Lucrezia Tornabuoni

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Portrait von Domenico Ghirlandaio

Lucrezia Tornabuoni (* 22. Juni 1425 in Florenz; † 28. März 1482 ebenda) war eine italienische Dichterin, bedeutend auch als Ehefrau des Bankiers und florentinischen Politikers Piero di Cosimo de’ Medici.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Eltern waren Francesco di Simone Tornabuoni und Nanna di Niccolo di Luigi Guicciardini, ihr Bruder der Kaufmann und Bankier Giovanni Tornabuoni. 1444 heiratete sie Piero, was auch die Allianz der beiden Familien besiegeln sollte. Des Weiteren wertete sie als Angehörige des Adels die bürgerlichen Medici auf. Sie hatte zusammen mit Piero sechs Kinder, von denen die beiden jüngsten noch im Säuglingsalter starben. Die überlebenden Kinder waren:

  • Bianca (1445–1488)
  • Lucrezia (1448–1493)
  • Lorenzo (1449–1492)
  • Giuliano (1453–1478)

Lucrezia zog auch Pieros illegitime Tochter Maria zusammen mit ihren leiblichen Kindern auf. Zu ihren Nachfahren gehören unter anderem Papst Clemens VII. und die französische Königin Catherine.

Künstlerisches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lucrezia Tornabouni wird als musisch gebildete, tief religiöse Frau geschildert, die Stil und Sitte vereinte. Sie scharte Künstler unter dem Schutz der Medici um sich und förderte diese, darunter Angelo Poliziano, welcher ihre Enkel unterrichtete, und sogar den spöttischen Freigeist Luigi Pulci.[1]

Sie schrieb selbst einige Sonette, die überliefert sind, außerdem geistliche Kanzonette. Auch ihre Korrespondenz sowie literarische Interpretationen biblischer Figuren sind erhalten geblieben.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 23.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lucrezia Tornabuoni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien