Ludwig Blochberger

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Ludwig Blochberger (2014)

Ludwig Blochberger (* 3. Dezember 1982 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig Blochberger wurde 1982 in Ost-Berlin geboren. Sein Vater Lutz Blochberger (Schauspieler und Regisseur) und seine Mutter Gitta Blochberger (Puppenspielerin) studierten zu dieser Zeit an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. 1984 zog die Familie aufgrund der Theater-Engagements der beiden Eltern nach Dresden. 1990 besuchte Ludwig Blochberger ein Jahr lang die Kreuzschule des Dresdner Kreuzchors. 1992 übersiedelte er nach Wien und gehörte bis 1995 den Wiener Sängerknaben an. Mit diesem berühmten, österreichischen Knabenchor lernte er auf den gemeinsamen Konzert-Tourneen (Japan, Australien, USA) früh die Welt kennen. 1995 kam es zu seinem ersten Theaterauftritt, er wirkte bei den Freilichtspielen Chur (Schweiz) in der Theaterproduktion Woyzeck mit. Danach konnte er mit weiteren Auftritten am Wiener Burgtheater anknüpfen, unter anderem spielte er den Prinzen Edward III. in der Inszenierung Edward II. von Claus Peymann. 1999 kehrte Ludwig Blochberger in seine Geburtsstadt Berlin zurück. Im Jahr 2000 spielte er in dem mehrfach preisgekrönten TV-Dreiteiler Die Manns – Ein Jahrhundertroman die Rolle des Klaus Heuser, an der Seite von Armin Mueller-Stahl. Im selben Jahr beendete er seine Schullaufbahn und begann ein Jahr darauf sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin.

Noch während des Studiums drehte er für die Kinoproduktionen Sommersturm (Regie: Marco Kreuzpaintner), sowie den Oscar-gekrönten Film Das Leben der Anderen (Regie: Florian Henckel von Donnersmarck). Der Fernsehfilm Der Vater meiner Schwester [1] (Regie: Christoph Stark), einem Familiendrama, in welchem Ludwig Blochberger zusammen mit Katharina Schüttler und Christian Berkel die Hauptrollen spielte, feierte auf dem Filmfest München Premiere und brachte ihm eine Undine Award Nominierung als Bester jugendlicher Charakterdarsteller ein. Im Jahr 2005 schloss er seine Schauspielausbildung ab und wirkte in gleich 3 Tatort-Folgen mit, unter anderem spielte er die Hauptrolle in dem von Niki Stein inszenierten Frankfurter Tatort: Leerstand. In dem Kinofilm Der letzte Zug (Regie: Joseph Vilsmaier & Dana Vávrová), spielte er den skrupellosen SS-Obersturmführer Crewes, welcher einen der letzten Deportations-Züge nach Auschwitz eskortiert.

Zu seinen bisher wichtigsten Theaterarbeiten gehören die Inszenierungen des Regisseurs Hans Neuenfels, welcher ihn 2005 für seine Uraufführung von Schumann, Schubert und der Schnee, einer „Oper für Klavier“ zur RuhrTriennale nach Bochum holte. Ludwig Blochberger spielte in dieser fiktiven Begegnung der beiden Musikgenies die Rolle des Franz Schubert (Schauspieler) an der Seite des Bariton Olaf Bär. Zu dieser Inszenierung gibt es eine 60-minütige filmische Adaption, des Regisseurs Enrique Sánchez Lansch. 2007 besetzte Neuenfels ihn schließlich in der Titelrolle des Baal [2] von Bertolt Brecht am Münchner Volkstheater. Im selben Jahr spielte Ludwig Blochberger erstmals auch unter der Regie seines Vaters Lutz Blochberger, die Hauptrolle in der Uraufführung der Tragikomödie Heil Hitler! [3], des Dramatikers Rolf Hochhuth.

2013 verkörperte Ludwig Blochberger den deutschen Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt, in dem Doku-Drama Helmut Schmidt - Lebensfragen (Regie: Ben von Grafenstein). Dieser Film wurde anlässlich des 95. Geburtstages von Helmut Schmidt am 23. Dezember 2013 in der ARD ausgestrahlt. Im selben Jahr übernahm er die durchgehende Rolle des Inspektor Riwal, in der neuen ARD-Reihe Kommissar Dupin, welche auf den Erfolgsromanen des Autors Jean-Luc Bannalec basiert und in der Bretagne (Frankreich) spielt. Seit Herbst 2015 spielen Ludwig Blochberger und Stephanie Stumph in der ZDF-Krimireihe Der Alte, die Kommissare Tom Kupfer und Annabell Lorenz an der Seite von Jan-Gregor Kremp.

Ludwig Blochberger ist Sänger und Gitarrist der Band GENIEßEN & LEIDEN, welche er zusammen mit den Schauspielern Roman Roth und Thimo Meitner im Herbst 2017 gegründet hat.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ludwig Blochberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaudia Wick: Gut gemeinte Lügen. In: Berliner Zeitung. 8. März 2006, abgerufen am 27. August 2014.
  2. Wolf Banitzki: Aufbegehren wäre angebracht. In: theaterkritiken.com. Abgerufen am 27. August 2014.
  3. Barbara Möller: Verrückt nach Adolf. In: Hamburger Abendblatt. 15. Januar 2007, abgerufen am 27. August 2014.