Ludwig Erdwin Seyler

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Ludwig Erdwin Seyler

Ludwig Erdwin Seyler (auch Ludewig und Edwin) (* 15. Mai 1758 in Hamburg; † 26. Oktober 1836 in Hamburg) war ein Hamburger Kaufmann und Bankier. Er war Mitinhaber der Berenberg Bank von 1788 bis 1836, und lange Zeit der faktische Chef des Hauses. Er war Präses der Commerz-Deputation, Mitglied der Erbgesessenen Bürgerschaft und Mitglied des Munizipalrats während der Franzosenzeit. Seyler war mit Anna Henriette Goßler, der ältesten Tochter von Johann Hinrich Goßler und Elisabeth Berenberg, verheiratet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig Erdwin Seyler war Sohn des einst umstrittenen Bankiers und späteren berühmten Schauspieldirektors Abel Seyler aus Basel. Seine Mutter Sophie Elisabeth Andreae war Tochter des wohlhabenden Hannover Hofapothekers Leopold Andreae. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahre 1764 wuchs er mit seinen beiden Geschwistern bei ihrem Onkel J.G.R. Andreae in Hannover auf. Seine Schwester Sophie war ab 1781 mit Johann Anton Leisewitz verheiratet. Durch seinen Vater stammte er von Basler Patrizierfamilien wie Burckhardt, Socin, Merian, Faesch, und Meyer zum Pfeil ab.

Er war von 1788 bis 1836 Mitinhaber und ab 1790 Senior des Handels- und Bankhauses Joh. Berenberg, Gossler & Co. (Berenberg Bank).[1] Er war mit Anna Henriette Goßler, der ältesten Tochter von Johann Hinrich Goßler und Elisabeth Berenberg, verheiratet. Sein Schwiegervater nahm ihn 1788 als Partner auf. Von 1817 bis 1818 war er Präses der Commerz-Deputation (Mitglied ab 1813).

Er war Schwiegervater von Gerhard von Hoßtrup und Benjamin Wegner.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tradition: Zeitschrift für Firmengeschichte und Unternehmerbiographie, Volumes 4-5, 1959

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Percy Ernst Schramm, Neun Generationen: Dreihundert Jahre deutscher Kulturgeschichte im Lichte der Schicksale einer Hamburger Bürgerfamilie (1648–1948), Bd. I, Göttingen, 1963