Ludwig Tieck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ludwig Tieck, nach einem Gemälde von Joseph Karl Stieler aus dem Jahr 1838[1]
Friedrich Tieck: Ludwig Tieck und seine Schwester Sophie, Marmorrelief, 1796
Ludwig Tieck, lesend
(Scherenschnitt von Luise Duttenhofer)
Johann Ludwig Tieck
Der gestiefelte Kater, Erste Ausgabe 1797
Gedenktafel in Dresden
Der gichtleidende Tieck verbeugt sich vor dem preußischen König. Karikatur aus Ungern-Sternbergs satirischem Roman Tutu (1848)
Grab auf dem Dreifaltigkeitskirchhof II in Berlin-Kreuzberg
Gemälde von Carl Christian Vogel von Vogelstein auf einer Berliner Sonderbriefmarke von 1973

Johann Ludwig Tieck (* 31. Mai 1773 in Berlin; † 28. April 1853 ebenda) war ein deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik. Er publizierte auch unter den Pseudonymen Peter Lebrecht und Gottlieb Färber.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend, Studium und erste Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren am 31. Mai 1773, wuchs Tieck in Berlin in der Roßstraße nahe dem Cöllnischen Fischmarkt als Sohn eines Seilermeisters zusammen mit seinen jüngeren Geschwistern Friedrich und Sophie auf. Er besuchte seit 1782 das unter Friedrich Gedikes Leitung stehende Friedrich-Werdersche Gymnasium, wo er sich eng an Wilhelm Heinrich Wackenroder anschloss, und studierte Geschichte, Philologie, alte und neue Literatur in Halle (Saale) (1792), Göttingen (1792/1793, 1793/1794) und Erlangen (1793, dort zusammen mit Wackenroder). Das eigentliche Ziel des Studiums war ihm wohl die Ausbildung zum freien Schriftsteller; schon damals beschäftigte er sich eingehend mit Shakespeare. Während der Studienzeit in Erlangen unternahm er zusammen mit Wackenroder Reisen nach Nürnberg sowie durch die Fränkische Schweiz bis ins Fichtelgebirge, aber auch zum barocken Schloss Weißenstein bei Pommersfelden; die Erlebnisse auf diesen Touren hielt er in nachmals berühmten Reisebeschreibungen fest.

Erste dichterische Arbeiten verfasste er bereits in Berlin, bevor er das Studium begann. 1794 brach Tieck das Studium ab und kehrte nach Berlin zurück (bis 1799). Dort begann er noch ein Jurastudium, das er ebenfalls abbrach. Unterhaltungsliteratur und literarische Experimente aus dem Geiste der späten Aufklärung veröffentlichte er in Friedrich Nicolais Sammlung Straußfedern (seit 1795); zum Teil entstanden die Prosastücke als Gemeinschaftsarbeiten mit seiner Schwester Sophie.

Es erschienen seine ersten Erzählungen und Romane: Peter Lebrecht, eine Geschichte ohne Abenteuerlichkeiten (1795, 2 Bände), William Lovell (1795–1796, 3 Bände) und Abdallah (1796), worauf er, seinen Übergang zur eigentlichen Romantik vollziehend, die bald dramatisch-satirische, bald schlicht erzählende Bearbeitung alter Volkssagen und Märchen unternahm und unter dem Titel Volksmärchen von Peter Lebrecht (Berlin 1797, 3 Bände) veröffentlichte. Mit Franz Sternbalds Wanderungen (1797 fertiggestellt, 1798 veröffentlicht), einem Künstlerroman, gab Tieck die Richtung für die romantischen Romane an (Novalis, Joseph von Eichendorff).

Ende des Jahres 1797 traf Tieck erstmals mit Friedrich Schlegel zusammen. Nachdem er 1798 in Hamburg eine Tochter des Predigers Alberti geheiratet hatte, hielt er sich 1799–1800 in Jena auf, wo er zu den beiden Schlegels (August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel), Novalis, Clemens Brentano, Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling in freundschaftliche Beziehungen trat.

