Luchem

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Luchem
Gemeinde Langerwehe
Koordinaten: 50° 49′ 53″ N, 6° 22′ 9″ O
Höhe: 116 m ü. NHN
Fläche: 2,4 km²
Einwohner: 677 (10. Jan. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 282 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52379
Vorwahl: 02423
Wegkreuz

Luchem ist eine Ortschaft am Wehebach und gehört seit 1972 zur Gemeinde Langerwehe im Kreis Düren.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luchem ist der nördlichste Ortsteil von Langerwehe, und an seinem nördlichen Ortsrand verläuft die A 4, unter der drei Brücken nahe beieinander verlaufen: für die Hauptstraße Richtung Lucherberg, für den Wehebach und für einen parallel verlaufenden Mühlenbach, die die Wasserkraft für die örtlichen historischen Wassermühlen am Wehebach lieferten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Werner von Merödgen, genannt Luchem, wird der Ort 1373 erstmals urkundlich erwähnt. Luchem gehörte bis 1972 zum früheren Amt Lucherberg im Kreis Jülich. Bei der kommunalen Neugliederung, die am 1. Januar 1972 in Kraft trat, wurde die A 4 als Grenze zwischen Langerwehe und Inden festgelegt, weswegen Luchem nach Langerwehe eingemeindet wurde.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Langerwehe. Sie wurde am 21. Dezember 2015 zusammen mit der Ortsumgehung Luchem der L 12n eröffnet.[3]

Der nächste Bahnhof ist Langerwehe. Die Bushaltestellen Blumenstraße und Luchem Mitte werden von der AVV-Linie 296 des Rurtalbus bedient.

Linie Verlauf
296 Düren Bf/ZOB – StadtCenter – Kaiserplatz – Gürzenich – Derichsweiler – Schlich – Merode – Pier – Jüngersdorf – Langerwehe Holzstr. – Langerwehe Bf – Luchem – Inden/Altdorf – Lamersdorf – Lucherberg / Frenz

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in Luchem ein vielfältiges Vereinsleben. Die Feuerwehr gab es in Luchem offiziell ab 1927, aber auch vorher wurde schon über die Löschgruppe berichtet. Die erste Nennung war im Jahre 1882. Zusätzlich gab es die „Germania-Schützenbruderschaft“, ein Theater- und Gesangsverein. Nach dem Krieg gründete man neben der Feuerwehr eine Maigesellschaft, diese veranstaltete die erste Kirmes um 1951. Als sich die Maisgesellschaft auflöste fand im Mai 1953 das erste Feuerwehrfest statt, es wurde ein Hahnenkönig gekrönt um die Tradition der „Germania-Schützenbruderschaft“ weiter aufleben zu lassen. Ab diesem Zeitpunkt veranstaltete die Feuerwehr in jedem Jahr am Wochenende vor Christi-Himmelfahrt ein Fest. Am 18. Januar 2000 gründete man eine Feuerwehrkapelle, die bis heute erhalten ist.

Mittlerweile gibt es in Luchem nur noch die „Freiwillige Feuerwehr Luchem“ und den „Musikzug Löschgruppe Luchem“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung nach Ortsteilen. In: langerwehe.de. Gemeinde Langerwehe, abgerufen am 10. Januar 2021.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 306.
  3. A4: Ab Montag neue Anschlussstelle Langerwehe und Ortsumgehung Luchem komplett. In: strassen.nrw.de. Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, 17. Dezember 2015, abgerufen am 22. Dezember 2015.