Lucien Adrion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Lucien Adrion (* 25. Mai 1889 in Straßburg; † 9. August 1953 in Paris) war ein französischer Maler (Öl, Aquarell), der sich insbesondere der Landschaftsmalerei und dem Stillleben verschrieb.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit achtzehn Jahren verließ Adrion 1907 seine Heimatstadt Straßburg und ging nach Paris, wo er als Modezeichner Beschäftigung fand. Adrion reiste nach London, München und Frankfurt. Dort war er, als der Erste Weltkrieg ausbrach und musste nach Berlin gehen, wo er demobilisiert wurde. Adrion studierte dann in Berlin im Studio von Hermann Struck,[1] der auch der Lehrer von Chagall war. Er blieb bis zum Ende des Ersten Weltkriegs in Berlin.

Im Alter von 30 Jahren begann er, signierte Lithographien zu schaffen. Bald nach seiner Rückkehr nach Paris stellte ihn der Händler Chéron im Februar 1921 in einer Einzelausstellung aus. Adrion nahm sich ein Studio im Pariser Viertel Montparnasse und begann mit den jungen osteuropäischen Malern wie Chaim Soutine, Krémègne und Kikoine zu verkehren. Über den lebhaften Stil Adrions schrieb der Kritiker Galtier-Boissiére: „Er hat einen Sinn für die Bewegung der Menschen im Gedränge, für die Bewegung des Lebens.“[2]

Adrion verließ Paris und seine Agenten Chéron und Paris, um in die Normandie zu gehen, deren Landschaften zu seinem Lieblingsgegenstand wurden. Adrion wurde mit diesen Landschaften sehr populär. 1926, im Alter von 37 Jahren, hatte Adrion sein Ausstellungsdebüt im Salon des Indépendants.[2][3]

Von 1940 an stellte er auch im Salon d’Automne und im folgenden Jahr dem Salon des Tuileries aus.

Nach Vollmer[4] gehörte er der Maigruppe an (Groupe de Mai) und war von Maurice Utrillo und Henri Rousseau beeinflusst.

Retrospektiven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adrion, Lucien. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. 13.
  • Adrion, Lucien. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. 229.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lucien Adrion | artnet. Abgerufen am 18. Oktober 2020.
  2. a b Lucien Adrion - Biography. Abgerufen am 18. Oktober 2020 (englisch).
  3. Auktionshaus Mehlis - Auktionen. Abgerufen am 18. Oktober 2020.
  4. Adrion, Lucien. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. 13.
  5. Adrion, Lucien. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. 229.
  6. KuBi Köln. Abgerufen am 18. Oktober 2020.
  7. Arbres en Fleurs - Lot 4. Abgerufen am 18. Oktober 2020.