Los Pepes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Los Pepes (von span. Perseguidos por Pablo Escobar, Verfolgte durch Pablo Escobar) waren eine kolumbianische paramilitärische Todesschwadron. Ihr Ziel war die Beseitigung von Pablo Escobar, der führenden Person des Medellín-Kartells, einem Zusammenschluss verschiedener Kokainproduzenten und -schmuggler. In einem Interview mit der kolumbianischen Nachrichtenmagazin Semana behauptet Fidel Castaño, er sei der Gründer der Los Pepes.[1]

Gegründet wurde die Vereinigung Anfang der 1990er Jahre vom konkurrierenden Cali-Kartell, ehemaligen Partnern Escobars (besonders Diego Murillo Bejarano, genannt Don Berna oder Cdte. Adolfo Paz) und Paramilitärs (Castaño Brüder, Gründer der Autodefensas Unidas de Colombia (AUC)). Der Grund war die von Escobar angeordnete Ermordung der Anführer des Moncada- und des Galeano-Clans in Escobars Gefängnis La Catedral. Es wurde mehrfach vermutet, dass sowohl kolumbianische als auch US-amerikanische Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden die Vereinigung unterstützten.

Los Pepes waren für die Ermordung von über 300 Gefolgsleuten und Verwandten von Escobar verantwortlich. Nach Escobars Tod 1993 gingen die Pepes in der Autodefensas Unidas de Colombia auf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William Aviles: Global Capitalism, Democracy, and Civil-Military Relations in Colombia. Suny Press, 2007, ISBN 9780791467008, S. 115–116.
  • Peter Dale Scott: Drugs, Oil, and War: The United States in Afghanistan, Colombia, and Indochina. Rownman & Littlefield, 2003, ISBN 9780742525221, S. 88.
  • William Avilés: Paramilitarism and Colombia's Low-Intensity Democracy. Journal of Latin American Studies, Bd. 38, Nr. 2 (Mai, 2006), S. 379–408 (JSTOR).
  • Mark Bowden: Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron. Berlin Verlag, Berlin 2001, ISBN 9783827001641.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. YO FUI EL CREADOR DE LOS PEPES semana.com, vom 27. Juni 1994 (spanisch)