Luciobarbus graellsii

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Luciobarbus graellsii
Kopfpartie von Luciobarbus graellsii

Kopfpartie von Luciobarbus graellsii

Systematik
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Überfamilie: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidea)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Unterfamilie: Cyprininae
Gattung: Luciobarbus
Art: Luciobarbus graellsii
Wissenschaftlicher Name
Luciobarbus graellsii
Steindachner, 1866
Luciobarbus graellsii aus dem italienischen Ombrone-Fluss
Kopfpartie von Luciobarbus graellsii

Luciobarbus graellsii, im Deutschen auch Ebro-Barbe genannt, ist eine Fischart aus der Familie der Karpfen (Cyprinidae), die endemisch auf der Iberischen Halbinsel vorkommt. Die Zugehörigkeit zu den Gattungen Luciobarbus oder Barbus ist noch umstritten und nicht endgültig geklärt.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet ist auf die geographischen Koordinaten 44°N - 41°N, 5°W - 0° beschränkt.[1] Luciobarbus graellsii ist ursprünglich im Nordosten von Spanien beheimatet. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt auf der zum Mittelmeer zugewandten Seite des Ebro und des Ter in Katalonien. Weiterhin kommt die Fischart auf der Atlantikseite im Flussgebiet des Río Asón in Kantabrien vor. Im Jahr 1998 wurde Luciobarbus graellsii in Italien eingeführt. In der Toscana breitete sich die Barbenart in den Flüssen Albegna, Fiora und Ombrone aus. Weiterhin kommt sie in Andorra und im südlichen Frankreich vor.[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luciobarbus graellsii kann bis zu 80 Zentimetern lang werden und ein Lebensalter von 16 Jahren erreichen.[1] Das größte mit der Angel gefangene Exemplar wurde im Jahr 2008 im Ebro gefangen und wog drei Kilogramm bei einer Länge von 60 Zentimetern.[3] An der Seitenlinie finden sich 43 bis 48, zwei bis drei Schuppen.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Barbe hält sich überwiegend im Mittel- und Unterlauf von Flüssen mit mäßiger Strömung auf. Sie bevorzugt Uferpartien mit starker Vegetation und Unterständen.[2]

Luciobarbus graellsii ist omnivor, ernährt sich jedoch hauptsächlich von großen aquatischen Invertebraten und Algen. Die Laichzeit findet von Frühling bis in den Sommer in den Monaten Mai bis August statt. Die geschlechtsreifen Fische wandern stromaufwärts zu ihren Laichplätzen, welche sich in schnellfließenden und engen Gewässerabschnitten mit Kies- oder Felsgrund befinden. Mit etwa vier Jahren und einer Durchschnittslänge von 15 bis 20 Zentimetern werden die Fische geschlechtsreif.

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß IUCN wird die Luciobarbus graellsii der Gattung Luciobarbus zugerechnet[2], die sehr nah mit anderen Barben verwandt ist. Luciobarbus sollte nach Auffassung einiger Ichthyologen eher als Untergattung von Barbus verstanden werden. Die Andalusische Barbe wurde z. B. vormals als Unterart von Luciobarbus bocagei geführt. Luciobarbus graellsii, die sehr nah mit der Albanischen Barbe (barbus albanicus) und etwas weiter mit der Rotschwanz-Barbe (Barbus haasi) verwandt ist, wurde damals in der Gattung Messinobarbus geführt. Jedoch obwohl diese Gattung noch ihre Gültigkeit besitzt, ist es vermutlich falsch, sie Messinobarbus zuzurechnen.

Gefährdungsstatus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß IUCN gilt der Bestand von Luciobarbus graellsii derzeit (Stand 2012) als nicht gefährdet.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Luciobarbus graellsii auf Fishbase.org (englisch)
  2. a b c d http://www.iucnredlist.org/details/2587/0
  3. World Fishing Records Luciobarbus graellsii

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luciobarbus graellsii – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien