Lufttransportgeschwader 65

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Lufttransportgeschwader 65
— LTG 65 —
Verbandsabzeichen des LTG 65
Verbandsabzeichen LTG 65
Aktiv 1. April 1991 bis 30. Juni 1993
Land Flagge von Deutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Luftwaffe with lettering.svg Luftwaffe
Grobgliederung 4 Fliegende Staffeln
Unterstellung 5. Luftwaffendivision
Standort Flugplatz Neuhardenberg
Geschwaderführung
Kommodore Oberst Stetzenbach Günther
Stv. Kommodore Oberstleutnant Veit
Luftfahrzeuge
Transportflugzeug/
-hubschrauber
Tupolew Tu-134, Tupolew Tu-154, Iljuschin Il-62, Let L-410, Antonow An-26, Mil Mi-2, Mil Mi-8
An-26 mit Kennzeichen der Luftwaffe 52+09 (ex NVA 369) im Luftwaffenmuseum Berlin-Gatow

Das Lufttransportgeschwader 65 (LTG 65) war von 1991 bis 1993 ein Verband der Luftwaffe zur Führung der Transportfliegerkräfte der ehemaligen Luftstreitkräfte der NVA. Hauptaufgabe des Geschwaders war neben der Durchführung von dienstlich bedingten Transfer-Flügen von Politikern und Soldaten in die neuen Bundesländer die Abwicklung und Auflösung von ehemaligen Lufttransporteinheiten der NVA-Luftstreitkräfte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Anschluss gem. Art. 23 GG a. F. wurden neben den Liegenschaften der NVA auch Soldaten von der Bundeswehr übernommen. Bestehende Verbandsbezeichnungen wurden zunächst beibehalten. Die Führung des bisherigen Transportfliegergeschwader 44 oblag ab 3. Oktober 1990 der Kommandeursgruppe bzw. nachfolgend dem Aufstellungsstab des LTG 65. Zum 1. April 1991 erfolgte auf Grundlage des Org-Befehls 11/91 die Aufstellung des neuen Lufttransportgeschwaders 65.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stab LTG 65 (aus Stab TG-44) und Stab Flg-Gruppe LTG-65 in Neuhardenberg (aus Flugplatzbasis 51)

  • Flugbetriebs-Staffel Neuhardenberg (aus Flugplatzbasis 51)
  • Geophysikalische Beobachtungsstelle (aus Flugwetterwarte TG-44)
  • 1. Flugstaffel Neuhardenberg (aus TU-154/Tu-134 des TG-44)
  • 2. Flugstaffel Brandenburg-Briest (aus Hubschrauber Mi-8/Mi2 des THG-34)
  • 3. Flugstaffel Dresden-Klotzsche (aus Flugzeugen An-26 der TS-24) und Flugplatz Strausberg (aus Flugzeugen L-410 der VS-14)
  • 4. Staffel Außenstelle Flugbereitschaft BMVg Berlin-Schönefeld (aus Teilen TG-44 Regierungsfliegerstaffel)

Einsatzunterstützungsgruppe LTG-65:

  • Stab in Neuhardenberg (aus Teilen FTB-44)
  • Versorgungsstaffel Neuhardenberg (aus FTB-44)
  • Luftwaffen-Sicherungsstaffel Neuhardenberg
  • Luftwaffen-Sanitätsstaffel C/D Neuhardenberg mit Luftwaffen SanitätsBereitschaft FlgBtrb/LT
  • Fliegerhorststaffel Brandenburg-Briest (aus Flugplatzbasis 67)
  • Versorgungsstaffel Brandenburg-Briest (aus FTB-35)
  • Versorgungsstaffel Dresden-Klotzsche (aus FTB-24)
  • Luftwaffen-Sanitätstrupp B Dresden-Klotzsche

Das LTG 65 war zunächst dem Kommando der 5. Luftwaffendivision unterstellt. Fachdienstlich und für den Einsatz unterstand das Geschwader ab dem 1. April 1991 dem Lufttransportkommando. Der Einsatz der von den NVA-Luftstreitkräften übernommenen Luftfahrzeuge erfolgte aus fünf Standorten:

Auflösung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lufttransportgeschwader 65 wurde bereits am 30. Juni 1993 wieder aufgelöst. Die ursprüngliche Planung, eine Verlegung des LTG 62 von Wunstorf nach Neuhardenberg wurde verworfen. Neuere Luftfahrzeuge wurden vor allem durch die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung (z. B. A 310) übernommen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wehrtechnischer Report 7/2009, Report Verlag GmbH, Dezember 2009.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tu-134A auf der Webseite der Luftwaffe; eingesehen am 21. Dezember 2009
  2. Mil Mi-8 auf der Webseite der Luftwaffe; eingesehen am 21. Dezember 2009
  3. Mi-2 auf der Webseite der Luftwaffe; eingesehen am 21. Dezember 2009
  4. IL-62M auf der Webseite der Luftwaffe; eingesehen am 21. Dezember 2009
  5. L-410 auf der Webseite der Luftwaffe; eingesehen am 4. Januar 2014