Lucía Pinochet

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Lucía Pinochet (2006)

Inés Lucía Pinochet Hiriart (* 14. Dezember 1943) ist eine chilenische Politikerin. Sie ist die älteste Tochter des vormaligen chilenischen Diktators Augusto Pinochet.

Wegen Steuerbetrugs angeklagt, reiste sie in die USA aus und beantragte dort politisches Asyl. Jedoch wurde sie sofort nach Argentinien abgeschoben, wo sie zuletzt ihren Wohnsitz hatte.[1] Bei der Beerdigung ihres Vaters im Dezember 2006 forderte sie die Anwesenden dazu auf, die Flamme der Freiheit seiner Regierung lebendig zu halten.[2]

Am 13. September 2007 kündigte Lucía Pinochet an, dass sie als Unabhängige für einen Sitz im Parlament für einen Wahlkreis in Santiago de Chile kandidiere. Am 5. Oktober 2007 wurden sie, ihre Mutter und ihre Geschwister sowie 16 weitere Personen, unter anderem Generäle, im Rahmen der Riggs-Affäre unter dem Vorwurf der Untreue und Verwendung falscher Pässe verhaftet.[3] Nach zwei Nächten wurden alle auf Kaution aus der Haft entlassen.[4]

Pinochet wurde bei den Kommunalwahlen 2008 als Gemeinderätin für die Gemeinde Vitacura gewählt.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. U.S. sends back Pinochet daughter January 28, 2006 cnn.com
  2. BBC News: Tributes paid at Pinochet funeral, 12. Dezember 2006, abgerufen am 16. April 2010
  3. WELT: Witwe und fünf Kinder Pinochets verhaftet, 5. Oktober 2007, abgerufen am 16. April 2010
  4. Familie von Ex-Diktator Pinochet in Chile gegen Kaution freigelassen brf.be 7. Oktober 2007