Der sogenannten Jenaer Frühromantik gehörten auch August und Friedrich Schlegel an. Für die von den Schlegels entwickelten Theorien lieferte Tieck die literarischen Beispiele (und umgekehrt).

Auch Goethe und Schiller lernte er kennen. 1801 nahm er mit Friedrich Schlegel seinen Wohnsitz in Dresden.

Er beteiligte sich an Wackenroders Schriften.

In Ziebingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1801 zog Tieck mit der Familie nach Ziebingen, östlich von Frankfurt (Oder), auf das Landgut seines alten Bekannten Burgsdorff; dieser hatte den Dichter eingeladen. Tieck wohnte dort bis 1819, wenn auch mit Unterbrechungen.

Er lebte seit 1803 teils in Berlin, teils auf dem gräflich Finkensteinschen Gut Ziebingen, wohin er auch nach einer Reise nach Italien zurückkehrte, die er 1805 zum Zwecke des Studiums der im Vatikan aufbewahrten altdeutschen Handschriften unternommen hatte. Während dieses Zeitraums waren erschienen: Prinz Zerbino, oder die Reise nach dem guten Geschmack (1799), Franz Sternbalds Wanderungen (Berlin 1798), ein die altdeutsche Kunst verherrlichender Roman, an welchem auch sein Freund Wackenroder wohl konzeptionellen Anteil hatte, und Romantische Dichtungen (Jena 1799–1800, 2 Bände) mit dem Trauerspiel Leben und Tod der heil. Genoveva (separat, Berlin 1820) sowie das nach einem alten Volksbuch gearbeitete Lustspiel Kaiser Octavianus (Jena 1804), Werke, in denen sich der Autor rückhaltlos der romantischen Richtung hingegeben hatte.

Daneben veröffentlichte er eine Übertragung des Don Quixote von Cervantes (1799–1801), die Übersetzung einer Anzahl Shakespeare zugeschriebener, aber zweifelhafter Stücke unter dem Titel Altenglisches Theater (1811), eine Bearbeitung des Frauendienstes von Ulrich von Lichtenstein (Tübing. 1812) sowie eine Auswahl dramatischer Stücke von Rosenplüt, Hans Sachs, Ayrer, Gryphius und Lohenstein (Deutsches Theater, Berlin 1817, 2 Bände) und gab unter dem Titel Phantasus (Berlin 1812–1817, 3 Bände; 2. Ausgabe Berlin 1844–1845, 3 Bände) eine Sammlung früherer Märchen und Schauspiele heraus, erweitert durch neue Erzählungen und das Märchenschauspiel Fortunat, die das Interesse des deutschen Lesepublikums wieder stärker auf Tieck zogen. In der Tat werden Märchen und Erzählungen wie Der getreue Eckart, Die Elfen, Der Pokal, Der blonde Eckbert etc. schon ihrer formalen Vorzüge wegen ihren dichterischen Rang wohl für lange Zeit behaupten. Das Kriegsjahr 1813 sah den Dichter in Prag; nach dem Frieden unternahm er größere Reisen nach London und Paris, hauptsächlich im Interesse eines großen Hauptwerks über Shakespeare, das er nie vollendete.

In Dresden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1819–1841 lebte er in Dresden. Trotz des Gegensatzes, in dem sich Tiecks geistige Vornehmheit zur Trivialität der Dresdner Belletristik befand, gelang es ihm, hauptsächlich durch seine fast allabendlich stattfindenden dramatischen Vorlesungen, die deutschlandweit bekannt waren, einen Kreis um sich zu sammeln, der seine Anschauungen von der Kunst als maßgebend anerkannte.

Als Dramaturg des Hoftheaters gewann er namentlich in den 1820er Jahren eine bedeutende Wirksamkeit, die ihm freilich durch Kabalen und Lügen der trivialen Gegenpartei oft verleidet wurde. Als Dichter bediente er sich seit der Niederlassung in Dresden beinahe ausschließlich der Form der Novelle. Die Gesamtheit seiner Novellen (vollständige Sammlung, Berlin 1852–1854, 12 Bände) zeigte sein großes Erzählertalent. In den vollendetsten gab er wahrhafte Kunstwerke, in denen eine wirklich dichterische Aufgabe mit rein poetischen Mitteln gelöst wurde; mit zahlreichen anderen bahnte er hingegen jener bedenklichen Gesprächsnovellistik den Weg, in der das epische Element ganz zurücktritt und die Erzählung nur das Vehikel für die Darlegung gewisser Meinungen und Bildungsresultate wird. Zu den bedeutendsten der ersteren Kategorie zählen: Die Gemälde, Die Reisenden, Der Alte vom Berge, Die Gesellschaft auf dem Lande, Die Verlobung, Musikalische Leiden und Freuden, Des Lebens Überfluß u. a.

Unter den historischen Novellen haben Der wiederkehrende griechische Kaiser[2], Der Tod des Dichters und vor allen der unvollendete Aufruhr in den Cevennen Anspruch auf bleibende Bedeutung. In allen diesen Novellen entzückt nicht nur die einfache Anmut der Darstellungsweise, sondern auch die Mannigfaltigkeit lebendiger und typischer Charaktere und der Tiefsinn der poetischen Idee. Auch in den prosaischen Novellen zeigte Tieck seine Meisterschaft des Vortrags. Sein letztes größeres Werk, Vittoria Accorombona (1840), entstand unter den Einwirkungen der neufranzösischen Romantik und hinterließ trotz der aufgewendeten Farbenpracht einen überwiegend peinlichen Eindruck.

Auch Tiecks sonstige literarische Tätigkeit war während der Dresdner Periode sehr ausgeprägt. 1826 übernahm er die Herausgabe und Vollendung der von August Wilhelm Schlegel begonnenen Shakespeare-Übertragung und gab die hinterlassenen Schriften Heinrich von Kleists (Berlin 1821) heraus, denen die Gesammelten Werke desselben Dichters (Berlin 1826, 3 Bände) folgten. Johann Gottfried Schnabels Die Insel Felsenburg (Breslau 1827), Lenz' gesammelte Schriften (1828) sowie Shakespeares Vorschule (Leipzig 1823–1829, 2 Bände) etc. wurden mit Vorreden und Abhandlungen von bleibendem Wert begleitet. Aus seiner dramaturgisch-kritischen Tätigkeit erwuchsen die Dramaturgischen Blätter (1826/1852; vollständige Ausgabe 1852). Tieck stand dem Dresdner Liederkreis nahe.

In Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1841 rief König Friedrich Wilhelm IV. den Dichter nach Berlin, wo er, durch Kränklichkeit zumeist an das Haus gefesselt und durch den Tod fast aller näheren Angehörigen sehr vereinsamt, ein zwar ehrenvolles und sorgenfreies, aber im ganzen sehr resigniertes Alter verlebte. König Friedrich Wilhelm IV., der ihn sehr schätzte, berief ihn am 31. Mai 1842 in den neugegründeten preußischen Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste als Gründungsmitglied.[3] Die Kritischen Schriften erschienen gesammelt in 2 Bänden (1848).

Ludwig Tieck starb am 28. April 1853 und wurde auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof II beigesetzt. Das Ehrengrab der Stadt Berlin befindet sich im Feld B, G1.

Tiecks vielfach widersprüchliche Natur kann nicht bloß aus dem Zwiespalt seiner Bildung erklärt werden, in welcher der Rationalismus des 18. Jahrhunderts und die mystische Romantik einander fortwährend bekämpften, sondern ist zumeist auch auf das Improvisatorische, vom Zufall Abhängende seiner Begabung zurückzuführen, das ihn selten zu reiner Ausgestaltung seiner geistreichen und lebendigen Entwürfe gelangen ließ.

Nachleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 wurde der Asteroid (8056) Tieck nach ihm benannt.[4]

Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesamtausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine umfassende Werkausgabe, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügen könnte, gibt es nicht. Zum Teil muss man auf die Einzelausgaben oder die von Tieck selbst besorgte Ausgabe der Schriften zurückgreifen.

