Ludger Rémy

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Ludger Rémy (* 4. Februar 1949 in Kalkar) ist ein deutscher Dirigent, Cembalist, Musiker und Musikforscher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludger Rémy studierte Schulmusik, Klavierpädagogik und Cembalo an der Hochschule für Musik Freiburg. Von 1973 bis 1975 machte er private Cembalostudien bei Kenneth Gilbert. Ab 1978 folgten Lehrtätigkeiten an mehreren deutschen Musikhochschulen (z. B. Bremen, Folkwanghochschule (Duisburg), HFM Köln (Wuppertal) und Weimar). 1998 erhielt Rémy eine Professur für Alte Musik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Wiederentdeckung und Belebung der älteren deutschen Musik; daneben widmet er sich der Geschichts- und Literaturforschung des 17. und 18. Jahrhunderts. 1994 begann sein Wirken für die Stiftung Kloster Michaelstein, unter anderem mit der Leitung des Ensembles Telemannisches Collegium Michaelstein[1].

Rémy hat einen internationalen Ruf als Dirigent der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Als Musiker (Cembalo und Hammerklavier) gibt er weltweit zahlreiche Solo-Konzerte. Aber auch Kammermusik und Lieder finden sein Interesse. Er war 1995 bis 2010 mehrfach Jurymitglied beim Internationalen Cembalo- und Hammerklavierwettbewerb in Brügge, anlässlich des Festival van Vlaanderen.

1994 gründete er für Rundfunk- und Tonträgeraufnahmen das Orchester „Les Amis de Philippe“, benannt nach Carl Philipp Emanuel Bach, einem Sohn von Johann Sebastian Bach.

Preise (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cannes Classical Award 1998 mit „Alta Ripa Hannover“ 1998, weitere Nominierungen für diesen Preis 1997 und 2001
  • „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ als Dirigent (3/2000 und 2/2003) und als Cembalist (1/2001)
  • „Gramophone Special edition Awards 2003“
  • „Einer der Besten des Jahres 2003“ und für eine Aufnahme von Händel-Suiten „Eine der Aufnahmen des Jahres 2003“ durch „Goldberg Maazine“ (USA)
  • Fasch-Preis 2015[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Telemannisches Collegium Michaelstein
  2. Fasch-Preisträger. www.fasch.net, abgerufen am 17. April 2015.