Luchowizy

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Stadt
Luchowizy
Луховицы
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Moskau
Rajon Luchowizy
Bürgermeister Sewastjan Tektonidi
Erste Erwähnung 1595
Stadt seit 1957
Fläche 15 km²
Bevölkerung 29.850 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1990 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 125 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 49663
Postleitzahl 140500–140503
Kfz-Kennzeichen 50, 90, 150, 190, 750
OKATO 46 230 501
Website www.lukhovitsy.com
Geographische Lage
Koordinaten 54° 59′ N, 39° 2′ OKoordinaten: 54° 59′ 0″ N, 39° 2′ 0″ O
Luchowizy (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Luchowizy (Oblast Moskau)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Moskau
Liste der Städte in Russland

Luchowizy (russisch Лухови́цы) ist eine Stadt in Russland mit 29.850 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1] Sie liegt in der südöstlichen Oblast Moskau, rund 135 km von Moskau und 22 km von der nächsten Großstadt Kolomna entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnhäuser und Kirche in Luchowizy

Der Ort wurde erstmals um 1595 schriftlich erwähnt. Zu dieser Zeit hieß das Dorf Gluchowitschi und gehörte dem Rjasaner Erzbischof. In den folgenden Jahrhunderten war der Ort vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die vergleichsweise günstige Lage zwischen Moskau und Rjasan begünstigte die Ausfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bis nach Moskau.

Eine größere Bedeutung erhielt der Ort mit der Verlegung der Eisenbahnstrecke Moskau–Rjasan, die auch durch Luchowizy führt, in den 1860er Jahren.

Im Zuge der Gebietsreform in den 1920er und 1930er Jahren wurden einige umliegende Dörfer an Luchowizy angeschlossen sowie 1931 der gleichnamige Rajon gebildet, zu dessen Verwaltungszentrum Luchowizy wurde. Seit 1957 hat Luchowizy den Stadtstatus.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt existieren heute mehrere Industriebetriebe, darunter eine Maschinenbaufabrik, eine Ziegelei sowie mehrere Nahrungsmittel- und Textilbetriebe. In der Umgebung der Stadt wird vor allem Landwirtschaft betrieben, außerdem gibt es dort Sand-, Ton-, Kalkstein- und Torflagerstätten.

Verkehrstechnisch ist Luchowizy an die Fernstraße M5 angeschlossen. An der Bahnstrecke Moskau–Rjasan–Kasan hat die Stadt einen Regionalbahnhof unter anderem mit Direktverbindungen zum Moskauer Kasaner Bahnhof. Es existiert zudem eine stillgelegte Stichstrecke zwischen Luchowizy und der etwa 20 km entfernten Stadt Saraisk.

In Luchowizy existiert ein Militärflugplatz, welcher mit der Entwicklung des Kampfflugzeugs Alexejew 150 in Verbindung steht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Luchowizy selbst ist die 1754 erbaute Gottesmutter-von-Kasan-Kirche das bekannteste Bauwerk. 2007 feierte Luchowizy seinen 50. Jahrestag als Stadt. Zu diesem Anlass wurde in der Stadt unter anderem ein Denkmal für die Gurke aufgestellt, jenes Gemüse, das von den Bauern der näheren Umgebung traditionell gerne angebaut wird.

Auch in der näheren Umgebung gibt es einige Sehenswürdigkeiten, darunter das Dorf Dedinowo am Fluss Oka 11 km nordöstlich Luchowizys: Dort hatte es im 17. Jahrhundert eine der ersten Schiffbauwerften Russlands gegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luchowizy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien