Lorde

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Lorde (2017)

Lorde [lɔːrd] (* 7. November 1996[1] in Devonport, Auckland), eigentlicher Name Ella Marija Lani Yelich-O’Connor,[2][3] ist eine neuseeländisch-kroatische[4] Elektropop-Musikerin.

Der Künstlername Lorde (mit stummem „e“) ist auf ihr Interesse für Aristokratie und Königshäuser zurückzuführen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lorde ist eines von vier Kindern (ein Sohn und drei Töchter) der Poetin Sonja Yelich (Kroatisch: Sonja Jelić) und des Bauingenieurs Vic O’Connor. Die Familie ist kroatischer und irischer Abstammung.[5][6]

Beginn ihrer Karriere (2009–2011)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Teilnahme an einem Talentwettbewerb an ihrer Schule in Belmont war der Beginn ihrer Karriere. Ein Videoauszug gelangte an Universal Music, welche sie im Alter von zwölf Jahren unter Vertrag nahmen und fortan ihre Entwicklung unterstützen.[7][8] 2011 stellte Lorde die ersten Songs fertig. Hierbei liege ihr der Text besonders am Herzen, der von ihrer Mutter stammt. Zusammen mit Joel Little als Produzent setzte Lorde die Songs musikalisch um. Little schrieb und produzierte Songs für die Elektropop-Band Kids of 88, wurde jedoch erst 2000 als Sänger der Pop-Punk-Band Goodnight Nurse berühmt.

Internationaler Durchbruch (seit 2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2012 veröffentlichte sie ihre erste EP mit dem Titel The Love Club frei im Internet. Innerhalb kurzer Zeit wurden die fünf Titel 20.000-mal abgerufen und Lorde wurde weit über Neuseeland hinaus bekannt.[9] Im Frühjahr 2013 wurde die EP offiziell bei iTunes angeboten. Sie erreichte Platz zwei der neuseeländischen Albumcharts. Der Song Royals der EP wurde zu einem Nummer-eins-Hit der Singlecharts, hielt sich drei Wochen an der Spitze und wurde mit Dreifachplatin ausgezeichnet.[10] Bis zu diesem Zeitpunkt wurde das zugehörige Video bei YouTube über fünfzig Millionen Mal aufgerufen[11] und auf der Musikplattform Soundcloud eine weitere Dreiviertelmillion Mal.

Im Mai 2013 folgten ihre ersten Auftritte in Neuseeland und Australien, welche alle ausverkauft waren.[12][13] Kurz darauf erschienen zwei neue Songs in Neuseeland. Tennis Court erreichte erneut Platz eins. Anfang Juli wurde ihr erster Song Royals in den USA veröffentlicht und feierte einen enormen Erfolg. Das Lied stieg kontinuierlich in den Charts und erreichte Ende September 2013, als erster neuseeländischer Interpret[1], Platz eins der US-Singlecharts. Royals wurde, durch neun Wochen an der Spitze der Charts, zu dem zweiterfolgreichsten Lied des Jahres 2013 in den USA. Weltweit stiegen die Zugriffe bei YouTube auf über 15 Millionen.

Zur selben Zeit wurde das Debütalbum Pure Heroine veröffentlicht, das außer den beiden Nummer-eins-Hits nur neue Lieder enthielt. Vorab konnte sich der Song Team in den Charts platzieren. Das Album stieg Anfang Oktober auf Platz eins in Neuseeland und Australien, sowie auf Platz drei in den USA ein. Team entwickelte sich in Neuseeland und den USA zum Top-Ten-Hit.

Ende 2013 wurde Lorde für vier Grammy Awards nominiert, dreimal für Royals und einmal für das Album Pure Heroine. Bei der Grammy-Verleihung 2014, bei der sie auch selbst mit dem Song Royals auftrat, bekam sie zwei Auszeichnungen: in der Hauptkategorie Song des Jahres und für die beste Pop-Darbietung.

2014 kuratierte sie den Soundtrack Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1, worauf auch ihr Song Yellow Flicker Beat zu hören ist.

In den Folgen „Die Cissy“ (Staffel 18, Folge 3; Erstausstrahlung Oktober 2014), „Hashtag »Aufwärmen«“ (Staffel 18, Folge 9; Erstausstrahlung Dezember 2014) und in weiteren Folgen der 18. Staffel der Serie South Park wird sie und die Rolle der Musikindustrie an ihrer Karriere parodiert.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US AustralienAustralien AU NeuseelandNeuseeland NZ
2013 Pure Heroine
UMG / Virgin EMI / Republic
13 Gold
(42 Wo.)
14 Platin
(27 Wo.)
8
(41 Wo.)
4 Platin
(51 Wo.)
3 3-fach-Platin
(107 Wo.)
1 3-fach-Platin
(58 Wo.)
1 5-fach-Platin
(78 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. September 2013
Verkäufe: + 4.010.000
2017 Melodrama
UMG / Virgin EMI / Republic
11
(10 Wo.)
8
(6 Wo.)
7
(7 Wo.)
5 Gold
(21 Wo.)
1 Gold
(43 Wo.)
1 Gold
(39 Wo.)
1 Doppelplatin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2017
Verkäufe: + 705.000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lorde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lorde celebrates 17th birthday after MOMA bash, TV NZ, 7. November 2013.
  2. Here Is Lorde’s Birth Certificate, The Hairpin, 28. Januar 2014.
  3. 5 things to know about Lorde The Washington Post, 24. Oktober 2013
  4. http://www.thedubrovniktimes.com/news/croatia/item/3053-lorde-reveals-that-she-has-croatian-citizenship
  5. Lordes Abstammung
  6. Lordes Biografie
  7. People I met and liked: Lorde, katherine is awesome (Blog), 24. Januar 2013.
  8. Taking Flight: 16-year-old Ella Yelich-O’Connor vs. Lorde, Popstar, Pigeons and Planes, Mai 2013.
  9. Everybody, Meet Lorde. She’s New. One Trick Pony.
  10. The Official NZ Music Charts
  11. YouTube-Video zu „Royals“
  12. Lorde: Behind the success story, The New Zealand Herald, 2. Mai 2013.
  13. Sarah Guppy: New Zealand’s Lorde Announces Debut 2013 Australian Tour. Tone Deaf, 10. April 2013, abgerufen am 25. Mai 2018 (englisch).