Ludwig Koch (Widerstandskämpfer)

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Ludwig Koch (* 3. Juni 1909 in München; † 12. September 2002 ebenda) war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Demokrat und Gewerkschafter.

Die Geburt in eine Arbeiterfamilie, die Lehre als Maschinenschlosser bei der Reichsbahn und sein frühes Engagement in der Gewerkschaft waren ausschlaggebend für seinen Einsatz gegen den Nationalsozialismus. Seine politischen Aktivitäten als Mitglied der Leitung des Bezirks Süd des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes ISK[1][2] brachten ihm im Juli 1938 die Verhaftung und am 17. April 1939 eine Verurteilung zu acht Jahren Zuchthaus-Strafe.[3] „Vorbereitung zum Hochverrat“ hieß es in der Anklage. Erst am 15. April 1945 wurde er von US-Truppen aus dem Konzentrationslager Bayreuth-Creußen befreit, aber schon wenig später war der überzeugte Demokrat wieder aktiv und hielt Reden. Er war von 1946 an Jugendsekretär des Deutschen Gewerkschaftsbundes, von 1953 bis 1973 Kreisvorsitzender und saß für die SPD von 1960 bis 1972 im Münchner Stadtrat. Wie kaum ein anderer prägte er die Gewerkschaftsarbeit in München und Bayern und galt als hochgeschätztes „Urgestein“.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan Foitzik: Zwischen den Fronten: zur Politik, Organisation und Funktion linker politischer Kleinorganisationen im Widerstand 1933 bis 1939-40: unter besonderer Berücksichtigung des Exils. Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung, Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte, Band 16. Verlag Neue Gesellschaft, 1986, ISBN 3878314396, S. 87 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Winfried Nerdinger: Ort und Erinnerung: Nationalsozialismus in München. Katalog zur Ausstellung im Architekturmuseum TU München vom 22. Februar bis 28. Mai 2006. Pustet, Salzburg 2006, ISBN 3-7025-0528-8, S. 167 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Heike Bretschneider: Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in München, 1933 bis 1945. Neue Schriftenreihe des Stadtarchivs München, Ausgabe 20. Stadtarchiv München, 1968, S. 131 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marion Detjen: Zum Staatsfeind ernannt. Widerstand, Resistenz und Verweigerung gegen das NS-Regime in München. Buchendorfer, 1998, ISBN 3927984817 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]