  • Schriften. 28 Bände. Berlin: Reimer, 1828–1854 (online in der „Arno-Schmidt-Referenzbibliothek“).
  • Werke in vier Bänden. Nach dem Text der Schriften von 1828–1854, unter Berücksichtigung der Erstdrucke, hrsg. sowie mit Nachwort und Anmerkungen versehen von Marianne Thalmann. Vier Bände. München: Winkler, 1963–1966.
  • Schriften. In zwölf Bänden. Hrsg. von Hans P. Balmes, Manfred Frank [u. a.]. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker-Verlag, 1986 ff.
    • Band 1: Jugendwerke. Die Sommernacht. Schriften 1789–1793. Hrsg. von Achim Hölter, 1991 (= Bibliothek deutscher Klassiker, 64).
    • Band 6: Phantasus. 1985 (= Bibliothek deutscher Klassiker, 2).
    • Band 7: Gedichte. Hrsg. von Ruprecht Wimmer, 1995 (= Bibliothek deutscher Klassiker, 124).
    • Band 11: Der junge Tischlermeister. Die Vogelscheuche. Das Alte Buch. Eigensinn und Laune. Schriften 1834–1836. Hrsg. von Uwe Schweikert, 1988 (= Bibliothek deutscher Klassiker, 35).
    • Band 12: Vittoria Accorombona. Des Lebens Überfluss. Waldeinsamkeit. Schriften 1836–1852. Hrsg. von Uwe Schweikert, 1986 (= Bibliothek deutscher Klassiker, 13).

Einzelwerke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Briefe (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Briefe von und an Tieck sind sehr zahlreich, jedoch oft unselbständig und nur schwer zugänglich publiziert worden.

  • Briefe an Ludwig Tieck. Ausgewählt u. hrsg. von Karl von Holtei. Vier Bände. Breslau: Trewendt 1864.
  • Letters of Ludwig Tieck. Hitherto unpublished. 1792–1853. Collected and edited by Edwin H. Zeydel, Percy Matenko and Robert Herndon Fife. New York: Modern Language Assoc. of America, 1937; Nachdruck: Millwood, N.Y.: Kraus Reprint Co., 1973.
  • Ludwig Tieck und Ida von Lüttichau in ihren Briefen. Hrsg. von Otto Fiebiger. Dresden, 1937 (Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, Heft 32).
  • Letters to and from Ludwig Tieck and his circle. Unpublished letters from the period of German romanticism, including the unpublished correspondence of Sophie and Ludwig Tieck. Collected and edited by Percy Matenko, Edwin H. Zeydel, Bertha M. Masche. Chapel Hill: Univ. of North Carolina Press, [1967] (= Studies in the Germanic Languages & Literatures, No. 57). ISBN 0-8078-8057-4.
  • Ludwig Tieck. Hrsg. von Uwe Schweikert. Drei Bände. München: Heimeran, 1971 (= Dichter über ihre Dichtungen. Bd. 9/I–III).
  • Ludwig Tieck und die Brüder Schlegel. Briefe. Auf der Grundlage der von Henry Lüdeke besorgten Edition neu herausgegeben und kommentiert von Edgar Lohner. München: Winkler, 1972.

Übersetzungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cervantes, Don Quixote. Vier Bände. Berlin 1799–1801; Neudruck 1852–53.
  • Werke von Shakespeare, zusammen mit August Wilhelm Schlegel, Wolf von Baudissin und seiner Tochter Dorothea Tieck:
    • An der ersten Ausgabe (1797–1810) war Tieck nicht beteiligt.
    • Zweite Auflage 1839–1840.
    • Dritte Auflage 1843–1844.
  • Altenglisches Theater. Zwei Bände. Berlin 1811.

Tieck als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forschungsliteratur (jeweils umgekehrt chronologisch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claudia Stockinger, Ronald Weger: Tieck-Bibliographie. In: Ludwig Tieck : Leben – Werk – Wirkung. Hg. von Claudia Stockinger und Stefan Scherer, Berlin [u. a.] : de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-018383-2, e-ISBN 978-3-11-021747-6, S. 697–807.

Einführungen, Übersichten, Handbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Tieck : Leben – Werk – Wirkung. Hg. von Claudia Stockinger und Stefan Scherer. Berlin [u. a.] : de Gruyter 2011, ISBN 978-3-11-018383-2, e-ISBN 978-3-11-021747-6.
  • Konrad Feilchenfeldt, Ursula Hudson, York-Gothart Mix, Nicholas Saul (Hrsg.): Zwischen Aufklärung und Romantik. Neue Perspektiven der Forschung, Königshausen & Neumann, Würzburg 2006, ISBN 978-3-82603432-9 (= Publications of the Institute of Germanic Studies London, Bd. 89),
  • Roger Paulin: Ludwig Tieck, Stuttgart : Metzler 1987, ISBN 3-476-10185-1 (= Sammlung Metzler; 185).
  • Ludwig Tieck. Hg. von Wulf Segebrecht, Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1976, ISBN 3-534-06131-4 (= Wege der Forschung; 386), [Einführung von W. Segebrecht, Aufsätze von Karl Rosenkranz (1838), Jakob Minor (1884), Hans Mörtl (1925), Hermann Grumbel (1929), Friedrich Gundolf (1929), Robert Minder (1937), Marianne Thalmann (1958), Joachim Müller (1958/59), Emil Staiger (1960), Paul Gerhard Klussmann (1964), Gerhard Kluge (1969), Heinz Schlaffer (1969); mit einem Register der behandelten Werke Ludwig Tiecks].
  • Bernhardi, WilhelmTieck, Ludwig. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 38, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 251–276.

Biographisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Armin Gebhardt: Ludwig Tieck. Leben und Gesamtwerk des „Königs der Romantik“, Marburg : Tectum 1998, ISBN 978-3-8288-9001-5
  • Thomas Ziegner: Ludwig Tieck. Proteus, Pumpgenie und Erzpoet. Leben und Werk, Frankfurt am Main : R. G. Fischer 1990. ISBN 3-89406-118-9
  • Klaus Rek: Das Dichterleben des Ludwig Tieck. Biographie, Berlin : Unabhängige Verlagsbuchhandlung Ackerstraße 1991, ISBN 3-86172-018-3
  • Roger Paulin: Ludwig Tieck. Eine literarische Biographie, München : Beck 1988, ISBN 3-406-33199-8
  • Klaus Günzel: König der Romantik. Das Leben des Dichters Ludwig Tieck in Briefen, Selbstzeugnissen und Berichten, Berlin : Verlag der Nation 1981, ISBN 3-8052-0344-6
  • Rudolf Köpke: Ludwig Tieck. Erinnerungen aus dem Leben des Dichters nach dessen mündlichen und schriftlichen Mittheilungen, 2 Bde., Leipzig: Brockhaus 1855 (Faksimiledruck: Darmstadt 1970). PDF im Rahmen der „Arno Schmidt Referenzbibliothek“ http://www.gasl.org/refbib/

