Lucius Cornelius Cinna (Prätor 44 v. Chr.)

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Lucius Cornelius Cinna († nach 44 v. Chr.) war ein römischer Politiker der späten Republik.

Der Sohn des gleichnamigen popularen Politikers (Konsul 87 bis 84 v. Chr.) ging nach dem Scheitern von Marcus Aemilius Lepidus’ Versuch, die Verfassung Sullas umzustürzen, 78 v. Chr. zu Sertorius nach Spanien. Seit etwa 73 v. Chr. hielt er sich aber wieder in Rom auf. In deutlich höherem Alter als üblich, weil er als Sohn eines Proskribierten lange kein Amt bekleiden durfte, wurde er während der Herrschaft Gaius Iulius Caesars (der durch die Ehe mit Cinnas Schwester Cornelia sein Schwager gewesen war) 44 v. Chr. Prätor. Er war nicht an der Verschwörung gegen Caesar beteiligt, gab aber seine Zustimmung zu dessen Ermordung zu erkennen. Eine aufgebrachte Volksmenge brachte deswegen den Volkstribun Gaius Helvius Cinna um, den sie mit Cornelius Cinna verwechselte. Cinna wurde noch Ende 44 von Cicero erwähnt. Er oder der gleichnamige Suffektkonsul des Jahres 32 v. Chr. war mit Pompeia, der Tochter des Gnaeus Pompeius Magnus, verheiratet und hatte mit ihr den Sohn Gnaeus Cornelius Cinna Magnus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Henry George Liddell: Cinna, Cornelius. 3. L. Cornelius L.f. L.n. Cinna. In: William Smith (Hrsg.): Dictionary of Greek and Roman Biography and Mythology. Boston 1867, S. 754–755 (online).