Luise Wolfram

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Luise Wolfram (2017)

Luise Wolfram (* 27. Juli 1987 in Apolda, Bezirk Erfurt, DDR) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luise Wolfram wuchs in Jena auf. Von 2002 bis 2005 war sie Mitglied in der Theatergruppe der Musik- und Kunstschule Jena. Ihre Schulzeit schloss sie 2006 mit dem Abitur ab.

Von 2006 bis 2010 studierte Luise Wolfram an der staatlichen Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Ihre Abschlussinszenierung Verführbarkeit auf beiden Seiten fand am bat-studiotheater unter der Regie von Matthias Günther statt. Nach ihrem Studienabschluss erhielt sie ein Angebot der Schaubühne am Lehniner Platz. Dort gehörte sie von 2010 bis 2015 zum festen Ensemble. Seit 2015 arbeitet sie freischaffend; sie tritt aber weiterhin noch an der Berliner Schaubühne auf.

Ihre Tante ist die Schauspielerin Claudia Geisler.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrer ersten Inszenierung war sie als Brunhild in Die Nibelungen unter der Regie von Marius von Mayenburg zu sehen. Es folgten verschiedene Inszenierungen, wie z. B. Protect Me unter der Regie von Falk Richter (Choreographie: Anouk van Dijk). Die erneute Zusammenarbeit für For the disconnected Child war eine Kooperation mit der Staatsoper Berlin. In diesem Stück führte Richter Bühnenschauspiel, Tanz und Musik zusammen. Das Stück gewann 2014 den Friedrich-Luft-Preis. Außerdem arbeitete Wolfram mehrmals mit Michael Thalheimer zusammen, unter anderem in Tartuffe.

In Eugen Onegin war sie als Olga unter der Regie des lettischen Regisseurs Alvis Hermanis zu sehen. Er inszenierte 2012 Sommergäste von Maxim Gorki, darin übernahm Wolfram die Rolle der Julia Fillipowna. Des Weiteren kam es zu einer Zusammenarbeit mit Katie Mitchell, welche Fräulein Julie inszenierte, wo Wolfram die gleichnamige Titelrolle übernahm. Die Erfolgsinszenierung reist seit der Premiere durch alle Teile der Welt. Weitere Regisseure waren: Friederike Heller, Patrick Wengenroth, Volker Lösch, Minah Salehpur, Jan-Christoph Gockel und Jossi Wieler.

Mit den Produktionen der Schaubühne war Luise Wolfram auf vielen Gastspielen in verschiedenen Ländern. In Asien (Taipeh, Peking und Seoul) wurden die Stücke Fräulein Julie und Tartuffe gezeigt. In Moskau wurde 2013 Fräulein Julie mit dem Theaterpreis „Die goldene Maske“ ausgezeichnet und 2015 Tartuffe. Auch in Kanada und Brasilien sowie in Europa gastierte sie mit der Schaubühne in Paris, London, Madrid, Stockholm, Rennes, und Ljubljana.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luise Wolfram arbeitet neben ihrer Theaterarbeit auch für nationale und internationale TV- und Kinoproduktionen. Ihre erste Filmrolle spielte sie im Alter von sieben Jahren in Helke Misselwitz’ Kinofilm Engelchen. 2002 wirkte sie im Polizeiruf 110Wandas letzter Gang unter der Regie von Bernd Böhlich mit. 2014–2015 drehte sie neben Lars Eidinger unter der Regie von Alexei Utschitel Matilda, wo sie die Rolle der letzten russischen Zarin übernahm. Der Film wird voraussichtlich 2017 Premiere haben und ist begleitet von andauernden Protesten in Russland, die sich gegen die Darstellung des Zaren in einem sexuellen Kontext richten.

Des Weiteren war sie zu sehen in den Fernsehdramen Aus der Kurve, Nie mehr wie immer, Der Kriminalist und Neben der Spur. Im Bremer Tatort mit dem Ermittlerteam Lürsen und Stedefreund spielte Wolfram 2016/2017 die Rolle der BKA-Spezialistin Linda Selb.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luise Wolfram – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien