Luise Ahlborn

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Luise Ahlborn 1893, gezeichnet von C.W. Allers

Luise Ahlborn (geb. Jaeger; * 14. Mai 1834 in Jemgum, Ostfriesland[1]; † 30. Juli 1921 in Hildesheim[2]) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie veröffentlichte auch unter dem Pseudonym Luise Haidheim.

Leben[Bearbeiten]

Ahlborn wurde als älteste Tochter des hannoverschen Justizbeamten E. Jaeger geboren. Sie erhielt Unterricht von Hauslehrern, schloss die Schule jedoch in Göttingen ab, wo sie zeitweise bei ihren Großeltern lebte. Sie heiratete 1855 den Gutspächter Ahlborn und lebte von da an auf dem Leihbesitz in Ehrenburg im Kreis Diepholz. Ihr Mann verstarb 1873. Erst nach seinem Tod begann Luise Ahlborn zu schreiben. Sie veröffentlichte vor allem Romane, die meist historischen Inhalt hatten. Ihr Werk Schloß Favorite erschien 1906 in der dritten Auflage. Ahlborn zog nach dem Tod ihres Ehemanns zuerst nach Osnabrück und im Jahr 1881 nach Hannover. Von 1895 bis 1902 lebte sie in Bad Harzburg, kehrte jedoch anschließend nach Hannover zurück. Im Jahr 1910 zog sie zu ihrer Tochter Marie Remmers nach Hildesheim, wo sie 1921 verstarb.

Werke[Bearbeiten]

  • Im Geist und in der Wahrheit (Roman, 1874)
  • Elisabeth von Brandenburg (historischer Roman, 1878)
  • Das schlimme Jahr (Historischer Roman, 1880)
  • Die Familie Braunau (Roman, 1883)
  • Philipp von Artevelde (Historischer Roman, 1883)
  • Im tiefen Forst (Roman, 1885)
  • Schloß Favorite (Roman, 1887)
  • Sich selbst der Nächste (Roman, 1888)
  • Im Beguinenturm (Roman, 1890)
  • Prinz Dino Adorno (Roman, 1890)
  • Anonym (Roman, 1890)
  • Der Fechtbruder (Erzählung, 1890)
  • Gundel von Buchsweiler (Roman, 1890)
  • Ippolito de'Medici (Roman, 1892)
  • Unordnungen (Roman, 1894)
  • Pflicht und Wunsch (Roman, 1894)
  • Johann Duve (Roman aus der hannoverschen Stadtgeschichte, 1897)
  • Hilf dir selbst! (Roman, 1895)
  • Unversöhnlich (Roman, 1899)
  • Zwei Herzoginnen (Historischer Roman, 1903)
  • Im bösen Schein (Roman, 1905)

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Band 1. Brockhaus, Leipzig 1913, S. 36–37.
  • Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Lexikon. Metzler, Stuttgart 1981, ISBN 3-476-00456-2, (Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte 9), S. 2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Luise Ahlborn – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. In der Literatur wird der Geburtsort auch als Melle bei Osnabrück angegeben, was Friedrichs als falsch bezeichnet. Vgl. Friedrichs, S. 2. Der Monat Mai wird teilweise auch als März angegeben.
  2. Die Angabe, dass Ahlborn im Dezember 1911 in Hannover verstorben ist, ist lt. Friedrichs Untersuchungen falsch. Vgl. Friedrichs, S. 2.