Los Santos (Kolumbien)

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Los Santos
Koordinaten: 6° 45′ N, 73° 6′ W
Karte: Santander
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Los Santos
Los Santos auf der Karte von Santander
Colombia - Santander - Los Santos.svg
Die Lage der gesamten Fläche der Gemeinde Los Santos auf der Karte von Santander
Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Santander
Stadtgründung 1750
Einwohner 12.299 (2016)
Stadtinsignien
Flag of Los Santos (Santander).svg
Los santos escudo.jpg
Detaildaten
Fläche 302 km2
Bevölkerungsdichte 41 Ew./km2
Höhe 1310 m
Stadtgliederung 29 Veredas
Zeitzone UTC−5
Stadtvorsitz Jaime Arenas Rueda (2016–2019)
Website www.lossantos-santander.gov.co
Blick auf Los Santos
Blick auf Los Santos
Straße von Los Santos
Straße von Los Santos
Kirche von Los Santos
Kirche von Los Santos

Los Santos ist eine Gemeinde (municipio) in Kolumbien im Departamento de Santander. Sie erstreckt sich über das Hochplateau La Mesa de Los Santos (Tisch von Los Santos). Das gleichnamige Dorf mit Sitz der kommunalen Einrichtungen liegt etwa 62 km von Bucaramanga entfernt.[1] In der gesamten Gemeinde leben 12.299 Einwohner, im urbanen Teil der Gemeinde (cabecera municipal) 1.927 (Stand 2016).[2] Der Ort wurde 1750 von Vicente Rueda und Bartolomé Mantilla gegründet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Los Santos liegt in der Provincia de Soto in Santander auf einer Höhe von 1310 m ü. NN in der Ostkordillere der Anden und hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von etwa 21 °C. Die Gemeinde grenzt im Norden an Girón und Piedecuesta, im Süden an Jordán und Villanueva, im Osten an Aratoca und im Westen an Zapatoca.[3]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besitzt 29 Bezirke, sogenannte veredas. Einer dieser Bezirke ist das Dorf an sich, das sich weiter in 4 Stadtviertel sogenannten barrios unterteilt.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Los Santos war vor der Ankunft der Spanier vom indigenen Volk der Guanes besiedelt. Mitte des 18. Jahrhunderts gab es bereits eine erste Kapelle. Seit 1826 gab es in Los Santos eine eigene Kirchengemeinde. [5]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bergbau stellt die größte Einkunftsquelle der Region dar. Vor allem wird Gips abgebaut, der zur Zementherstellung verwendet wird. In der Landwirtschaft werden neben Tabak, durch den die Mehrheit der Einwohner ihren Lebensunterhalt verdient, auch Kaffee, Yuca, Mais und verschiedene Obstsorten angebaut. Die Rinder- und Hühnerzucht stellt neben der Landwirtschaft eine weitere Einkommensquelle der Bürger dar.[6]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bietet einen Kletterpark namens „La mojarra“ und Höhlenwanderungen an, bei denen Malereien der Guanes, ein indigenes Volk, das dieses Gebiet bewohnt hat, besichtigen kann. Der Nationalpark Chicamocha ist von La Mesa de Los Santos über eine Gondelbahn zu erreichen, mit der man den Cañón del Chicamocha und den gleichnamigen Fluss überqueren kann.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Los Santos besitzt eine Verkehrsanbindung über Busse nach Piedecuesta und Bucaramanga. Innerhalb der Gemeinde fahren vereinzelt Busse um auch abgelegene Teile zu erreichen. Trotzdem stellt für die dort wohnende Bevölkerung das Motorrad das Hauptverkehrsmittel dar. Mit Elektrizität wird das Dorf durch Überlandleitungen von Bucaramanga kommend versorgt. Aufgrund von Stürmen kommt es des Öfteren zu Stromausfällen. Ein Aquädukt versorgt das Dorf mit Wasser, das allerdings nicht trinkbar ist. Zurzeit wird ein Projekt angegangen, das die Bewohner von Los Santos mit Trinkwasser versorgen soll (Stand 2013). Im ländlichen Raum versorgen sich die Bewohner vor allem durch freie Quellen oder Brunnen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Los Santos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]. In: Homepage der Gemeinde Los Santos. Abgerufen am 27. März 2014.
  2. Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien auf der offiziellen Seite vom DANE
  3. Informationen zur Geographie auf der Website von Los Santos (spanisch)
  4. http://www.lossantos-santander.gov.co/territorios.shtml
  5. Informationen zur Geschichte auf der Website von Los Santos (spanisch)
  6. Informationen zur Wirtschaft auf der Website von Los Santos (spanisch)