Studien zu speziellen Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norman Kasper: Ahnung als Gegenwart. Die Entdeckung der reinen Sichtbarkeit in Ludwig Tiecks frühen Romanen, Paderborn : Fink 2014, ISBN 978-3-7705-5556-7
  • Cord-Friedrich Berghahn: Das Wagnis der Autonomie. Studien zu Karl Philipp Moritz, Wilhelm von Humboldt, Heinrich Gentz, Friedrich Gilly und Ludwig Tieck, Heidelberg : Winter 2012, ISBN 978-3-8253-5988-1
  • York-Gothart Mix: ‚Lucri bonus odor’ oder wie aufgeklärt ist Friedrich Nicolai? Konstituenten kultureller Selbst- und Fremdwahrnehmung in den Reiseberichten über Franken von Fr. Nicolai, W. Wackenroder und L. Tieck. In: Rainer Falk, Alexander Košenina (Hrsg.): Friedrich Nicolai und die Berliner Aufklärung, Wehrhahn Verlag, Hannover 2008, ISBN 978-3-86525081-0, S. 339–358.
  • Christian Krepold: Das Walther-Bild der Romantiker zwischen „Universalpoesie“ und Konfessionalismus. Zu Tieck, Uhland und Eichendorffs „Geschichte der poetischen Literatur Deutschlands“. In: Thomas Bein (Hrsg.): Der mittelalterliche und der neuzeitliche Walther. Beiträge zu Motivik, Poetik, Überlieferungsgeschichte und Rezeption, Frankfurt am Main u. a. 2007 (= Walther-Studien 5), S. 47–67.
  • York-Gothart Mix: Kunstreligion und Geld. Ludwig Tieck, die Brüder Schlegel und die Konkurrenz auf dem literarischen Markt um 1800. In: ‚lasst uns, da es uns vergönnt ist, vernünftig seyn!‚ Ludwig Tieck (1773–1853), hrsg. von Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin unter Mitarbeit von Heidrun Markert, Peter Lang, Berlin u. a. 2004, ISBN 978-3039104192, S. 241–258.
  • Stefan Scherer: Witzige Spielgemälde. Tieck und das Drama der Romantik, Berlin/New York : de Gruyter 2003, ISBN 3-11-017774-9 (= Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte, 26).
  • Achim Hölter: Frühe Romantik – frühe Komparatistik. Gesammelte Aufsätze zu Ludwig Tieck, Frankfurt am Main u. a. : Lang 2001, ISBN 3-631-37100-4 (= Helicon; 27).
  • Alexandra Kertz-Welzel: Die Transzendenz der Gefühle. Beziehungen zwischen Musik und Gefühl bei Wackenroder/Tieck und die Musikästhetik der Romantik, St. Ingbert : Röhrig Universitätsverlag 2001, ISBN 3-86110-278-1 (= Saarbrücker Beiträge zur Literaturwissenschaft, Nr. 71).
  • Lutz Hagestedt: Ähnlichkeit und Differenz. Aspekte der Realitätskonzeption in Ludwig Tiecks späten Romanen und Novellen, München : Belleville 1997, ISBN 978-3-923646-66-1
  • Christine Harte: Ludwig Tiecks historische Romane. Untersuchungen zur Entwicklung seiner Erzählkunst, Bern u. a. : Lang, 1997, ISBN 3-906759-13-X
  • Franz-Josef Deiters: "der Vorhang fällt endlich zum letztenmal, die Zuschauer gehen nach Hause". Literarisches Posttheater: Ludwig Tiecks "Der gestiefelte Kater" und "Die verkehrte Welt". In: Ders.: Die Entweltlichung der Bühne. Zur Mediologie des Theaters der klassischen Episteme. Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2015, ISBN 978-3-503-16517-9, S. 139–171.
  • Mara Nottelmann-Feil: Ludwig Tiecks Rezeption der Antike. Literarische Kritik und Reflexion griechischer und römischer Dichtung im theoretischen und poetischen Werk Tiecks, Frankfurt am Main u. a. : Lang, 1996, ISBN 3-631-49971-X (= Mikrokosmos; 43).
  • Wolfgang Rath: Ludwig Tieck. Das vergessene Genie. Studien zu seinem Erzählwerk, Paderborn u. a.: Schöningh, 1996. ISBN 3-506-77021-7
  • Burkhard Pöschel: „Im Mittelpunkt der wunderbarsten Ereignisse“. Versuche über die literarische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Moderne im erzählerischen Spätwerk Ludwig Tiecks, Bielefeld : Aisthesis-Verl., 1994, ISBN 3-925670-99-8
  • Marek Zybura: Ludwig Tieck als Übersetzer und Herausgeber. Zur frühromantischen Idee einer „deutschen Weltliteratur“, Heidelberg : Winter 1994, ISBN 3-8253-0189-3 (= Beiträge zur neueren Literaturgeschichte; F. 3, Bd. 131).
