Loretta Swit

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Loretta Swit (Mai 2011)
Loretta Swit (September 1989)
Autogramm von Loretta Swit

Loretta Swit (* 4. November 1937 in Passaic, New Jersey) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Swit wurde als Tochter polnischer Immigranten geboren, ihr Vater war Polsterer, ihre Mutter Hausfrau. Sie studierte gegen den ausdrücklichen Willen ihrer Eltern[1] Schauspielerei an der American Academy of Dramatic Arts in Manhattan. Dabei lernte sie Gene Frankel kennen, an dessen Repertory Theatre sie ihre Lehrzeit absolvierte und den sie später zu ihrem Manager machte.

Zunächst war Swit als Theaterschauspielerin erfolgreich und tourte mit dem Ensemble von Any Wednesday durch die USA. 1975 spielte sie ihre erste Rolle in einem Broadway-Stück, als sie in Same time, next year die Hauptrolle der Doris von Ellen Burstyn übernahm, die dafür zuvor mit einem Tony Award ausgezeichnet worden war.[2]

Daneben spielte sie unter anderem in Fernsehserien wie Hawaii Fünf-Null oder Mannix. Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in der Erfolgsserie M*A*S*H als Major Margaret "Hotlips" Houlihan. Nach Alan Alda, der in allen 251 Episoden der Serie mitspielte, hatte Swit die meisten Auftritte (240) in den 11 Staffeln der Serie. Nur Alda und Swit spielen sowohl in der Pilotfolge als auch in der Abschlussfolge mit.

1981 spielte sie die Rolle der Cagney in dem Fernsehfilm, der als Vorlage für die Serie Cagney und Lacey diente, konnte aber aufgrund ihres Vertrages bei M*A*S*H die Rolle nicht fortführen. In der schwarzen Komödie Zu spät – Die Bombe fliegt (Whoops Apocalypse) spielte sie 1986 in einer Hauptrolle die US-amerikanische Präsidentin.

Im Jahr 2009 war sie erneut in einem Broadway Musical zu sehen und spielte im Klassiker 42nd Street von Chris Manos, mit dem sie eine langjährige Freundschaft verbindet.[3]

Privatleben[Bearbeiten]

