Luise von Marillac

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Luise von Marillac (1591–1660)
Reliquienschrein Luises von Marillac

Luise von Marillac (Louise de Marillac) (* 12. August 1591 in Paris; † 15. März 1660 ebenda) war Ordensgründerin und wird in der römisch-katholischen Kirche als Heilige verehrt.

Luise von Marillac wurde als uneheliche Tochter des Chevaliers Louis I. de Marillac, seigneur de Ferrières-en-Brie et de Villiers-Adam (1556–1604) in Paris geboren und wuchs als Waise im Kloster Saint-Louis de Poissy auf. Im Alter von drei Jahren wurde sie von ihrem Vater legitimiert und es wurde ihr eine Rente ausgesetzt. 1613, mit 22 Jahren, heiratete Louise Antoine Le Gras und gebar 1614 einen Sohn. Nach dem Tode ihres Mannes 1625 lernte sie den hl. Vinzenz von Paul kennen und nahm 1633 in ihrem Haus einige junge Bauernmädchen auf. Diese Gemeinschaft wurde die Gründung die Genossenschaft der Töchter der christlichen Liebe vom Hl. Vinzenz von Paul (Vinzentinerinnen), die sie mit Vinzenz von Paul in Paris gründete. Bis zu ihrem Tod leitete Luise de Marillac das Mutterhaus der Kongregation in Paris. Ihre sterblichen Überreste ruhen in der Kapelle der Erscheinungen im Mutterhaus in der Rue du Bac in Paris. Die Kongregation der Töchter der christlichen Liebe ist eine der größten Ordensgemeinschaft der Welt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1920 wurde Luise von Marillac selig- und 1934 heiliggesprochen. 1960 wurde sie von Papst Johannes XXIII. zur Patronin aller in der Sozialarbeit Tätigen erhoben. Ihr Gedenktag in der Liturgie ist der 15. März.

Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule am St. Josefskrankenhaus Heidelberg (Deutschland) wurde nach Luise von Marillac benannt. Luise von Marillac Schule Heidelberg In Bad Überkingen wurde eine Klinik nach Louise von Marillac benannt. Luise von Marillac Klinik Bad Überkingen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Calvet: Luise von Marillac: Die unermüdliche Helferin des Heiligen Vinzenz von Paul. Ein Porträt. Luzern: Räber 1962
  • Alfonsa Magdalena Richartz: Eine ungewöhnliche Mutter: Louise von Marillac. Leutesdorf: Johannes 1988 ISBN 3-7794-1084-2
  • Sjef Sarneel: Den Menschen zuliebe: Louise von Marillac; geistliche Biographie in Selbstzeugnissen. Freiburg im Breisgau; Basel; Wien: Herder 1990 ISBN 3-451-21583-7
  • Ekkart SauserMarillac, Louise de. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 18, Bautz, Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7, Sp. 862.
  • Pauline Thorer: Vinzenz von Paul und Louise von Marillac: Gründer der Lazaristen und der Barmherzigen Schwestern. In: Josef Weismayer (Hg.): Mönchsväter und Ordensgründer: Männer und Frauen in der Nachfolge Jesu. Würzburg: Echter 1991 ISBN 3-429-01395-X, S. 261-280
  • Horst-Peter Wolff und Jutta Wolff: Krankenpflege: Einführung in das Studium ihrer Geschichte, Mabuse Verlag Frankfurt 2008, zu Louise Le Gras geb. Marillac, S. 85-86, ISBN 978-3-940529-01-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luise von Marillac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien