Louis Félix Marie Franchet d’Espèrey

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Louis Félix Marie Franchet d’Espèrey

Louis Félix Marie Franchet d’Espèrey (* 25. Mai 1856 in Mostaganem, Algerien; † 3. Juli 1942 in Albi) war ein französischer General und Marschall von Frankreich.

Biografie[Bearbeiten]

Der als Sohn eines Kolonialoffiziers geborene Franchet d’Espèrey schloss die Offiziersschule von St.-Cyr im Jahre 1876 ab. Anschließend diente er in Indochina, in China während des Boxeraufstandes 1900 und in Marokko.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 kommandierte Franchet d’Espèrey während der Schlacht von Charleroi und bei St. Quentin das I. Korps. Ab 3. September 1914 war er als Nachfolger des glücklosen General Lanrezac Oberbefehlshaber der 5. Armee. Die 5. Armee war entscheidend in der Marneschlacht und der Schlacht an der Aisne beteiligt. Zwischen März 1916 und Mai 1918 kommandierte er zwei Heeresgruppen. Zuerst führte er die Heeresgruppe Ost in Lothringen und ab Januar 1917 die Heeresgruppe Nord an der Somme.

Unter seiner Führung erfolgte die Niederlage am Chemin des Dames im Verlauf der zweiten Schlacht an der Aisne, welche zur Meuterei der Truppen führte. Am 17. Juni 1918 wurde er von der Westfront abberufen und löste General Adolphe Guillaumat als Oberbefehlshaber der alliierten Truppen an der mazedonischen Front ab.

Am 15. September 1918 begann eine Großoffensive gegen die Heeresgruppe Scholtz der Mittelmächte. Bulgarien war gezwungen, aus dem Krieg auszuscheiden; den Erfolg des Durcbruches am Vardar ausnutzend, begann Franchet d’Espèrey einen Sturmlauf durch den Balkan, der erst kurz vor der ungarischen Grenze endete.

Louis Félix Marie Franchet d’Espèrey wurde am 19. Februar 1921 zum Marschall von Frankreich ernannt. 1934 wurde er in die Académie française aufgenommen.

Quellen[Bearbeiten]