Lorde

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lorde (Begriffsklärung) aufgeführt.
Lorde bei den ARIA Music Awards (2013)

Lorde [lɔːrd][1] (* 7. November 1996[2] in Devonport, Auckland; eigentlicher Name Ella Marija Lani Yelich-O’Connor[3]) ist eine neuseeländische Musikerin.

Der Künstlername Lorde (mit stummem ‚e‘) ist auf ihr Interesse für Aristokratie und Königshäuser zurückzuführen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lorde ist eines von vier Kindern (ein Sohn und drei Töchter) der Poetin Sonja Yelich und des Bauingenieurs Vic O’Connor. Die Familie ist kroatischer und irischer Abstammung.[4][5]

Beginn ihrer Karriere (2009–2011)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Teilnahme an einem Talentwettbewerb an ihrer Schule in Belmont war der Beginn ihrer Karriere. Ein Videoauszug gelangte an Universal Music, welche sie im Alter von zwölf Jahren unter Vertrag nahmen und fortan ihre Entwicklung unterstützen.[6][7] 2011 stellte Lorde die ersten Songs fertig. Hierbei liege ihr der Text besonders am Herzen, der von ihrer Mutter stammt. Zusammen mit Joel Little als Produzent setzte Lorde die Songs musikalisch um. Little schrieb und produzierte Songs für die Elektropop-Band Kids of 88, wurde jedoch erst 2000 als Sänger der Pop-Punk-Band Goodnight Nurse berühmt.

Internationaler Durchbruch (seit 2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2012 veröffentlichte sie ihre erste EP mit dem Titel The Love Club frei im Internet. Innerhalb kurzer Zeit wurden die fünf Titel 20.000-mal abgerufen und Lorde wurde weit über Neuseeland hinaus bekannt.[8] Im Frühjahr 2013 wurde die EP offiziell bei iTunes angeboten. Sie erreichte Platz zwei der neuseeländischen Albumcharts. Der Song Royals der EP wurde zu einem Nummer-eins-Hit der Singlecharts, hielt sich drei Wochen an der Spitze und wurde mit Dreifachplatin ausgezeichnet.[9] Bis zu diesem Zeitpunkt wurde das zugehörige Video bei YouTube über fünfzig Millionen Mal aufgerufen [10] und auf der Musikplattform Soundcloud eine weitere Dreiviertelmillion Mal.

Im Mai 2013 folgten ihre ersten Auftritte in Neuseeland und Australien, welche alle ausverkauft waren.[11][12] Kurz darauf erschienen zwei neue Songs in Neuseeland. Tennis Court erreichte erneut Platz eins. Anfang Juli wurde ihr erster Song Royals in den USA veröffentlicht und feierte einen enormen Erfolg. Das Lied stieg kontinuierlich in den Charts und erreichte Ende September 2013, als erster neuseeländischer Interpret[2], Platz eins der US-Singlecharts. Royals wurde, durch neun Wochen an der Spitze der Charts, zu dem zweiterfolgreichsten Lied des Jahres 2013 in den USA. Weltweit stiegen die Zugriffe bei YouTube auf über 15 Millionen.

Zur selben Zeit wurde das Debütalbum Pure Heroine veröffentlicht, das außer den beiden Nummer-eins-Hits nur neue Lieder enthielt. Vorab konnte sich der Song Team in den Charts platzieren. Das Album stieg Anfang Oktober auf Platz eins in Neuseeland und Australien, sowie auf Platz drei in den USA ein. Team entwickelte sich in Neuseeland und den USA zum Top-Ten-Hit.

Ende 2013 wurde Lorde für vier Grammy Awards nominiert, dreimal für Royals und einmal für das Album Pure Heroine. Bei der Grammy-Verleihung 2014, bei der sie auch selbst mit dem Song Royals auftrat, bekam sie zwei Auszeichnungen: in der Hauptkategorie Song des Jahres und für die beste Pop-Darbietung.

2014 sang sie den Soundtrack Yellow Flicker Beat von Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1.

In den Folgen „Die Cissy“ (Staffel 18, Folge 3; Erstausstrahlung Oktober 2014), „Hashtag »Aufwärmen«“ (Staffel 18, Folge 9; Erstausstrahlung Dezember 2014) und in weiteren Folgen der 18. Staffel der Serie South Park wird sie und die Rolle der Musikindustrie an ihrer Karriere parodiert.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[13] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US AustralienAustralien AU NeuseelandNeuseeland NZ
2013 Pure Heroine 13 Gold
(42 Wo.)
14 Platin
(27 Wo.)
8
(41 Wo.)
4 Gold
(51 Wo.)
3 3-fach-Platin
(107 Wo.)
1 3-fach-Platin
(58 Wo.)
1 5-fach-Platin
(78 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. September 2013
Verkäufe: + 2.600.000
2017 Melodrama 11
(9 Wo.)
8
(5 Wo.)
7
(6 Wo.)
5
(… Wo.)
1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
1 Gold
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2017
Verkäufe: + 47.500

