Lucas Industries

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Firmengeschichte ab 2000 fehlt, siehe Diskussion
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.
Logo

Lucas Industries plc war ein britischer Hersteller von Automobilzubehör und wichtiger Zulieferer britischer Automobilhersteller.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde von Joseph Lucas und seinem Sohn Harry 1872 unter der Firma Joseph Lucas & Son gegründet. Zu Beginn handelte man mit Waren aus Metall und mit Lampen für Schiffe und Busse. 1902 wurde die Firma in Joseph Lucas Ltd geändert und das Unternehmen spezialisierte sich in den Bereichen Magnetzünder, Verteiler, Scheinwerfer, Scheibenwischermotoren, Startermotoren und ähnlichen Zubehörteilen.

Der Hersteller von Schaltern und Akkumulatoren CAV und Rotax, ein Hersteller von Motorradzubehör wurden 1926 übernommen, der Bremsenhersteller Girling 1929. Den direkten Konkurrenten Simms (mit Produktion von Startermotoren, Zündkerzen, Zündspulen u.a.) übernahm Lucas 1968.[1] Mit zunehmender Größe erreichte Lucas für den britischen Markt eine Bedeutung analog zu Bosch für den deutschen Markt.

1996 fusionierte Lucas Industries mit dem amerikanischen Hersteller Varity zu LucasVarity, der Markenname Lucas wird weitergeführt. 1999 wurde LucasVarity von TRW Automotive übernommen.

Fahrzeugproduktion[Bearbeiten]

Zwischen 1974 und 1980 baute Lucas einige Lieferwagen wie den Ford Transit zu Elektroautos um. Außerdem entstanden einige Taxis, deren fünfsitzige Karosserie von Ogle Design entworfen wurde. Ein Elektromotor mit 60 PS Leistung trieb die Vorderräder an.[2]

Trivia[Bearbeiten]

In den frühen Jahren wurden Scheinwerfer unter dem Markenzeichen King of the Road (engl. König der Straße) vermarktet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Lucas gelegentlich abfällig als Prince of Darkness (engl. Prinz der Dunkelheit) oder als Inventors of Darkness (engl. Erfinder der Dunkelheit) bezeichnet, in Anlehnung an angeblich häufige Ausfälle der Elektrikkomponenten. Es ist unklar, ob diese Kritik berechtigt war, oder ob die Fehler in schlechter Fertigungsqualität des Hauptabnehmers British Leyland zu suchen waren.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lucas Simms Motor
  2.  Harald Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Lucas.