Lucius Manlius Torquatus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lucius Manlius Torquatus (* um 108 v. Chr.; † 47 v. Chr.) war ein römischer Politiker.

Er dürfte identisch sein mit dem Proquästor Lucius Manlius, der von 84 bis 81 v. Chr. unter Sulla diente, zuerst im Osten, dann im Bürgerkrieg in Italien. Nach der Prätur (vermutlich 68 v. Chr.) war er wohl Prokonsul der Provinz Asia.

Im Jahr 65 v. Chr. bekleidete Manlius das Konsulat und war anschließend bis Herbst 63 v. Chr. Prokonsul von Makedonien. Vom Senat erhielt er den Titel imperator. Er unterstützte nach seiner Rückkehr den Konsul Marcus Tullius Cicero bei der Niederschlagung der Catilinarischen Verschwörung. Als Schulfreund Ciceros setzte er sich 57 v. Chr. für dessen Rückberufung aus der Verbannung ein.

Im Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius stand Manlius auf der Seite der Pompeianer und wurde im Jahr 48 v. Chr. von Caesar gefangen genommen und ein Jahr später hingerichtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Yasmina Benferhat: Manlius Torquatus (L.). In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques. Band 4, CNRS Éditions, Paris 2005, ISBN 2-271-06386-8, S. 255–256
  • Thomas Robert Shannon Broughton: The magistrates of the Roman republic. Bd. 2. New York, 1952, S. 60, 63, 69, 137–138, 145, 148, 156, 168.
  • Catherine J. Castner: Prosopography of Roman Epicureans from the Second Century B. C. to the Second Century A. D. 2. Auflage, Peter Lang, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-8204-9933-4, S. 40–42