Lucifer (multinationale Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Lucifer
Allgemeine Informationen
Herkunft Stockholm, Schweden
Genre(s) Doom Metal, Rock
Gründung 2014
Website www.lucifer.church
Aktuelle Besetzung
Gesang
Johanna Sadonis
Schlagzeug
Nicke Andersson (seit 2017)
E-Bass
Alex Mayr (seit 2018)
E-Gitarre
Linus Björklund
E-Gitarre
Martin Nordin (seit 2018)
E-Gitarre
Robin Tiedebrink
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Neta Shimoni
E-Bass
Dino Gollnick
E-Gitarre
Gaz Jennings (bis 2017)
Schlagzeug
Andrew Prestridge (bis 2017)

Lucifer ist eine Doom-Metal- und Rock-Band aus Berlin und London, die im Jahr 2014 gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band wurde im Juni 2014 gegründet, wobei der Gitarrist Gaz Jennings ehemals bei Cathedral tätig war.[1] Die Sängerin Johanna Sadonis und der Schlagzeuger Andrew Prestridge waren zuvor bei The Oath aktiv.[2] Anfang 2015 erschien die Single Anubis, der sich etwas später die zweite namens Izrael anschloss. Ihren ersten Auftritt in Berlin hielt die Band im April 2015 ab. Im September spielte sie im The Borderline in London.[1] Ende Juli hatte die Band eine US-Tournee zusammen mit High on Fire, Pallbearer und Venomous Maximus begonnen.[3] Im selben Jahr erschien das Debütalbum Lucifer I, das mit dem Produzenten Ingo Krauss im Berliner Candy Bomber Studio aufgenommen wurde.[2] Das Album erschien außerdem mit einer limitierten Auflage von 100 Stück, wobei eine Single beigelegt war, die Coverversionen des Angel-Witch-Liedes Loser und des The-Rattles-Songs Devil’s on the Loose enthält.[4]

Nach der Veröffentlichung verließen Jennings und Prestridge die Band. Kurz zuvor zerbrach die Beziehung zwischen Sadonis und Rise-Above-Inhaber und Cathedral-Sänger Lee Dorrian. Sie vermutete, dass Jennings nicht mit der Ex seines Chefs in einer Band spielen wollte. Andrew Prestridge konnte von den Einkünften bei Lucifer seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten.[5] Neu in die Band kamen Johanna Sadonis´ neuer Lebensgefährte Nicke Andersson (u. a. The Hellacopters), die Gitarristen Martin Nordin von der Band Dead Lord sowie Robin Tidebrink und der Bassist Alex Mayr. Im April 2018 wurde die Band vom deutschen Plattenlabel Century Media unter Vertrag genommen.[6] Am 6. Juli 2018 erschien das zweite Studioalbum Lucifer II, das auf Platz 40 der deutschen und Platz 68 der Schweizer Albumcharts einstieg. Lucifer spielten auf dem Hellfest und dem Freak Valley Festival.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Matthias Mader vom Rock Hard will sich die Band vom Begriff des „Occult Rock“ abgrenzen und bezeichnet ihre Musik stattdessen als „Heavy Magic Rock“. Im Interview mit Mader gab Sadonis an, dass sich die Band am Rock der 1970er Jahre und am Doom Metal orientiert.[2] In derselben Ausgabe rezensierte Boris Kaiser zudem das Debütalbum. Lucifer wirke, im Gegensatz zu The Oath, weniger auf die Sängerin ausgerichtet, sondern wie eine Einheit. Das Gitarrenspiel von Gaz Jennings habe einen doomigen Klang. Das Album biete eine Mischung aus Proto-Metal, Doom Metal und Retro Rock.[7] Inhonorus von stormbringer.at schrieb in seiner Albumbesprechung zu Anubis, dass es zurzeit „Retro-Okkult-Bands wie Sand am Meer gibt. Gerade aus Schweden strömen viele Bands über den Musikmarkt herein, doch im Gegensatz zu den vielen, sich oft gleich anhörenden Bands, haben Lucifer etwas besonders Fesselndes und Magisches in ihren Songs. Schon die ersten Klänge der Retro-Okkult-Rocker erinnern an eine moderne Variante von Coven, oder an Bands wie Blood Ceremony, Witch Charmer, Jex Thoth oder Jess and the Ancient Ones.“[8]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[9]
Lucifer II
  DE 40 13.07.2018 (1 Wo.)
  CH 68 15.07.2018 (1 Wo.)
  • 2015: Anubis (Single, Rise Above Records)
  • 2015: Izrael (Single, Rise Above Records)
  • 2015: Lucifer I (Album, Rise Above Records)
  • 2018: Lucifer II (Album, Century Media)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Info. Facebook, abgerufen am 30. November 2015.
  2. a b c Matthias Mader: Lucifer. Zurück ins Mittelalter? In: Rock Hard. Nr. 337, Juni 2015, S. 34 f.
  3. HIGH ON FIRE: New Song 'The Black Plot’ Available For Streaming. Blabbermouth.net, abgerufen am 30. November 2015.
  4. Lucifer (37) – Lucifer I. Discogs, abgerufen am 1. Dezember 2015.
  5. Wolfgang Liu Kuhn: Der Teufel kommt zweimal. In: Rock Hard, Juli 2018, Seite 59
  6. LUCIFER Feat. ENTOMBED, Ex-THE OATH Members: Second Album Due In July. Blabbermouth.net, abgerufen am 22. Juli 2018 (englisch).
  7. Boris Kaiser: Lucifer. Lucifer I. In: Rock Hard. Nr. 337, Juni 2015, S. 78.
  8. Stormbringer.at - Inhonorus: Lucifer-Anubis
  9. Chartquellen: Deutschland / Schweiz