Lucky Numbers

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Film
Deutscher Titel Lucky Numbers
Originaltitel Lucky Numbers
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Nora Ephron
Drehbuch Adam Resnick
Produktion Sean Daniel
Nora Ephron
Jonathan D. Krane
Andrew Lazar
Musik George Fenton
Kamera John Lindley
Schnitt Barry Malkin
Besetzung

Lucky Numbers (Alternativtitel im Fernsehen: Lucky Numbers – Ein Wetterfrosch auf Abwegen) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 2000. Regie führte Nora Ephron, das Drehbuch schrieb Adam Resnick.

Die Geschichte basiert auf einem tatsächlichen Betrugsfall gegen die staatliche Lotterie von Pennsylvania im Jahre 1980, bei dem es – anders als im Film – allerdings kein Happy End gab.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russ Richards (John Travolta), der Wetterfrosch eines Fernsehsenders in Harrisburg, Pennsylvania, wird von seinen Zuschauern als lokale Berühmtheit verehrt. Der Ruhm bringt ihm Vergünstigungen wie einen reservierten Parkplatz und eine eigene Kabine bei Denny's, wo ein Omelett seinen Namen trägt. Sein ewig optimistisches Auftreten täuscht darüber hinweg, dass sein Schneemobil-Handel aufgrund eines ungewöhnlich warmen Winters kurz vor der Pleite steht.

Sein Freund Gig (Tim Roth), ein zwielichtiger Strip-Club-Besitzer, schlägt Russ vor, sich mit einem Versicherungsbetrug von seinen finanziellen Problemen zu befreien. Doch als der Plan nicht aufgeht, steckt Russ noch tiefer in den Schulden und wird zum Ziel eines Auftragskillers namens Dale (Michael Rapaport). Gig schlägt Russ vor, die Pennsylvania-Lotterie mit Hilfe seiner amoralischen Freundin Crystal Latroy (Lisa Kudrow) zu manipulieren, einem ditzigen Model, das die Gewinnzahlen zieht und im Fernsehen verkündet, und ihrem kauzigen Cousin Walter (Michael Moore), der sich als Besitzer des Glücksscheins ausgeben wird.

Ihr Plan funktioniert, doch bevor der 6,4-Millionen-Dollar-Jackpot geknackt werden kann, beginnt sich alles zu entwirren. Zunächst wird Walter gierig, weigert sich, das Gewinnlos an seinen Cousin auszuhändigen, und Crystals körperliche Konfrontation löst Walters letztlich tödlichen Asthmaanfall aus. Der schmierige Bahnhofsmanager Dick Simmons (Ed O'Neill), der auch mit Crystal schläft, versucht sie und Russ zu erpressen, als er herausfindet, was sie getan haben, und andere, die das scheinbar am schlechtesten gehütete Geheimnis der Stadt aufgedeckt haben, verlangen ebenfalls ihren Anteil.

Chaos und Mord folgen, was die faulen Detektive Lakewood (Bill Pullman) und Chambers (Daryl Mitchell) dazu veranlasst, eine Untersuchung einzuleiten, von der sie hoffen, dass sie nicht zu anstrengend sein wird. Russ beschließt, das Ticket für 100.000 Dollar an Dick zu verkaufen, um seine Schulden bei Dale loszuwerden. Crystal ist wütend und verführt Dick sofort, um wieder an ihren Anteil des Gewinns zu kommen. Dale bricht in Dicks Haus ein und versucht, ihm das Ticket zu rauben, aber die Polizei trifft ein, und Lakewood bringt ihn schließlich um.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 27. Oktober 2000, der Film erzähle eine zu umfassende Geschichte mit zu wenig Energie („tells too much story at not enough energy“). Die Einführung der Charaktere dauert zu lange. Es gebe lustige Momente, aber auch traurige Momente und brutale Szenen – so sei unsicher, ob der Film als eine Komödie konzipiert würde.[2]

„Gediegen inszenierte, aber allzu unentschlossen zwischen makabrem Humor, Slapstick und pubertären Witzen pendelnde Gaunerkomödie, deren Dialogen der nötige Esprit fehlt. Auch schauspielerisch enttäuschend.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Travolta erhielt im Jahr 2001 für diesen Film und für Battlefield Earth – Kampf um die Erde die Goldene Himbeere als Schlechtester Schauspieler.

Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in Harrisburg und in zahlreichen anderen Orten in Pennsylvania, in Arcadia (Kalifornien), in Long Beach (Kalifornien) sowie (die letzte Szene) in Florida gedreht.[4] Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 65 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 10 Millionen US-Dollar ein. In Deutschland zählte man ca. 23.000 Kinozuschauer.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1980 Pennsylvania Lottery scandal in der englischsprachigen Wikipedia
  2. Filmkritik von Roger Ebert, abgerufen am 21. Dezember 2007
  3. Lucky Numbers. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 21. Dezember 2007.
  4. Filming locations für Lucky Numbers, abgerufen am 21. Dezember 2007
  5. Box office / business für Lucky Numbers, abgerufen am 21. Dezember 2007