Luci van Org

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Luci van Org 2009

Luci van Org (* 1. September 1971 in Berlin; eigentlich Ina Lucia Hildebrand) ist eine deutsche Sängerin, Schriftstellerin, Songwriterin, Musikproduzentin, Drehbuchautorin, Schauspielerin, Moderatorin und Bassistin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luci van Org wurde im Berliner Bezirk Tempelhof geboren. Anfang der 1990er Jahre war van Org als Eena aktiv; unter diesem Pseudonym entstand unter anderem der Song Gates of Eden aus dem Film Go Trabi Go.

Im Jahr 1994 veröffentlichte van Org unter dem Namen Lucilectric, zusammen mit dem Produzenten Ralf Goldkind, ihr bekanntestes Lied Mädchen. Nach der Trennung von Lucilectric arbeitete sie mit ihrer Band Das Haus von Luci. Mit dieser Band veröffentlichte van Org die Alben „Der verbotene Raum“ (2003) und „Der Tod wohnt nebenan“ (2006, als Beilage zum Kurzgeschichtenband „Der Tod wohnt nebenan“). 2007 gründete sie die Band Üebermutter, die mit provozierenden Kostümen und Texten auf sich aufmerksam macht. Das erste Album Unheil, das sich dem Genre der Neuen Deutschen Härte zuordnen lässt, erschien im April 2008. 2010 gründete sie zusammen mit dem Schauspieler und Musiker Roman Shamov (Rummelsnuff, Weird Fishes) das Indie-Elektropop Duo Meystersinger. Unabhängig von einer Plattenfirma, dafür mit teilweise geldlicher Unterstützung von Musikfans (durch Crowdfunding) brachte van Org 2012 das Album Trost sowie 2014 das Album Haifischweide auf den Markt.

Als Songwriterin schreibt van Org Texte und Songs für andere Künstler, unter anderem für Nena (z. B. beim Album Jamma nich) oder die Bands Eisblume oder Panda. Sie arbeitet auch als Musikproduzentin (z.B. für die Band Panda oder Ex- „Supernanny“ Katharina Saalfrank).

Des Weiteren arbeitet van Org als Schauspielerin, Moderatorin, Autorin und Fetisch-Model. Von 1994 bis 2004 war sie Moderatorin der Sendungen Luci in the Sky, Blue Moon mit Luci und Soundgarden beim Radiosender Fritz. Seit 2000 schreibt sie gelegentlich Kolumnen, unter anderem für die Berliner Morgenpost. Sie war in mehreren Kino- und Fernsehfilmen und Fernsehserien als Schauspielerin zu sehen. Zudem ist van Org auch als Drehbuchautorin tätig. Im Jahr 2007 gab sie darin ihr Debüt und war an einer Folge der Serie Notruf Hafenkante beteiligt. Im Jahr darauf schrieb sie das Drehbuch zu zwei Folgen von In aller Freundschaft, 2011 folgte das Drehbuch zum Kinofilm Lollipop Monster und zur ZDF-Kultur-Miniserie „Heim Herd Hund“. Zusammen mit dem Schauspieler Andreas Schmidt schrieb van Org das Theaterstück „Die 7 Todsünden oder die Hochzeit der Wetterfee“, das am 26. November 2006 im „Theater am Kurfürstendamm“ in Berlin uraufgeführt wurde.

2002 veröffentlichte van Org ihre erste Kurzgeschichte in der Anthologie „Taxigeschichten“ (dtv- Verlag), 2006 erschien Ihr erster Kurzgeschichtenband „Der Tod wohnt nebenan“ im Parthas-Verlag. Im Mai 2013 erschien ihr Debüt-Roman Frau Hölle in der Anti-Pop-Reihe des U-Line/Ubooks-Verlags. Ihm folgte 2015 „Schneewittchen und die Kunst des Tötens“, ebenfalls in der Anti-Pop-Reihe von U-Line.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Van Org heiratete 2001 den Regisseur Axel Hildebrand, mit dem sie einen Sohn (* 2004) hat.[1]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film

  • 1996: Liane
  • 1999: Latin Lover
  • 2000: Schrott – Die Atzenposse
  • 2000: Gesteinigt – Der Tod der Luxuslady
  • 2001: Der Vamp im Schlafrock
  • 2002: Führer Ex
  • 2011: Lollipop Monster (Co-Drehbuch mit Ziska Riemann und Nebenrolle als Kunstlehrerin)

Fernsehen

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Eena

  • 18 so What (Single)
  • Welcome to the Sun (Single)
  • Gates of Eden (Single und Soundtrackbeitrag zu Go Trabi Go)

als Luci van Org mit Lucilectric

  • 1994: Mädchen (Album)
  • 1996: Süß und Gemein (Album)
  • 1997: Tiefer (Album)

Luci van Org

  • 1999: Waterfalls (Single)
  • 2000: No Endless Summer (Single; Plewka feat. Luci van Org) [2]
  • 2010: Notaufnahmen (Album mit Coversongs in dem Buch Notbuch)

mit Das Haus von Luci

  • 2003: Der verbotene Raum (Album)
  • 2006: Der Tod wohnt nebenan (Album mit gleichnamigen Buch)

mit Üebermutter

  • 2007: Heim und Herd (Promo-Single)
  • 2008: Unheil (Album) [3]
  • 2008: Wein mir ein Meer (Single)

mit Meystersinger

  • 2012: Trost (Album)
  • 2014: Haifischweide (Album)

Kooperationen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luci van Org – Sammlung von Bildern
  Wikiquote: Luci van Org – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Luci van Org („Lucilectric“) über ihr wildes Leben - „Ich will, dass es knallt“ bild.de vom 31. Juli 2013
  2. discogs.com
  3. laut.de