Ludogorez Rasgrad

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Ludogorez Rasgrad
Basisdaten
Name Професионален футболен клуб Лудогорец Разград
PFC Ludogorez Rasgrad
Sitz Rasgrad, Bulgarien
Gründung 1945
Präsident Kyril Domustschiew
Vorstand Aleksandar Aleksandrow
Website www.ludogorets.com
Erste Mannschaft
Trainer Georgi Dermendschiew
Stadion Arena Ludogorez
Plätze 8.808
Liga A Grupa
2016/17 1. Platz
Heim
Auswärts

PFK Ludogorez Rasgrad (bulgarisch ПФК Лудогорец Разград) ist ein bulgarischer Fußballverein aus der nordostbulgarischen Stadt Rasgrad, der seit 2011 erstmals in der A Grupa spielt, der obersten Spielklasse des Landes.

Der Club ist der Nachfolger des 1945 gegründeten und 2006 aufgelösten Vereins Ludogorez Rasgrad. In der Saison 2010/11 kaufte der bulgarische Pharma-Unternehmer und Oligarch Kyril Domustschiew den Klub.[1] Mit seiner finanziellen Hilfe wurde eine neue Mannschaft zur Winterpause dazugekauft. Am Ende der Saison belegte der Club in der Ostgruppe der zweiten Liga (B Grupa) den ersten Platz und stieg in die erste Liga auf, direkt nach dem Aufstieg wurde die Mannschaft bulgarischer Meister. Dieser Erfolg wurde in den fünf folgenden Spielzeiten wiederholt.

Spielstätte ist die Arena Ludogorez, die 8.008 Zuschauern Platz bietet.[2]

Der sportliche Aufstieg von Ludogorez[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludogorez avancierte nach seinem rasanten Aufstieg zu einem der führenden Clubs Bulgariens.

In der zweiten Qualifikationsrunde der Saison 2012/13 traf Ludogorez auf den kroatischen Teilnehmer Dinamo Zagreb. Das erste Spiel in Rasgrad endete 1:1, während der Verein das Rückspiel dramatisch mit 3:2 verlor und damit sein Debüt in Europa früh beendete.

Nach dem Gewinn der Meisterschaft 2012/13 qualifizierte sich das Team für die zweite Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2013/14. Dort verlor es auswärts gegen den slowakischen Meister ŠK Slovan Bratislava, setzte sich jedoch im Rückspiel mit 3:0 durch. In der folgenden Runde gewann Ludogorez gegen FK Partizan Belgrad beide Spiele, 2:1 im Hinspiel und 1:0 im Rückspiel. Da der Verein in der nächsten Runde dem FC Basel unterlag, trat er in der UEFA Europa League an.

In seinem Debüt in der Gruppenphase der UEFA Europa League 2013/14 gegen PSV Eindhoven gewann Ludogorez in Eindhoven mit 2:0. Ludogorez gewann auch das folgende Heimspiel gegen Dinamo Zagreb mit 3:0, womit der Verein sein Ausscheiden gegen den kroatischen Traditionsverein von 2012 vor den Fans und Medien in Bulgarien in den Hintergrund rücken ließ.[3] Am nächsten Spieltag feierte der bulgarische Meister gegen das ukrainische Team Tschornomorez Odessa den dritten Sieg im dritten Spiel.[4]

Ludogorez Rasgrad erlangte im ersten Spiel des Sechzehntelfinales der UEFA Europa League 2013/14 einen Auswärtssieg gegen Lazio Rom. Damit war der Verein neben dem FC Salzburg und FC Valencia das einzige Team in dieser Spielzeit, das mit vier Partien alle Auswärtsspiele gewonnen hatte.[5]

Im Rückspiel im Wassil-Lewski-Nationalstadion am 27. Februar 2014 feierte Ludogorez nach einem 3:3-Unentschieden gegen Lazio Rom den Einzug in das Achtelfinale der Europa League.[6] Das Spiel besuchten über 20.000 Zuschauer aus ganz Bulgarien, es begann mit einem Gegentor durch Keita Baldé Diao – dem zweitschnellsten Tor in der Europa-League-Historie, bereits nach 16 Sekunden Spielzeit. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Lazio mit 2:0 in Führung. Das Team von Ludogorez kam mit einem Tor des Stürmers Roman Bezjak, der mit sechs Toren zum 27. Februar 2014 zweitbester Torschütze im Wettbewerb war, wieder in das Spiel zurück. Zehn Minuten später gelang durch einen Weitschuss von Christo Slatinski aus 25 Metern der Ausgleich. Das Spiel war hart umkämpft und Lazio konnte kurzzeitig wieder in Führung gehen. Dank eines Treffers von Juninho Quixadá zwei Minuten vor Spielende sicherte sich der PFK Ludogorez Razgrad den Einzug in das Achtelfinale der UEFA Europa League – mit einem knappen 4:3 im Gesamtergebnis. Der FC Valencia war der Gegner der Achtelfinalspiele.

Das spanische Team gewann, trotz eines frühen Platzverweises gegen Seydou Keita mit 3:0 gegen Ludogorez Razgrad in Sofia.[7] Das Spiel im Wassil-Lewski-Nationalstadion verfolgten 42.000 Zuschauer – ein Rekord für ein bulgarisches Team in einer offiziellen UEFA-Begegnung außerhalb seiner Stadt.[8] Das Rückspiel fand am 20. März 2014 in Valencia statt und Valencia gewann mit 1:0.[9]

Der Verein dominierte die A Grupa zur Saison 2013/14, indem er seinen dritten Meistertitel in Folge am 7. Mai 2014 feierte. Am 15. Mai 2014 erreichte der Verein nach einem 1:0-Sieg gegen Botew Plowdiw sein „Double“, das zweite nach seinem Aufstieg in die A Grupa.

In der Saison 2014/15 qualifizierte sich Ludogorez erstmals für die UEFA Champions League, nachdem im entscheidenden Elfmeterschießen der Play-Offs gegen Steaua Bukarest der Innenverteidiger Cosmin Moți als Ersatz für den vom Platz gestellten Torhüter Wladislaw Stojanow im Elfmeterschießen einen Elfer selbst verwandelt und zwei Elfmeter gehalten hatte.[10][11]

Kader 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Position Name
1 ArgentinienArgentinien TW Jorge Broun
4 BrasilienBrasilien AB Cicinho
5 BulgarienBulgarien AB Georgi Tersiew
6 BrasilienBrasilien AB Natanael
8 BrasilienBrasilien MF Lucas Sasha
10 BrasilienBrasilien MF Gustavo Campanharo
11 BrasilienBrasilien ST Juninho Quixadá
12 MadagaskarMadagaskar MF Anicet Andrianantenaina
18 BulgarienBulgarien MF Swetoslaw Djakow
19 BulgarienBulgarien MF Aleksandr Wasilew
22 BrasilienBrasilien MF Jonathan Cafu
23 BulgarienBulgarien AB Wenzislaw Kertschew
27 BulgarienBulgarien TW Wladislaw Stojanow
28 RumänienRumänien ST Claudiu Keșerü
Nr. Position Name
29 BulgarienBulgarien TW Daniel Naumow
30 RumänienRumänien AB Cosmin Moți
32 UkraineUkraine AB Ihor Plastun
33 BrasilienBrasilien TW Renan
37 BrasilienBrasilien ST João Paulo
38 BulgarienBulgarien MF Kristijan Kitow
44 PolenPolen MF Jacek Góralski
45 BulgarienBulgarien MF Iwajlo Klimentow
72 BulgarienBulgarien MF Erol Dost
84 BrasilienBrasilien MF Marcelinho
88 BrasilienBrasilien MF Wanderson
92 Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo MF Jody Lukoki
93 NiederlandeNiederlande MF Virgil Misidjan
98 BulgarienBulgarien MF Swetoslaw Kowatschew

