Lotte de Beer

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Lotte de Beer (* 11. August[1][2] 1981[3]) ist eine niederländische Opernregisseurin. Am 6. Oktober 2020 wurde sie von Staatssekretärin Andrea Mayer als Nachfolgerin von Robert Meyer als künstlerische Leiterin der Wiener Volksoper ab der Saison 2022/23 präsentiert.[4]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lotte de Beer begann ihre Ausbildung in Maastricht, wo sie Klavier und Gesang und später Schauspiel studierte. An der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten, der Hochschule der Künste in Amsterdam, studierte sie Regie, das Studium schloss sie 2009 ab.[5][6]

Nach dem Studium wurde sie von Peter Konwitschny für mehrere Produktionen im deutschsprachigen Raum engagiert. An der Oper Leipzig gab sie mit Clara S. von Nicoleta Chatzopoulou ihr Debüt und inszenierte unter anderem Janaceks Das schlaue Füchslein.[5] Gemeinsam mit Steven Sloane gründete sie 2010 die Amsterdamer Compagnie Operafront, deren künstlerische Leitung sie übernahm.[5][6]

An der Wiener Kammeroper inszenierte sie 2013 La Bohème und 2016 La Traviata, am Theater an der Wien 2014 Les pêcheurs de perles und 2019 Tschaikowskis Die Jungfrau von Orléans.[5] Für Les pêcheurs de perles am Theater an der Wien wurde sie für den Österreichischen Musiktheaterpreis 2016 für die beste Regie nominiert.[7] Bei den Bregenzer Festspielen setzte sie 2017 Moses in Ägypten in Szene.[5]

Als Regisseurin war sie außerdem an der Bayerischen Staatsoper in München tätig und inszenierte beispielsweise Humperdincks Hänsel und Gretel an der Nationale Opera en Ballet in Amsterdam, Boulevard Solitude am Det Kongelige Teater in Kopenhagen, Così fan tutte am Staatstheater Braunschweig, Die arabische Prinzessin sowie Lulu an der Oper Leipzig, Carmen am Aalto-Theater Essen und Der fliegende Holländer am Musiktheater Malmö sowie Händels Alcina an der Deutschen Oper am Rhein sowie Didone abbandonata von Niccolò Jommelli am Theater Basel und Verdis Don Carlos an der Staatsoper Stuttgart.[5][6]

Im Oktober 2020 wurde sie von Staatssekretärin Andrea Mayer für die Dauer von fünf Jahren zur künstlerischen Leiterin der Wiener Volksoper bestellt. Sie soll ab der Saison 2022/23 beginnend mit 1. September 2022 Robert Meyer in dieser Funktion nachfolgen. Der Findungskommission gehörten Elisabeth Sobotka, Karin Bergmann, der Geschäftsführer der Bundestheater-Holding Christian Kircher und Jürgen Meindl an, für die Position gab es 33 Bewerbungen.[3]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Niederländerin Lotte de Beer übernimmt 2022 die Wiener Volksoper. In: Tiroler Tageszeitung. 6. Oktober 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.
  2. Pressekonferenz mit Staatssekretärin Andrea Mayer am 6. Oktober 2020
  3. a b Lotte de Beer wird neue Direktorin der Wiener Volksoper. In: Wiener Zeitung. 6. Oktober 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.
  4. Georg Leyrer, Peter Temel: Lotte de Beer leitet ab 2022 die Wiener Volksoper. In: Kurier.at. 6. Oktober 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.
  5. a b c d e f g h Lotte de Beer wird neue Direktorin der Wiener Volksoper. In: Die Presse. 6. Oktober 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.
  6. a b c Deutsche Oper am Rhein: Lotte de Beer. In: operamrhein.de. Abgerufen am 6. Oktober 2020.
  7. a b Österreichischer Musiktheaterpreis: Nominierungen 2016 (Memento vom 27. Juni 2016 im Internet Archive)
  8. 2015 | Opera Awards Opera Awards. Abgerufen am 6. Oktober 2020.
  9. 2020 | Opera Awards Opera Awards. Abgerufen am 6. Oktober 2020.