Luftverkehrsgesellschaft (LVG)

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Die Luftverkehrsgesellschaft (LVG) wurde 1908 in Berlin-Johannisthal von Alfred Müller als Unternehmen für Passagier- und Reklamefahrten mit Parseval-Luftschiffen gegründet.

Ab 1911 befasste sich LVG auch mit dem Flugzeugbau. Franz Schneider, der schweizerische Chefkonstrukteur, trat 1912 in das Unternehmen ein. Er erfand 1913 das Synchronisationsgetriebe zwischen Motor und Maschinengewehr[1], das ab 1915 den Luftkrieg im Ersten Weltkrieg revolutionierte und baute es in den LVG E.I, der allerdings nicht zum Einsatz kam.

Weitere Konstrukteure der LVG waren die Ingenieure Erhard, Rethel, Sabersky-Müssingbrodt und Laitsch.

Die LVG baute bis 1918 vor allem zweisitzige Schul- und Aufklärungsflugzeuge, darunter die LVG C.I, der erste deutsche Zweisitzer an der Front, bei dem der Beobachter ein schwenkbares MG auf Ringlafette mit freiem Schussfeld hatte.[2] und die mit über 1.000 Stück produzierte und sehr erfolgreich eingesetzte LVG C.VI.

LVG produzierte im Ersten Weltkrieg 5.640 Flugzeuge und war nach Albatros der zweitgrößte Flugzeughersteller im Deutschen Reich. Betrug im gesamten Jahr 1913 bei 300 Arbeitern die Zahl der gelieferten Flugzeuge noch 60 Stück, so stieg durch Erweiterungen die Produktionskapazität ständig an. Allein im Mai 1918 verließen 174 Maschinen das Werk, das Unternehmen beschäftigte jetzt 3.500 Arbeiter.

Liste der Flugzeugtypen

Literatur

  • Grosz, Peter M.: LVG C.VI, Windsock Datafile Nr. 17, Albatros Prod. Ltd, Berkhamsted 1989
  • Heinz J. Nowarra: Flugzeuge 1914-1918. München 1959.
  • Karlheinz Kens, Hans Müller: Die Flugzeuge des ersten Weltkriegs. München 1966, ISBN 3-453-00404-3.
  • Karl R. Pawlas: Deutsche Flugzeuge 1914-18. Nürnberg 1976, ISBN 3-88088-209-6.
  • Günter Kroschel, Helmut Stützer: Die deutschen Militärflugzeuge 1910-18. Wilhelmshaven 1977, ISBN 3-920602-18-8.

Einzelnachweise

  1. Kenneth Munson: Kampfflugzeuge 1914–19. Zürich 1968., vgl. auch Beschreibung dazu unter Lemma Fokker Eindecker
  2. Enzo Angelucci, Paolo Matricardi: Flugzeuge von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Wiesbaden 1976, ISBN 3-8068-0391-9.