Longinus-Rotunde (Prag)

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Die Longinusrotunde in der Neustadt

Die romanische Longinus-Rotunde (Rotunda sv. Longina) ist ein romanisches Kirchengebäude aus dem 12. Jahrhundert in der tschechischen Hauptstadt Prag.

Sie liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stephanskirche und hat als Pfarrkirche der 933 erstmals erwähnten Siedlung Rybníček gedient. Sie stellt heute den ältesten erhaltenen Bau der Prager Neustadt dar. Ihr ursprüngliches Stephanspatrozinium ging auf die neue Kirche über und die Rotunde wurde dem heiligen Longinus geweiht. Wohl in diesem Zusammenhang erhielt sie ein gotisches Maßwerkfenster. Im 17. Jahrhundert wurde die im Vergleich mit ähnlichen Rotunden übergroße Laterne aufgesetzt. Im Inneren befindet sich ein Barockalter aus dem Jahr 1762.[1]

Die Rotunde wurde 1782 profaniert und zwischenzeitlich als Lagerraum genutzt, 1844 jedoch wieder konsekriert. An der Westseite wurde ein Langhaus angebaut, das bei der Restaurierung 1929 wieder abgerissen wurde. Sie ist heute eine der Pfarr- und Friedhofskirchen der Prager Neustadt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Longinusrotunde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Radomíra Sedládková. Architekturführer Prag. Ostfildern 1997. S. 29

Koordinaten: 50° 4′ 35,5″ N, 14° 25′ 32,2″ O