Lore Hummel

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Lore Hummel, geb. Guske (* 28. Juli 1915 in Karlsruhe; † 6. November 1997 in Neustadt an der Donau) war eine deutsche Kunstdesignerin, Bilder-/Kinderbuchautorin und -illustratorin.

Leben und künstlerisches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1923 übersiedelte ihre Familie nach Nürnberg. Dort ging sie auch zur Schule und gründete eine Familie. Lore Hummel, die schon als Kind gern und gut gemalt hatte, studierte Kunst zuerst in Nürnberg und nahm ab 1950 privaten Zeichenunterricht bei Wolfgang Felten in München. Bedingt durch die Wirren des Krieges hatte es die Künstlerin nach Altmannstein verschlagen, wo 1939 ihr Sohn, der berühmte Pianist und Komponist Franz Hummel geboren wurde.

Seit Ende der 1950er Jahre illustrierte und schrieb die inzwischen geschiedene Künstlerin (u. a. für den 1948 gegründeten Engelbert Dessart Verlag) zahlreiche Bücher für Kinder und wurde eine der bekanntesten Kinderbuchkünstlerinnen Deutschlands. Ihre fantasievollen Tier-, Elfen- und Zwergenreiche, in die eigene Kindheitsträume eingewoben sind, haben Eingang in viele Kinderzimmer gefunden.[1] Lore Hummel illustrierte ca. 100 Bilder-/Kinderbücher[2], darunter Erzählungen, Märchen, Gebetbücher, Weihnachts- und Osterbücher und vor allem Wichtel-/Zwergengeschichten (vermutlich inspiriert durch die Werke von Ernst Kreidolf und Fritz Baumgarten[3]). Darüber hinaus hat sie zahlreiche Sammelbände mit Liedern, Gedichten und Märchen herausgegeben und gezeichnet sowie Postkarten und Adventskalender (u. a. im 1951 gegründeten Adolf Korch Verlag) gestaltet. Von ihr stammen auch die Entwürfe zu den sogenannten Porzellan Lore-Figuren.[4]

Im Marktmuseum in Altmannstein befindet sich eine Vitrine mit Porzellanfiguren, Originalzeichnungen sowie einigen Bilder-/Kinderbüchern der Künstlerin.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Wiesenfest. Engelbert Dessart, Bad Aiblin 1960.
  • Hoppel Langohr. Eine Hasengeschichte. Obacher Bücher- und Kunstverlag, München 1962.
  • Die Wiesenpost. Ein Tiermärchen. Engelbert Dessert, Mainz 1966.
  • Hänschen klein. Alte Kinderreime. Engelbert Dessart, Bad Aibling 1979.
  • Backe backe Kuchen. Engelbert Dessart, Bad Aibling 1979.
  • Mäusegeschichten. Engelbert Dessart, Bad Aibling 1982.
  • Die drei Zwerge. Engelbert Dessart, Bad Aibling 1982.
  • Zu Bethlehem. Engelbert Dessart, Waldkirchen 1984.
  • Der Schokoladenhase. Engelbert Dessart, Waldkirchen 1986.
  • Im Osterhasenland. Engelbert Dessart, Waldkirchen 1987.
  • Eichhörnchens Reise nach Dripsdrill. Engelbert Dessart, Waldkirchen 1988.
  • Pfifferlein. Engelbert Dessart, Waldkirchen 1988.
  • Auf dem Bauernhof. Engelbert Dessart, Waldkirchen 1988.
  • Der Heilige Abend, nach einer Erzählung von Adalbert Stifter. Engelbert Dessart, Waldkirchen 1988. ISBN 3-89050-375-6.
  • Zur Weihnachtszeit. Engelbert Dessart, München 1995.
  • Segne meine Wege. Engelbert Dessart, München 1996.
  • Alle Jahre wieder. Engelbert Dessart, München 1996.
  • Lieber Gott! Kindergebete. Engelbert Dessart, München 1998.
  • Kunterbunte Kinderwelt. Parabel, Weinheim/Basel 2005.
  • Hasengeschichten. Parabel, Weinheim/Basel 2007.
  • Ferien auf dem Ponyhof. Engelbert Dessart, Waldkirchen o. J.
  • Liebes Osterhäschen. Engelbert Dessart, München o. J.
  • Mein liebstes Märchenbuch. Engelbert Dessart, Waldkirchen o. J.
  • Sandmännlein ist gekommen. Engelbert Dessart, Mainz o. J.
  • Sandmännchens Abenteuer. Engelbert Dessart, Mainz o. J.
  • Stille Nacht. Habel, Königswinter o. J.
  • Wiesengeschichten. Engelbert Dessart, Mainz o. J.
  • Funkenlore. Engelbert Dessart, Waldkirchen o. J.
  • Maxi heißt mein Pudeltier. Engelbert Dessart, Mainz o. J.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kathrin Ballerström: "Kunterbunte Kinderwelt". Leben und Werk von Lore Hummel (1915–1997). Ein Beitrag zur Geschichte der Bilderbuch-/Kinderbuchillustration in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, München 2010 (unveröffentlichte Masterarbeit)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 6. Juni 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.beltz.de
  2. http://www.detlef-heinsohn.de/bb-hummel-htm
  3. vgl. Ballerström 2010, S. 12
  4. http://www.fiebiger.de/neuheiten/lore_hummel.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.fiebiger.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.