Luise Neumann

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Luise Neumann; Lithographie von Joseph Kriehuber 1840

Luise Neumann, gelegentlich Louise Neumann, (* 7. Dezember 1818 in Karlsruhe; † 17. Oktober 1905 in Rabensburg) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neumann war eine Tochter des Schauspielerehepaares Amalie Haizinger und Carl Neumann; die spätere Schauspielerin Adolfine Neumann (1822–1844) war ihre jüngere Schwester. Von ihrer Mutter erhielt sie ihren ersten künstlerischen Unterricht und konnte bereits am 25. April 1835 in Breslau am Stadttheater als „Walpurgis“ in Carl Loewes Goldschmieds Töchterlein debütieren.

Noch im selben Jahr erhielt Neuman ein Engagement am Hoftheater ihrer Heimatstadt. Bereits am 16. Oktober 1839 stand sie dort als „Christine“ in Königin mit 16 Jahren erstmals auf der Bühne. Von dort aus ging sie nach Wien ans Hoftheater und debütierte dort sehr erfolgreich in Der aufrichtige Freund als „Hannchen“. Bis zu ihrer Heirat mit (dem zehn Jahre jüngeren) Karl Reichsgraf von Schönfeldt (1828–1886)[1] am 14. Januar 1857 blieb sie dem Hoftheater verbunden; ihre offizielle Abschiedsvorstellung gab sie am 19. Dezember 1856 in der Rolle des Lorle bzw. der Leonore in Dorf und Stadt von Charlotte Birch-Pfeiffer (1800–1868).[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luise Neumann war der erklärte Liebling des Publikums. Selbst Kritiker wie Heinrich Anschütz und Ludwig Speidel ließen in ihren Rezensionen über Jahre daran keinen Zweifel. Ein Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens war das Fach der naiven und sentimentalen Liebhaberinnen und der Satz Voila, une actrice! wird von Émile Zola kolportiert.

Ihr Enkel war Carl von Schönfeldt, der unter dem Pseudonym Rudolf Hornegg als Quizmaster beim ORF in Österreich bekannt wurde.

Rollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Anschütz in seinen Erinnerungen 1866:

Louise Neumann war für ihren Beruf in ihrer äußeren Erscheinung durch Gaben der Natur vorteilhaft ausgestattet. Ihre Gesichtszüge waren regelmäßig, sehr angenehm durch eine vorherrschend freundlichen und heiteren Grundton und belebt durch ein glanzvolles Auge, aus welchem Geist und sittliche Reinheit sprachen und das jedes Ausdrucks fähig war; der wohlgeformte Mund bewegte sich zierlich und ließ die schönsten Zähne sehen. Die Figur nur mittelgroß, war von angenehmen, runden Formen, und alle diese Einzelheiten wurde zu dem bezaubernsten (sic!) Ganzen durch ein Geschenk, welches eben nur die Natur in der Wiege beschert, durch die Grazie im Ausdruck.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luise Neumann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. E(dith) Wohlgemuth: Schönfeldt (Schönfeld), Karl (Filipp Hilmar Adolf) Reichsgf. von (1828–1886), Offizier. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 11, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, ISBN 3-7001-2803-7, S. 79 f. (Direktlinks auf S. 79, S. 80).
  2. K. K. Hof-Burgtheater. (…) Dorf und Stadt. In: Theaterzettel Burgtheater, 19. Dezember 1856, S. 2. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wtz