Von 1983 bis 1995 war Swit mit dem Schauspieler Dennis Holahan verheiratet.[4] Sie engagiert sich sehr für den Tierschutz und wurde vom Animal Protection Institute of America zur "Frau des Jahres" ernannt. Als Hobby malt sie seit Jahrzehnten mit Wasserfarben und Kohle.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1969–1972: Hawaii Fünf-Null (Hawaii Five-0, Fernsehserie, 4 Folgen)
  • 1970: Mannix (Fernsehserie, 2 Folgen)
  • 1970: Kobra, übernehmen Sie (Mission: Impossible, Fernsehserie, eine Folge)
  • 1970: Rauchende Colts (Gunsmoke, Fernsehserie, 3 Folgen)
  • 1971: Sheriff Cade (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1971: The Bold Ones: The New Doctors (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1972: Fireball Forward (Fernsehfilm)
  • 1972: Bonanza (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1972: Jede Stimme zählt (Stand Up and Be Counted)
  • 1972–1973: Love, American Style (Fernsehserie, 2 Folgen)
  • 1972–1983: M*A*S*H (Fernsehserie, 256 Folgen)
  • 1973: Deadhead Miles
  • 1973: Der Chef (Ironside, Fernsehserie, eine Folge)
  • 1973: Shirts/Skins (Fernsehfilm)
  • 1974: Sadomona – Insel der teuflischen Frauen (Policewomen)
  • 1974: Tony Orlando and Dawn (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1974: Petrocelli (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1974: Der Superschnüffler (Freebie and the Bean)
  • 1975: Der letzte Ritt der Daltons (The Last Day, Fernsehfilm)
  • 1975: It’s a Bird … It’s a Plane … It’s Superman! (Fernsehfilm)
  • 1975: Vier im rasenden Sarg (Race with the Devil)
  • 1975: Rickles (Fernsehfilm)
  • 1976: Good Heavens (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1977: Gangster im OP (The Hostage Heart, Fernsehfilm)
  • 1977–1984: Love Boat (The Love Boat, Fernsehserie, 4 Folgen)
  • 1979: Supertrain (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1979: Mirror, Mirror (Fernsehfilm)
  • 1979: Stürzende Mauern (Friendships, Secrets and Lies, Fernsehfilm)
  • 1979: Valentine (Fernsehfilm)
  • 1980: The Love Tapes (Fernsehfilm)
  • 1981: S.O.B. – Hollywoods letzter Heuler (S.O.B.)
  • 1981: Cagney & Lacey (Fernsehserie, Pilotfilm)
  • 1982: Mehr als ein Olympiasieg (The Kid from Nowhere, Fernsehfilm)
  • 1982: Der hohe Preis der Karriere (Games Mother Never Taught You, Fernsehfilm)
  • 1983: First Affair (Fernsehfilm)
  • 1983: The Best Christmas Pageant Ever (Fernsehfilm)
  • 1985: The Execution (Fernsehfilm)
  • 1985: Sam (Fernsehfilm)
  • 1985: B.I.E.R. (Beer)
  • 1985: Miracle at Moreaux (Fernsehfilm)
  • 1986: Schatzsuche in den Tiefen des Atlantiks (Dreams of Gold: The Mel Fisher Story, Fernsehfilm)
  • 1988: Eine verhängnisvolle Erfindung (14 Going on 30, Fernsehfilm)
  • 1988: Die Bombe fliegt (Whoops Apocalypse)
  • 1989: Junge Schicksale (ABC Afterschool Specials, Fernsehserie, eine Folge)
  • 1990: A Matter of Principle (Fernsehfilm)
  • 1991: Höllenwut (Hell Hath No Fury, Fernsehfilm)
  • 1992: Batman (Batman: The Animated Series, Fernsehserie, eine Folge, Stimme)
  • 1992: A Killer Among Friends (Fernsehfilm)
  • 1992: The Big Battalions (Miniserie, 2 Folgen)
  • 1994: Mord ist ihr Hobby (Murder, She Wrote, Fernsehserie, eine Folge)
  • 1995: Burkes Gesetz (Burke’s Law, Fernsehserie, eine Folge)
  • 1996: Forest Warrior
  • 1997: Cow and Chicken – Muh-Kuh und Chickie (Cow and Chicken, Fernsehserie, eine Folge, Stimme)
  • 1998: Diagnose: Mord (Diagnosis Murder, Fernsehserie, eine Folge)
  • 1998: Beach Movie

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Sie erhielt 1989 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame sowie zwei Emmys (1980, 1982) und drei People's Choice Awards für ihre Auftritte bei M*A*S*H. 1991 folgte der Sarah Siddons Award für ihre Arbeit am Chicagoer Theater. Außerdem wurden sie mit dem Genie Award und dem Silver Satellite Award ausgezeichnet.

Bücher[Bearbeiten]

  • Loretta Swit, Ellen Appel: "A Needlepoint Scrapbook". Doubleday, 1986
  • Loretta Swit: "Whoops apocalypse". Carlton Publishing, 1986
  • Randy Grim, Melinda Roth, Loretta Swit: "Don't Dump the Dog: Outrageous Stories and Simple Solutions to Your Worst Dog Behavior Problems". Skyhorse Publishing, 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Loretta Swit – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Success brought pain and torment to M*A*S*H star Loretta Swit". Weekly World News, 21. Juli 1980, S.5
  2. Loretta Swit and the jellybean. The Dispatch, 13. Dezember 1975
  3. Interview with Loretta Swit (”Hot Lips” Houlihan), at Fox Theatre July 28-August 2 for “42nd Street”
  4. Eintrag bei filmreference.com