Lou Bega

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Lou Bega by Slawek.JPG
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
A Little Bit of Mambo
  DE 3 Gold 26.07.1999 (18 Wo.) [1]
  CH 1 Platin 01.08.1999 (32 Wo.) [2]
  AT 1 Gold 01.08.1999 (16 Wo.) [3]
  UK 50 18.09.1999 (2 Wo.) [4]
  US 3 3-fach-Platin 25.09.1999 (46 Wo.) [5]
Ladies and Gentlemen
  CH 23 10.06.2001 (9 Wo.) [2]
  AT 31 10.06.2001 (3 Wo.) [3]
Free Again
  CH 78 06.06.2010 (1 Wo.) [2]
Singles
Mambo No. 5
  DE 1 3-fach-Platin 03.05.1999 (28 Wo.) [1]
  CH 1 Doppelplatin 09.05.1999 (50 Wo.) [2]
  AT 1 Platin 30.05.1999 (23 Wo.) [3]
  UK 1 Platin 14.08.1999 (11 Wo.) [4]
  US 3 06.09.1999 (22 Wo.) [5]
I Got a Girl
  DE 19 10.09.1999 (12 Wo.) [1]
  CH 20 03.10.1999 (23 Wo.) [2]
  AT 19 19.09.1999 (8 Wo.) [3]
  UK 55 06.12.1999 (1 Wo.) [4]
Tricky Tricky
  US 74 07.02.2000 (3 Wo.) [5]
Gentleman
  DE 35 11.05.2001 (9 Wo.) [1]
  CH 62 13.05.2001 (12 Wo.) [2]
  AT 16 13.05.2001 (12 Wo.) [3]
Just a Gigolo / I Ain’t Got Nobody
  DE 94 03.08.2001 (1 Wo.) [1]
Bachata
  DE 100 25.08.2006 (1 Wo.) [1]
Boyfriend
  DE 71 21.05.2010 (1 Wo.) [1]
Sweet Like Cola
  DE 38 06.08.2010 (5 Wo.) [1]
[1][5][4][2][3][6]

Lou Bega (* 13. April 1975 in München als David Lubega) ist ein deutscher Latin-Pop-Sänger. Er ist insbesondere für seinen Song Mambo No. 5 (A Little Bit Of …) bekannt.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Begas ugandischer Vater und seine italienische Mutter waren beide in den 1970er Jahren nach Deutschland gekommen. Als Jugendlicher verbrachte er einige Jahre in Miami. Als 16-Jähriger veröffentlichte er dort 1991 unter dem Pseudonym A.R.T. feat. Moe D. Cay die Single I need you! auf Virgin Records.

Der Durchbruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Rückkehr nach München lernte er den Manager Goar B. (Goar Biesenkamp) kennen. In gemeinsamer Arbeit mit dem Komponisten Christian Pletschacher alias „Zippy“ und den Produzenten Achim Kleist und Wolfgang von Webenau entstand der Song Mambo No. 5. Der Song ist ein Cover des gleichnamigen Stücks von Pérez Prado aus dem Jahr 1952, dem Bega Text und eine neue Refrainmelodie hinzufügte. Dabei stand bei der Produktion des Songs gar nicht fest, ob der Song überhaupt veröffentlicht werden sollte.[7]

Mambo No. 5 wurde im Sommer 1999 zu einem Welthit. In Deutschland belegte er elf Wochen Platz 1 der Singlecharts und erreichte zweifachen Platinstatus. Es folgten Platzierungen an der Spitze der Charts in über 20 Ländern, so z. B. in Frankreich, den Niederlanden, in Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland, Finnland, Norwegen und Schweden. In den US-amerikanischen Billboard-Charts stieg die Single bis auf Platz 3. Insgesamt verkaufte sich die Single weltweit über 8 Millionen Mal. Auch das zugehörige Album A Little Bit of Mambo erreichte in zahlreichen Ländern Platz 1 und in den USA Platz 3 und Dreifachplatin.

Giovanni Zarrella, Jana Ina und Lou Bega bei einer Pressekonferenz zur Show "Festival" von "Holiday on Ice"

Seine zweite Single I Got a Girl erreichte in fünf Ländern die Top 20 der Charts. Die dritte Single Tricky Tricky belegte Platz 18 der kanadischen und Platz 75 der US-amerikanischen Billboard-Charts. Es folgte Platz 11 der französischen Charts mit dem Titel Mambo Mambo.[8]

Im Jahr 2000 erhielt Bega den deutschen Musikpreis „ECHO“ in zwei Kategorien und war fünfmal nominiert. Nominiert wurde er ebenfalls für den „Grammy“ und in Cannes wurde er mit dem „World Music Award“ ausgezeichnet. Preise wie „Blockbuster Entertainment Award“ in Los Angeles, „Festival Bar“ in Verona/Italien, der „Amadeus Award“ in Wien sowie ein dritter Platz beim „BunteNew Faces Award“ in Berlin folgten.

Durch den großen Erfolg des ersten Albums und besonders seiner Hitsingle wird Lou Bega oft als One-Hit-Wonder bezeichnet oder wahrgenommen,[9][10] was den Musiker verärgert: „Natürlich ist jeder andere Song neben Mambo No. 5 ein Misserfolg.“[11]

Weitere Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Computerspiel Das Dschungelbuch der Walt Disney Company nahm Lou Bega den Titelsong und ein Musikvideo auf.

Auf dem Album Ladies and Gentlemen befindet sich unter anderem das Duett Baby Keep Smiling, das Lou Bega mit dem mittlerweile verstorbenen kubanischen Künstler Compay Segundo von Buena Vista Social Club aufgenommen hat.

Im Mai 2010 erschien das Album Free Again, aus dem die Singles Boyfriend und Sweet Like Cola ausgekoppelt wurden. Sie konnten in den deutschen Charts Platz 71 bzw. 37 belegen.[12] 2013 folgte das Album A little bit of 80's, auf dem er Pophits coverte, etwa von Culture Club, Sade und KC & the Sunshine Band.

Bega arbeitet seit 2002 auch für das deutsche Dance-Projekt Groove Coverage als Komponist. Bislang beteiligte er sich an dreizehn Songs der Band. Seine erfolgreichste Komposition für Groove Coverage war der Song God is a Girl aus dem Jahr 2002. Bis heute hat die Band weit über 13 Millionen Tonträger weltweit verkauft.

Liveshows und Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu seinen zahlreichen Konzerten zählen eine USA-Tour mit Cher, bei der Bega als „Special Guest“ auftrat,[13] Auftritte in Südamerika und auf dem indischen Subkontinent. Bega trat auch wiederholt für internationale Unternehmen, Fürsten und bei Corporate Events auf. Vom marokkanischen König wurde er für eine Geburtstagsfeier gebucht.[14] Lou Bega war zu Gast in vielen US-amerikanischen Fernsehshows und Specials, unter anderem The Tonight Show, Ally McBeal, Motown Live, Jenny Jones und The Queen Latifah Show. Bei Wetten, dass..? war Lou Bega der einzige Künstler, der – mit Mambo No. 5 - einen Song gleich zweimal sang.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 kam es über die Frage nach den Nutzungsrechten an Mambo No. 5 zu einem Rechtsstreit zwischen Bega und der Erbin von Perez Prado: Bega und sein Koautor Pletschacher forderten erfolglos die Feststellung, dass sie gemeinsam die alleinigen Urheber des Hits seien.[15][16]

Aktuell wohnt Lou Bega in seinem Haus in Berlin-Zehlendorf.

Lou Bega (1999)
Lou Bega (2014)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: A Little Bit of Mambo
  • 2001: Ladies and Gentlemen
  • 2006: Lounatic
  • 2010: Free Again
  • 2013: A Little Bit Of 80s
  • 2016: Best of - Seine größten Hits

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: I Need You (als A.R.T. feat. Moe D. Cay)
  • 1999: Mambo No. 5
  • 1999: I Got a Girl
  • 2000: Tricky, Tricky
  • 2000: Mambo Mambo
  • 2001: Gentleman
  • 2001: Just a Gigolo
  • 2006: Bachata
  • 2006: You Wanna Be Americano
  • 2007: Conchita (feat. Klazz Bros. & Cuba Percussion)
  • 2010: Boyfriend
  • 2010: Sweet Like Cola
  • 2011: This Is Ska
  • 2013: Give It Up
  • 2014: Vamos A La Playa

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lou Bega – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i musicline.de: [1]
  2. a b c d e f g hitparade.ch: [2]
  3. a b c d e f austriancharts.at: [3]
  4. a b c d theofficialcharts.com: [4]
  5. a b c d billboard.com: http://www.billboard.com/song/lou-bega/mambo-no-5-a-little-bit-of/2749211#/search/lou%20bega (Memento vom 28. Oktober 2009 im Internet Archive)
  6. Auszeichnungen: DE AT CH UK US
  7. http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/podcast-lou-bega.html Lou Bega Interview im Bonedo-Podcast
  8. lescharts.com: [5]
  9. [6] Bild.de: „Die größten One Hit Wonder aller Zeiten“
  10. [7] Meto: „Top 10 One Hit Wonders“
  11. [8] Express: Lou Bega: Mein Leben nach dem Sommer-Hit
  12. http://www.officialcharts.de/suche.asp?search=lou+bega&x=0&y=0&country=de Media Control Charts
  13. http://www.sueddeutsche.de/muenchen/lou-bega-gegen-perez-prado-juristentanz-um-mambo-no-1.751835
  14. [9] SZ: "Der Mambo-König tanzt wieder"
  15. [10] SZ: „Juristentanz um Mambo No. 5“
  16. http://www.telemedicus.info/urteile/Urheberrecht/Musikwerke/810-BGH-Az-I-ZR-4906-Mambo-No.-5.html