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2012/13 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde KroatienKroatien Dinamo Zagreb 3:4 1:1 (H) 2:3 (A)
2013/14 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde SlowakeiSlowakei ŠK Slovan Bratislava 4:2 1:2 (A) 3:0 (H)
3. Qualifikationsrunde SerbienSerbien Partizan Belgrad 3:1 2:1 (H) 1:0 (A)
Play-offs SchweizSchweiz FC Basel 2:6 2:4 (H) 0:2 (A)
2013/14 UEFA Europa League Gruppenphase NiederlandeNiederlande PSV Eindhoven 4:0 2:0 (A) 2:0 (H)
KroatienKroatien Dinamo Zagreb 5:1 3:0 (H) 2:1 (A)
UkraineUkraine Tschornomorez Odessa 2:1 1:0 (A) 1:1 (H)
Sechzehntelfinale ItalienItalien Lazio Rom 4:3 1:0 (A) 3:3 (H)
Achtelfinale SpanienSpanien FC Valencia 0:4 0:3 (H) 0:1 (A)
2014/15 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde LuxemburgLuxemburg F91 Düdelingen 5:1 4:0 (H) 1:1 (A)
3. Qualifikationsrunde SerbienSerbien Partizan Belgrad (a)2:2(a) 0:0 (H) 2:2 (A)
Play-offs RumänienRumänien Steaua Bukarest 1:1 0:1 (A) 1:0 n.V. (H)
Gruppenphase EnglandEngland FC Liverpool 3:4 1:2 (A) 2:2 (H)
SpanienSpanien Real Madrid 1:6 1:2 (H) 0:4 (A)
SchweizSchweiz FC Basel 1:4 1:0 (H) 0:4 (A)
2015/16 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde MoldawienMoldawien FC Milsami 1:3 0:1 (H) 1:2 (A)
2016/17 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde MontenegroMontenegro FK Mladost Podgorica 5:0 2:0 (H) 3:0 (A)
3. Qualifikationsrunde SerbienSerbien FK Roter Stern Belgrad 6:4 2:2 (H) 4:2 n.V. (A)
Play-offs TschechienTschechien Viktoria Pilsen 4:2 2:0 (H) 2:2 (A)
Gruppenphase SchweizSchweiz FC Basel 1:1 1:1 (A) 0:0 (H)
FrankreichFrankreich Paris Saint-Germain 3:5 1:3 (H) 2:2 (A)
EnglandEngland FC Arsenal 2:9 0:6 (A) 2:3 (H)
2016/17 UEFA Europa League Sechzehntelfinale DanemarkDänemark FC Kopenhagen 1:2 1:2 (H) 0:0 (A)
2017/18 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde LitauenLitauen FK Žalgiris Vilnius 5:3 1:2 (A) 4:1 (H)
3. Qualifikationsrunde IsraelIsrael Hapoel Be’er Scheva (a)3:3(a) 0:2 (A) 3:1 (H)
2017/18 UEFA Europa League Play-offs LitauenLitauen Sūduva Marijampolė :  : (H)  : (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 50 Spiele, 17 Siege, 14 Unentschieden, 19 Niederlagen, 71:69 Tore (Tordifferenz +2)

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludogorez ist nach dem FC Levadia Tallinn der zweite Verein auf der Welt, dem nach einem Aufstieg in die erste Liga in seinem Land gleich ein Triple gelingt, indem er alle drei Pokale (Meisterschaft, Pokal und Supercup) gewinnt.
  • In der Saison 2011/12 erhielt der Verein mit 73 erzielten Toren und nur 16 Gegentoren den Preis für den Verein mit der besten Offensive und Defensive der bulgarischen A Grupa
  • 42.000 Zuschauer im Wassil-Lewski-Nationalstadion – ein absoluter Rekord für ein Team in Bulgarien in einer offiziellen UEFA-Begegnung außerhalb seiner Stadt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Senkrechtstarter aus dem verrückten Wald. Schweizer Radio und Fernsehen, 21. August 2013
  2. Ludogorets Arena – football temple of the North-East. Website des PFC Ludogorez, abgerufen am 28. August 2014.
  3. Europa League, 2013/14, Gruppenphase, 2. Spieltag: Ludogorez Rasgrad – Dinamo Zagreb 3:0 (2:0). Kicker, 3. Oktober 2013
  4. Ludogorets continue run at Chornomorets. UEFA Europa League News, 24. Oktober 2013.
  5. Europa League Zwischenrunde: Doppel-Rot bei Lazio-Blamage. Spox.com, 20. Februar 2014
  6. Ludogorets kämpft sich gegen Lazio durch. UEFA-Website, 27. Februar 2014
  7. Simon Hart: Valencia lässt Ludogorets keine Chance. UEFA-Website, 13. März 2014.
  8. Лудогорец издуха рекордите. Website des PFC Ludogorez, abgerufen am 28. August 2014 (bulgarisch).
  9. Delfin Ramirez: Alcácer macht für Valencia alles klar. UEFA.com, 20. März 2014
  10. Feldspieler hält zwei Elfmeter und wird zum Helden. In: Spiegel Online vom 28. August 2014 (abgerufen am 28. August 2014).
  11. Ludogorets dank Moţi in der Gruppenphase. UEFA Online vom 27.August 2014 (abgerufen am 28. August 2014).