem: 630 V DC
Stromübertragung: 2 Stromschienen (positiv und negativ)
Sitzplätze: 268 (S7), 306 (S8)

Der London Underground S Stock ist eine Baureihe von elektrischen Triebzügen, die auf der Circle Line, District Line, Hammersmith & City Line und der Metropolitan Line der Londoner U-Bahn eingesetzt werden. Auf der Metropolitan Line werden Fahrzeuge mit acht Wageneinheiten (S8) und auf den übrigen Linien solche mit sieben Wagen (S7) eingesetzt. Das S leitet sich aus dem Einsatzgebiet (Unterpflasterlinien, engl. subsurface) ab.

Daten und Fakten[Bearbeiten]

Der S Stock ist Teil der Bombardier-Movia-Familie. Von 2010 bis 2013 wurden 133 S7-Einheiten und 58 S8-Einheiten ausgeliefert.

Die Fahrzeuge sind klimatisiert und besitzen Nutzbremsen, die 20 % der Bremsenergie zurückgewinnen und ins Netz einspeisen.

Die Züge können mit 1,3 m/s² schneller beschleunigen als die bisherigen Baureihen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 62 mph (100 km/h) beschränkt, was 8 mph langsamer ist als die Höchstgeschwindigkeit des A Stock, allerdings schneller als der C Stock oder der D Stock. Werden alte und neue Züge zusammen betrieben, muss die Leistung des S Stocks zurückgefahren werden, damit keine Lücken im Betriebsablauf entstehen.

Die S8-Züge haben mit 306 Sitzplätzen weniger als der ältere A Stock (448 Sitzplätze), jedoch verfügt der S Stock über 25 % mehr Stehplätze und hat mehr Raum für Kinderwagen und Rollstühle.

Neu ist für London Underground, dass es keine abgetrennten Wagen mehr gibt und ein Durchgang durch den gesamten Zug möglich ist. Der gesamte Zug ist videoüberwacht; der Fahrer kann sehen, was hinter ihm passiert.

Die Züge besitzen ein modernes Fahrgastinformationssystem (kurz FIS, engl. passenger information system), das die gewöhnlichen automatischen Ansagen und Punktlicht-Anzeigetafeln an folgenden Orten beinhaltet:

  • dreizeilige Anzeigen außen an den Zugenden: Linie, Ziel und (bei der Metropolitan Line) Betriebsart (fast, semi-fast, stopping at all stations)
  • einzeilige Anzeigen an jedem Wagen außen, sichtbar vom Bahnsteig aus: Linie, Ziel und Betriebsart
  • einzeilige Anzeigen im Zug: jeweils angepasst: Linie, Ziel, Betriebsart, aktueller Bahnhof, nächster Bahnhof, Sicherheitshinweise

Wie in der Metropolitan Line üblich, befinden sich in den S8-Zügen neben den seitlichen Längssitzen (engl. longitudinal seating), die an einigen Stellen eingeklappt werden können, um mehr Platz für Rollstühle, Kinderwagen und Stehplätze zu erhalten, einige Vierergruppen-Sitze, also Sitzplätze mit der oder gegen die Fahrtrichtung (engl. reverse seating), da durch die Länge der Metropolitan Line in die Vororte im Nordwesten die Längssitze auf Dauer unbequem werden. Bei der S7-Variante wird auf reverse seats vollständig verzichtet. [1][2][3][4][5][6][7][8]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: London Underground S Stock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Metro - London, United Kingdom. Bombardier. Abgerufen am 27. Januar 2011.
  2. Metropolitan Line air-conditioned Tube trains launched. In: BBC News, 2. August 2010. Abgerufen am 30. Januar 2010. 
  3. Transforming the Tube (PDF; 5,6 MB) Transport for London. July 2008. Abgerufen am 28. Mai 2009.
  4. London Underground Metropolitan Line S8 Vehicle Stock - Rail Vehicle Accessibility (Non-Interoperable Rail System) Regulations 2010 - Application for Exemption from Schedule 1 Part 1 - Boarding Devices. Department for Transport. 4. August 2010. Archiviert vom Original am 7. Oktober 2010. Abgerufen am 8. Februar 2011.
  5. Transport for London Website über den Tube Upgrade Plan, abgerufen 1. September 2011
  6. Transport for London Website über den Tube Upgrade Plan, abgerufen 1. September 2011
  7. Transport for London Website über den Tube Upgrade Plan, abgerufen 1. September 2011
  8. Transport for London Website über den Tube Upgrade Plan, abgerufen 1. September 2011