  • Christoph Brecht: Die gefährliche Rede. Sprachreflexion und Erzählstruktur in der Prosa Ludwig Tiecks, Tübingen : Niemeyer 1993.
  • Michael Hiltscher: Shakespeares Text in Deutschland: Textkritik und Kanonfrage von den Anfängen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, Frankfurt am Main : Peter Lang 1993, ISBN 3-631-46363-4 (= Münsteraner Monographien zur englischen Literatur, Band 12).
  • Horst Preisler: Gesellige Kritik. Ludwig Tiecks kritische, essayistische und literarhistorische Schriften, Stuttgart: Heinz, 1992, ISBN 3-88099-265-7 (= Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik; 261).
  • Gerburg Garmann: Die Traumlandschaften Ludwig Tiecks. Traumreise und Individuationsprozess aus romantischer Perspektive, Opladen : Westdeutscher Verlag 1989, ISBN 3-531-12041-7
  • Dwight A. Klett: Tieck-Rezeption. Das Bild Ludwig Tiecks in der deutschen Literaturgeschichten des 19. Jahrhunderts, Heidelberg : Winter 1989, ISBN 3-533-03957-9 (= Beiträge zur neueren Literaturgeschichte; F. 3, Bd. 79).
  • Peter Wesollek: Ludwig Tieck oder der Weltumsegler seines Innern. Anmerkungen zur Thematik des Wunderbaren in Tiecks Erzählwerk, Wiesbaden : Steiner 1984, ISBN 3-515-03996-1
  • Ingrid Kreuzer: Märchenform und individuelle Geschichte. Zu Text- und Handlungsstrukturen in Werken Ludwig Tiecks zwischen 1790 und 1811, Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 1983, ISBN 3-525-20756-5
  • Gisela Brinker-Gabler: Poetisch-wissenschaftliche Mittelalter-Rezeption. Ludwig Tiecks Erneuerung altdeutscher Literatur, Stuttgart : Kümmerle 1980, ISBN 3-87452-491-4 (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik; 309).
  • Ernst Ribbat: Ludwig Tieck. Studien zur Konzeption und Praxis romantischer Poesie, Kronberg/Taunus : Athenäum 1978 ISBN 3-7610-8002-6
  • Johannes P. Kern: Ludwig Tieck. Dichter einer Krise, Heidelberg : Stiehm 1977, ISBN 3-7988-0517-2 (= Poesie und Wissenschaft; 18).
  • Rosemarie Hellge: Motive und Motivstrukturen bei Ludwig Tieck, Göppingen : Kümmerle 1974, ISBN 3-87452-238-5 (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik; 123).
  • Armin Giese: Die Phantasie bei Ludwig Tieck, ihre Bedeutung für den Menschen und sein Werk, Dissertation, Universität Hamburg, 1973, 393 Seiten, OCLC-Nr.: 822750 [1]
  • Ralf Stamm: Ludwig Tiecks späte Novellen. Grundlage und Technik des Wunderbaren, Stuttgart u. a.: Kohlhammer 1973, ISBN 3-17-001115-4 (= Studien zur Poetik und Geschichte der Literatur; 31).
  • Manfred Frank: Das Problem „Zeit“ in der deutschen Romantik. Zeitbewußtsein und Bewußtsein von Zeitlichkeit in der frühromantischen Philosophie und in Tiecks Dichtung, München : Winkler 1972, ISBN 3-538-07804-1
  • Christian Gneuß: Der späte Tieck als Zeitkritiker, Düsseldorf : Bertelsmann, ISBN 3-571-09293-7 (= Literatur in der Gesellschaft; 4).
  • Fritz Brüggemann: Die Ironie als entwicklungsgeschichtliches Moment. Ein Beitrag zur Vorgeschichte der deutschen Romantik, Jena : 1909 (Reprografischer Nachdruck: Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1976, ISBN 3-534-06413-5).
  • Nikolaus Delius: Die Tieck’sche Shakespearekritik, Bonn : König 1846, Nachdruck: Hildesheim u. a.: Olms 1981. ISBN 3-487-07043-X

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tieck
  2. Online-Ausgabe der Bayerischen Staatsbibliothek
  3. Der Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste, Die Mitglieder des Ordens, Band I (1842–1881), Seite 108, Gebr. Mann-Verlag, Berlin, 1975
  4. Minor Planet Circ. 34345

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  Wikiquote: Ludwig Tieck – Zitate
 Wikisource: Ludwig Tieck – Quellen und Volltexte
 Commons: Ludwig Tieck – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien