Ludger Engels

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Ludger Engels (* 1963 in Duisburg-Meiderich) ist ein deutscher Opern- und Theaterregisseur.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludger Engels erhielt Unterricht in Geige, Querflöte und Klavier.[1] Er studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Musikdidaktik in Dortmund.[1][2] Von 1980 bis 1985 war er als Chordirigent tätig.[1] Helmuth Rilling, bei dem er Dirigieren studierte, riet ihm, sich dem Theater zuzuwenden.[3][4]

Nach einer Hospitanz an der Oper Dortmund entschied Engels sich 1989 für die Laufbahn als Regisseur. Als Regieassistent war an der Oper Dortmund, in Wien, Frankfurt am Main und an den Vereinigten Bühnen Krefeld-Mönchengladbach tätig.[1] An den Bühnen Krefeld-Mönchengladbach, wo er auch als Abendspielleiter verpflichtet war, gab er 1995 sein Debüt als Regisseur und inszenierte in den folgenden Jahren als freier Regisseur an Bühnen in Mainz, München, Braunschweig, Heidelberg und Bochum.[1]

Von 2005 bis 2013 war er Chefregisseur und stellvertretender Intendant am Theater Aachen, wo er unter anderem die deutsche Erstaufführung der Oper Brokeback Mountain von Charles Wuorinen inszenierte.[2] Anschließend inszenierte er saisonweise abwechselnd am Staatstheater Augsburg, am Stadttheater Bern[5] und außerdem auch immer wieder am Theater Aachen,[6][7] wobei er sowohl Werke des Musiktheaters und Theaters als auch interdisziplinäre Projekte und Performances inszeniert.[2]

Weitere Inszenierungen erfolgten unter anderem am Stadttheater Bern, am Theater Freiburg, an der Ungarischen Staatsoper Budapest, am Staatstheater am Gärtnerplatz München und am Staatstheater Mainz.

Seit 2015 hat er eine Professur und die Studiengangsleitung für Regie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg inne.[8]

Inszenierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musiktheater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Interdisziplinäre Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Re_intolleranza. Installation und Live-Performances, Pinakothek der Moderne, München
  • 2016: Tempi Agitati. Performance von Katharina Rosenberger und Ludger Engels, Uraufführung in Stuttgart[10] und San Diego/USA
  • 2016: Boasted Fire Lost in Smoke. Videoinstallation, Reiss-Engelhorn-Museum, Mannheim
  • 2017: Alzheim. Musik von Xavier Dayer, Text von Jürgen Berger, Bern, Uraufführung[2]
  • 2017: Bajazzo Road Opera. Performance nach Ruggero Leoncavallo von Ludger Engels, Tilman Kanitz und Thomas Mahmoud; Berlin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theaterlexikon. Nachtragsband. Teil 1. A–F. Seite 324. De Gruyter, Berlin [u. a.]. Dezember 2012. ISBN 978-3-11-028460-7 (abgerufen über De Gruyter Online).
  2. a b c d e f Bayerische Staatsoper: Engels Ludger. Abgerufen am 30. August 2020.
  3. Ludger Engels. Kurzbiografie (niederl.). Abgerufen am 30. August 2020.
  4. Artikel in der WAZ vom 14. August 2011, abgerufen am 5. März 2015 (online nicht mehr verfügbar).
  5. Ludger Engels (Regie). In: Konzert Theater Bern. Abgerufen am 30. August 2020.
  6. Ludger Engels, Regie (Musiktheater). In: Theater Aachen. Abgerufen am 30. August 2020.
  7. Ludger Engels bei Operabase (Inszenierungen).
  8. Ludger Engels. In: Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Abgerufen am 28. Juli 2020.
  9. Aachener Zeitung: Aachen: Menschliche Schattenseiten im Videolicht: „Lucio Silla“ im Theater Aachen. Abgerufen am 30. August 2020.
  10. Katharina Rosenberger: Tempi agitati / 2016 - Musik der Jahrhunderte. Abgerufen am 30. August 2020.