Lone Survivor (Film)

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Filmdaten
Deutscher TitelLone Survivor
OriginaltitelLone Survivor
Lone Survivor.svg
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2013
Länge121 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegiePeter Berg
DrehbuchPeter Berg
ProduktionSarah Aubrey,
Randall Emmett,
Akiva Goldsman,
Norton Herrick,
Stephen Levinson,
Barry Spikings,
Mark Wahlberg
MusikSteve Jablonsky, Explosions in the Sky
KameraTobias A. Schliessler
SchnittColby Parker Jr.
Besetzung
Synchronisation

Lone Survivor ist ein US-amerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahr 2013. Regie führte Peter Berg, der auch das Drehbuch schrieb. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Tatsachenbericht des ehemaligen United States Navy SEALs Marcus Luttrell. Die Hauptrollen spielten Mark Wahlberg, Taylor Kitsch, Emile Hirsch, Ben Foster und Eric Bana.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Krieges in Afghanistan führen die amerikanischen Streitkräfte am 28. Juni 2005 die Operation Red Wings durch, deren Ziel die Tötung oder Gefangennahme des Talibananführers Ahmad Shah ist.

Das Team besteht aus den vier Navy SEALs Marcus Luttrell, Michael „Mike“ Murphy, Danny Dietz und Matthew „Axe“ Axelson. Luttrell und Axelson sind Scharfschützen, Dietz für die Kommunikation verantwortlich und Murphy Anführer. Die Gruppe wird nachts per Helikopter in sicherer Entfernung zum Dorf, in dem Shah sich aufhält, abgesetzt und marschiert von dort zu einem Beobachtungspunkt an einem Berghang oberhalb des Dorfes. Auf dem Weg dorthin berichten sie regelmäßig per Funk an die vorgeschobene Basis in Dschalalabad, wo ein Unterstützungsteam bereitsteht um im Notfall schnell eingreifen zu können. Weitere Verstärkung wird in Bagram stationiert. Am Beobachtungspunkt angekommen entdeckt das Team Shah im Dorf, kann dies jedoch nicht umgehend melden, da die Berge den Funk stören. Bald darauf werden sie von afghanischen Ziegenhirten entdeckt, die sie zunächst festhalten. Da die Mission bereits jetzt zu scheitern droht, versuchen sie den Leiter der Operation Lieutenant Commander Erik Kristensen in Bagram per Satellitentelefon zu erreichen. Nach einiger Diskussion beschließen sie, die Hirten gehen zu lassen. Diese benachrichtigten umgehend lokale Talibankräfte, so dass das SEAL-Team binnen einer Stunde von feindlichen Kräften angegriffen wird. Im darauf folgenden Feuergefecht werden zunächst Dietz, dann Murphy und schließlich Axelson getötet. Weil die Apache-Kampfhubschrauber nicht rechtzeitig bereitstehen, fliegt Kristensen mit einigen SEALs und Mitgliedern des 160th Special Operations Aviation Regiments mit einem MH-47 Chinook eine Rettungsmission. Bei versuchten Absetzen der Männer wird der Hubschrauber von einer RPG abgeschossen, wobei alle 16 Soldaten an Bord getötet wurden.

Luttrell überlebte die Operation als einziger schwer verletzt und wird von Einheimischen aus einem anderen Dorf aufgenommen und vor den Taliban beschützt. Die Dorfbewohner benachrichtigen die nächste US-Basis, so dass er nach sechs Tagen von amerikanischen Soldaten gerettet werden kann.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die amerikanischen Kritiken zum Film fielen tendenziell positiv aus. So erreichte der Film bei Rotten Tomatoes basierend auf 202 Kritiken eine Durchschnittswertung von 75 %.[2] Bei Metacritic lag die Durchschnittsbewertung bei 60 %, basierend auf 44 Kritiken.[3]

Die Kritiken deutschsprachiger Publikationen fielen gemischter aus. Laut Filmstarts sei Lone Survivor zwar ein „intensiver Nonstop-Survival-Actioner“, letztlich jedoch eine „propagandistische Ode an die Navy SEALs“, die von einer „unreflektierten Machohaltung geprägt“ sei.[4] Lone Survivors „plumper Hurra-Amerika-Militarismus“ sei für (deutsche) Zuschauer nur schwer zu ertragen.[4] Der Filmdienst beschreibt Lone Survivor als einen „auf realen Erlebnissen beruhende[n] Kriegsfilm“, welcher die „soldatische Kameradschaft geradezu religiös“ verkläre und die Soldaten zu „gepeinigten Märtyrern“ stilisiere.[5] Der Inszenierung gelinge es nicht, „das Innenleben der Männer auszuleuchten“, auch weise sie nicht den Mut auf, „den Film aus der Grauzone des Propagandistischen herauszuhalten“.[5] Barbara Schweizerhof lobte den Film in der Kritik für die Spex hingegen als einen der „interessantesten Kriegsfilme der letzten Jahre“.[6] Positiv hob sie neben den Leistungen der Schauspieler vor allem die „detailverliebte Tontechnik“ und „präzise Schnittchoreografie“ hervor, welche die Kämpfe „fast unerträglich nah“ an das Publikum heranbrächten.[6] OutNow.ch resümierte, dass der Film zwar die US-Soldaten in den Mittelpunkt stelle, „während die Taliban hinter ihren Bärten anonym bleiben“, doch er überzeuge „in seiner Machart, der Dramatik und dem Schauspiel“.[7] Peter Berg habe einen „guten Weg“ gefunden, um Kriegsfilme auch fürs „Mainstream-Pubilkum“ interessant zu machen.[7] Marlene Blenig schrieb auf Filmering.at, dass Lone Survivor „seit längerem wieder einmal ein sehenswertes Leinwandschauspiel des Genres“ sei, das zwar hierzulande aufgrund des „nichtvergleichbaren Bezug[s] zum Afghanistankrieg“ möglicherweise nicht dieselbe „Begeisterungswelle“ wie in den USA auslösen werde, Genre-Fans aber nicht enttäusche.[8] Außerdem würden Zuschauer, die „aus Interesse an der wahren Begebenheit“ das Kino besuchen, mit einem „emotionsreichen Ende“ belohnt.[8]

Vor allem in den Vereinigten Staaten lief der Film sehr erfolgreich an. Weltweit hatte Lone Survivor bei einem Produktionsbudget von 40 Mio. US-Dollar mit Stand vom September 2015 über 149 Mio. US-Dollar eingespielt.[9]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle[10] Darsteller[10] Synchronsprecher[11]
Marcus Luttrell Mark Wahlberg Oliver Mink
Michael "Mike" Murphy Taylor Kitsch Stefan Günther
Danny Dietz Emile Hirsch Nils Dienemann
Matt Axelson Ben Foster Hubertus von Lerchenfeld
Erik Kristensen Eric Bana Benjamin Völz
Shane Patton Alexander Ludwig Max Felder
Sergeant Hasslert Jerry Ferrara Maximilian Laprell

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marcus Luttrell hat zu Beginn des Filmes einen Cameoauftritt als SEAL namens Frankie. Unter anderem verschüttet dieser am Frühstückstisch absichtlich seinen Kaffee und befiehlt dem SEAL-Neuling Shane Patton in einer Art Initiationsritual als „ersten Missionsauftrag“, sauberzumachen.[12]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscarverleihung 2014

Critics’ Choice Movie Awards 2014

  • Auszeichnung in der Kategorie Bester Actionfilm
  • Auszeichnung in der Kategorie Bester Schauspieler in einem Actionfilm für Mark Wahlberg

Screen Actors Guild Awards 2014

  • Auszeichnung in der Kategorie Bestes Stuntensemble in einem Film

Las Vegas Film Critics Society Awards 2013

  • Auszeichnung als Bester Actionfilm[14]
  • Platz 10 der Top 10 Films des Jahres 2013[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Lone Survivor. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Januar 2014 (PDF; Prüf­nummer: 142 805 K).
  2. Lone Survivor bei Rotten Tomatoes (englisch), abgerufen am 25. Juli 2015.
  3. Lone Survivor bei Metacritic (englisch), abgerufen am 25. Juli 2015.
  4. a b Lone Survivor. In: filmstarts.de, abgerufen am 25. Juli 2015.
  5. a b Lone Survivor. In: filmdienst.de, abgerufen am 25. Juli 2015.
  6. a b Spex No. 351, März 2014, Seite 73.
  7. a b Lone Survivor. In: outnow.ch, abgerufen am 25. Juli 2015.
  8. a b Lone Survivor. In: filmering.at, abgerufen am 25. Juli 2015.
  9. Lone Survivor. In: boxofficemojo.com, abgerufen am 7. September 2015 (englisch).
  10. a b Besetzung und Crew für „Lone Survivor“. Internet Movie Database, abgerufen am 27. April 2016.
  11. in der Deutschen Synchronkartei
  12. Lone Survivor (2014) In: historyvshollywood.com, abgerufen am 25. Juli 2015 (englisch).
  13. a b Nominees for the 86th Oscars. In: Oscars.org. 16. Januar 2014, abgerufen am 16. Januar 2014 (englisch).
  14. a b Ryan Adams: Las Vegas Film Critics Awards. In: Awards Daily. 18. Dezember 2013, abgerufen am 16. Januar 2014 (englisch).