Ludger Tebartz van Elst

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Ludger Heinrich Tebartz van Elst ist ein deutscher Psychiater. Er ist als Professor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und als leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Freiburg tätig.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tebartz van Elst studierte Philosophie und Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der University of Manchester, der New York University und an der Universität Zürich. In Freiburg promovierte er 1994 bei Joachim Bauer[1] zum Thema Depression. 2004 habilitierte er sich zu impulsiven und emotional-instabilen Syndromen.[2][3]

Tebartz van Elst ist stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg und seit 2005 Leiter der dortigen Sektion für Experimentelle Neuropsychiatrie. Seit 2006 ist er außerplanmäßiger Professor. Seine klinischen Interessen gelten dem Asperger-Syndrom, den schizophreniformen Störungen und anderen neuropsychiatrischen Störungen.[2][3]

Er ist eines von fünf Kindern einer Bauernfamilie aus dem niederrheinischen Twisteden. Sein Bruder Franz-Peter Tebartz-van Elst[4] ist Kurienbischof im Vatikan.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neuere psychologische und neurobiologische Erkenntnisse zur Depression. Versuch einer Integration. 1994 (Dissertation, Universität Freiburg im Breisgau, 1995).
  • Untersuchungen zur pathophysiologischen Bedeutung der Amygdala und assoziierter frontobasaler Schleifensysteme bei impulsiven und emotional-instabilen Syndromen. Habilitationsschrift, Universität Freiburg im Breisgau, 2003 (11 Sonderabdrucke aus verschiedenen Zeitschriften).
  • BioLogik. Leben, Denken, Wirklichkeit. Eine Genealogie der Logik. Nora, Berlin 2003, ISBN 3-936735-54-9.
  • mit Evgeniy Perlov: Epilepsie und Psyche. Psychische Störungen bei Epilepsie – epileptische Phänomene in der Psychiatrie. Kohlhammer, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-17-021688-4.
  • mit Dieter Ebert, Thomas Fangmeier, Andrea Lichtblau, Julia Peters, Monica Biscaldi-Schäfer: Asperger-Autismus und hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen. Ein Therapiemanual der Freiburger Autismus-Studiengruppe. Hogrefe, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8017-2501-3.
  • (Hrsg.) Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter und andere hochfunktionale Autismus-Spektrum-Störungen. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2013; 2. Auflage 2016, ISBN 978-3-95466-220-3.
  • Autismus und ADHS. Zwischen Normvariante, Persönlichkeitsstörung und neuropsychiatrischer Krankheit. Kohlhammer, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-17-028687-0.
  • Vom Anfang und Ende der Schizophrenie. Eine neuropsychiatrische Perspektive auf das Schizophrenie-Konzept. Kohlhammer, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-17-031258-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf und beruflicher Werdegang, Website von Joachim Bauer, 2015, abgerufen am 10. Mai 2016.
  2. a b Prof. Dr. med. Ludger Tebartz van Elst. Universitätsklinik Freiburg, abgerufen am 27. März 2014.
  3. a b Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. Abgerufen am 10. März 2016.
  4. Bruder des Limburger Bischofs: Tebartz-van Elst "leidet nicht an Autismus". In: Spiegel Online. 20. Oktober 2013, abgerufen am 5. August 2016.