Luigi Di Maio

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Luigi Di Maio (2019)
Unterschrift von Luigi Di Maio

Luigi Di Maio (* 6. Juli 1986 in Avellino) ist ein italienischer Politiker der Partei Movimento 5 Stelle (M5S). Seit dem 5. September 2019 ist er Außenminister von Italien im Kabinett Conte II.

Er war von Juni 2018 bis September 2019 Minister für Wirtschaftliche Entwicklung, Minister für Arbeit und Sozialpolitik sowie stellvertretender Ministerpräsident im Kabinett Conte I.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Di Maios Vater Antonio war Immobilienunternehmer und politisch für den neofaschistischen MSI aktiv, seine Mutter war Lehrerin. Di Maio besuchte das humanistische Gymnasium in Pomigliano d’Arco.

Di Maio begann an der Universität Neapel zunächst ein Studium der Ingenieurwissenschaften, wechselte dann aber zu Rechtswissenschaften. Seine Zeit an beiden Fakultäten nutzte er zur Gründung studentischer Interessenvertretungen, Studienabschlüsse erlangte er jedoch keine. 2007 ließ er sich als Journalist registrieren, in der Folge arbeitete er kurze Zeit als Webmaster, Handlanger, Kellner und Platzanweiser im San-Paolo-Stadion in Neapel.[1][2]

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Di Maio wurde 2007 Anhänger der Protestaktionen von Beppe Grillo und 2009 Mitglied der Partei Movimento 5 Stelle (M5S). 2010 kandidierte er erfolglos für den Gemeinderat von Avellino. Di Maio wurde bei den Parlamentswahlen 2013 ins italienische Parlament gewählt und wurde am 21. März 2013 zu einem der Vizepräsidenten der Abgeordnetenkammer ernannt. Di Maio gehört zum Führungskreis der Partei M5S um den Parteigründer Beppe Grillo und Davide Casaleggio.

Mitte September 2017 kündigte Di Maio an, er wolle für seine Partei bei den Parlamentswahlen im Frühjahr 2018 ins Rennen gehen. Bei einem Parteitag am 23. September 2017 wurde Di Maio als Sieger einer Online-Abstimmung zur Bestimmung des Spitzenkandidaten verkündet. Er erhielt eine große Mehrheit von rund 82 Prozent. Es hatten sich aber nur knapp 37.500 der mehr als 140.000 Parteimitglieder beteiligt.[3] Aus den Parlamentswahlen im März 2018 ging die 5-Sterne-Bewegung mit Di Maio als Spitzenkandidat als stärkste Partei hervor.

Am 1. Juni 2018 wurde er im Kabinett Conte I als Minister für Wirtschaftliche Entwicklung und Minister für Arbeit und Sozialpolitik vereidigt. Zusammen mit Matteo Salvini war er zudem bis zum Bruch der Koalition mit der Lega im August 2019 stellvertretender Ministerpräsident. Nach der Bildung einer neuen Koalition mit der Demokratischen Partei trat er am 5. September 2019 sein neues Amt als Außenminister im Kabinett Conte II an.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Constanze Reuscher: Unser Europa, nicht nur das von Merkel, Interview, in: Die Welt, 12. Juli 2017, S. 7

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dokumentarfilme

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luigi Di Maio – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manuela Perrone: Luigi Di Maio, il più politico del M5S “scala” il Movimento anti-politica. In: Il Sole 24 Ore. 22. September 2017, abgerufen am 23. November 2017.
  2. Andrea Spalinger: Vom Platzanweiser zum Parlamentarier In: nzz.ch, 20. September 2017, abgerufen am 14. September 2019
  3. Eusebio Val: Grillo cede el paso a Di Maio, de 31 años, como líder del M5E. In: La Vanguardia, 24. September 2019 (spanisch).
  4. 2. italienische Regierung unter Conte in Rom vereidigt. In: Südtirol Online. 5. September 2019, abgerufen am 5. September 2019.
VorgängerAmtNachfolger

Carlo Calenda
Italienischer Wirtschaftsminister
1. Juni 2018 bis 5. September 2019

Stefano Patuanelli

Giuliano Poletti
Italienischer Arbeits- und Sozialminister
1. Juni 2018 bis 5. September 2019

Nunzia Catalfo

Enzo Moavero Milanesi
Italienischer Außenminister
5. September 2019 – im Amt