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[13] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US AustralienAustralien AU NeuseelandNeuseeland NZ
2013 The Love Club EP 23
(16 Wo.)
21 7-fach-Platin
(42 Wo.)
2 Platin
(41 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. März 2013
Verkäufe: + 565.000

weitere EPs

  • 2013: Tennis Court EP

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[13] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US AustralienAustralien AU NeuseelandNeuseeland NZ
2013 Royals
Pure Heroine
8 Gold
(33 Wo.)
2
(26 Wo.)
3 Gold
(31 Wo.)
1 Platin
(34 Wo.)
1 7-fach-Platin
(44 Wo.)
1 1 6-fach-Platin
(51 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Juni 2013
Verkäufe: + 8.670.000
Tennis Court
Pure Heroine
83
(1 Wo.)
78
(3 Wo.)
71
(18 Wo.)
20 3-fach-Platin
(22 Wo.)
1 Doppelplatin
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Juni 2013
Verkäufe: + 320.000
Team
Pure Heroine
20 Gold
(26 Wo.)
10
(20 Wo.)
14
(18 Wo.)
29 Silber
(9 Wo.)
6 4-fach-Platin
(38 Wo.)
19 Doppelplatin
(23 Wo.)
3 Platin
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. September 2013
Verkäufe: + 3.440.000
Ribs2
Pure Heroine
29
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 2013
2014 Royals/White Noise 72
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Februar 2014
(Live-Medley mit Disclosure feat. AlunaGeorge)
Glory and Gore
Pure Heroine
68
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. März 2014
Yellow Flicker Beat
The Hunger Games: Mockingjay, Pt. 1
38
(7 Wo.)
35
(3 Wo.)
27
(6 Wo.)
71
(3 Wo.)
34
(9 Wo.)
25 Gold
(6 Wo.)
4 Platin
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. September 2014
Verkäufe: + 50.000
2017 Green Light
Melodrama
33
(10 Wo.)
19
(13 Wo.)
19
(12 Wo.)
20 Gold
(18 Wo.)
19
(9 Wo.)
4 Doppelplatin
(20 Wo.)
1 Platin
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. März 2017
Verkäufe: + 660.000
Liability2
Melodrama
86
(1 Wo.)
84
(2 Wo.)
78
(1 Wo.)
42
(1 Wo.)
8 Gold
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. März 2017
Verkäufe: + 7.500
Perfect Places
Melodrama
95
(1 Wo.)
44
(2 Wo.)
11
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Juni 2017
Homemade Dynamite
Melodrama
13
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. August 2017
(Remix feat. Khalid, Post Malone & SZA)
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zum Download bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
2013 The Love Club
The Love Club EP
17 Gold
(9 Wo.)
Charteinstieg: 3. Juni 2013
Verkäufe: + 7.500
Swingin’ Party
The Tennis Court EP
10
(1 Wo.)
Charteinstieg: 17. Juni 2013
Everybody Wants to Rule the World
The Hunger Games: Catching Fire
65
(1 Wo.)
14
(2 Wo.)
Charteinstieg: 25. November 2013
1 In Australien chartete die EP The Love Club EP in den Singlecharts, wodurch die Verkaufszahlen von Royals und The Love Club zu der EP addiert wurden.
2 Promo-Singles.

Chartplatzierungen als Gastmusikerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[13] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US AustralienAustralien AU NeuseelandNeuseeland NZ
2015 Team Ball Player Thing 2
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. September 2015
(mit #KiwisCureBatten)
Magnets
Caracal
71
(2 Wo.)
14 Platin
(12 Wo.)
2 Doppelplatin
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. September 2015
(Disclosure feat. Lorde); Verkäufe: + 130.000

weitere Lieder

  • 2013: Bravado
  • 2013: Buzzcut Season
  • 2013: No Better

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Silver disc icon.png Silber Gold record icon.svg Gold Platinum disc icon.png Platin Quellen
AustralienAustralien Australien 0 1 18 aria.com.au
DeutschlandDeutschland Deutschland 0 3 0 musikindustrie.de
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 0 3 19 nztop40.co.nz
OsterreichÖsterreich Österreich 0 0 1 ifpi.at
SchweizSchweiz Schweiz 0 1 0 hitparade.ch
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0 0 14 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 2 1 bpi.co.uk
Insgesamt 1 10 53

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lorde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 5 things to know about Lorde The Washington Post, 24. Oktober 2013
  2. a b Lorde celebrates 17th birthday after MOMA bash, TV NZ, 7. November 2013.
  3. Here Is Lorde’s Birth Certificate, The Hairpin, 28. Januar 2014.
  4. Lordes Abstammung
  5. Lordes Biografie
  6. People I met and liked: Lorde, katherine is awesome (Blog), 24. Januar 2013.
  7. Taking Flight: 16-year-old Ella Yelich-O’Connor vs. Lorde, Popstar, Pigeons and Planes, Mai 2013.
  8. Everybody, Meet Lorde. She’s New. One Trick Pony.
  9. The Official NZ Music Charts
  10. YouTube-Video zu „Royals“
  11. Lorde: Behind the success story, The New Zealand Herald, 2. Mai 2013.
  12. New Zealand’s Lorde Announces Debut 2013 Australian Tour, Tonedeaf, 10. April 2013.
  13. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US AU NZ